Pressemitteilung

Inklusive Schule: SoVD begrüßt Startschuss / Kritik an Zweigleisigkeit - Ausstellung zum Thema noch bis 9. März

(Hannover) - Anlässlich der heutigen abschließenden Beratung des Gesetzesentwurfs zur Einführung der inklusiven Schule in Niedersachsen begrüßt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen, dass sich CDU/FDP und SPD auf einen Kompromiss geeinigt haben.

"Ganz wichtig ist, dass eine Abschulung behinderter Kinder nur noch in engen Grenzen möglich sein soll und auf die Regelung, Schüler mit sonder-pädagogischem Unterstützungsbedarf als Ordnungsmaßnahme an eine Förderschule zu überweisen, verzichtet wird", erklärt Adolf Bauer, Vorsitzender des größten Sozialverbandes in Niedersachsen. An diesen Regelungen des ursprünglichen Gesetzesentwurfs hatte der SoVD scharfe Kritik geübt.

Bauer macht allerdings auch klar, dass der SoVD die Aufrechterhaltung fast aller Förderschulen für mit dem Inklusionsgedanken der UN-Behinderten-rechtskonvention nicht für vereinbar hält. "Wird Inklusion ernstgenommen, müssen die Förderschulen und Tagesbildungsstätten schrittweise abgebaut werden", so Bauer. Andernfalls sei das Gesetz eine Mogelpackung. "Dann steht zwar inklusive Schule drauf, aber alte Schule ist drin."

"Jetzt ist aber erst mal wichtig, dass der Startschuss in Niedersachsen überhaupt fällt und dass die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt werden." Der SoVD erinnert daran, dass die UN-Behindertenrechtskonvention mit der Verpflichtung zur inklusiven Beschulung aller Schüler bereits im März 2009 ratifiziert wurde.

Zum Thema präsentieren der SoVD sowie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge noch bis zum 9. März 2012 (werktags von 10 bis 17 Uhr) im niedersächsischen Landtag ihre gemeinsam organisierte Ausstellung "Ohne Angst verschieden sein …". Die Wanderausstellung zeigt das Leben von Menschen mit Behinderungen und den Umgang der Gesellschaft mit ihnen im Wandel der Zeiten. Näheres unter www.ohne-angst-verschieden-sein.de.

Quelle und Kontaktadresse:
SoVD - Landesverband Niedersachsen e.V.
Marika Tödt, Pressesprecherin
Herschelstr. 31, 30159 Hannover
Telefon: (0511) 701480, Telefax: (0511) 7014870
E-Mail: marika.toedt@sovd-nds.de
Internet: http://www.sovd-nds.de
(dvf)


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