Widerstand gegen Schulschließungspläne formiert sich
(Berlin) - Ausdrücklich begrüßt der nordrhein-westfälische Philologen-Verband, dass die CDU die Folgen der Umwandlung aller weiterführenden Schulen in "Eine Schule für Alle" klar benennt. Seit Monaten kündigen SPD, GRÜNE und DIE LINKE an, dass sie nach einem Landtagswahlsieg die Bildungspolitik völlig umgestalten werden. Hierzu gehöre insbesondere die Einführung einer neuen Schulform, die alle Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und GymnaÂsien ersetzen soll.
Dabei verschweigen sie aber, dass dieser Weg zu massiven SchulschließunÂgen führt. Nur vier- bis fünfzügige Schulen können überhaupt unterschiedliche Bildungsgänge anbieten und damit dem Anspruch individueller Förderung nachkommen. Unter den mehr als zweitausend weiterführenden Schulen sind damit alle kleineren Schulen von der Schulschließung bedroht.
"Jetzt muss Schluss sein mit einer Vorgaukelungspolitik. Den Eltern wird von Rot-Grün eine Wohlfühlschule versprochen, ohne gleichzeitig zu sagen, dass die Gemeinschaftsschule eine bestimmte Mindestgröße voraussetzt. Es ist nicht zu erwarten, dass die Eltern widerstandslos ihre Schulen aufgeben, zuÂmal Schulen vermehrt Erziehungsaufgaben wahrnehmen. Diese ErziehungsÂaufgaben können in kleineren Systemen oft besser und zielgerichteter ausgeÂfüllt werden", so Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.
Die Einführung der Einheitsschule und die gleichzeitige Schließung der meisÂten weiterführenden Schulen wird die Schulpolitik in Nordrhein-Westfalen für mehr als ein Jahrzehnt lahm legen. Alle inhaltlichen Veränderungen in den Schulen dürften hinten angestellt werden. "Wozu diese Strukturreform führt, zeigen die Hamburger Verhältnisse. Hier organisieren sich die Bürger gegen eine Allparteienfront, um eine von oben diktierte Schulstruktur zu verhindern. Wollen wir dieses Schulchaos in Nordrhein-Westfalen provozieren?", fragt Peter Silbernagel.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Philologenverband e.V. im DBB
Pressestelle
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40816781, Telefax: (030) 40816788
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- Schulbarometer 2026: Lehrkräfte schultern mehr als je zuvor – ohne tragfähigere Rahmenbedingungen halten sie dieser Last nicht länger stand
- DPhV-PM zum Bildungsbericht "Bildung in Deutschland 2026"
- Social Media und Privathandys im Unterricht gefährden Bildungserfolg und Gesundheit junger Menschen / DPhV erwartet tragfähige Konzepte für Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern & Jugendlichen
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

