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Pressemitteilung

Zukunft Wasserstoff: 18 kommunale Pilotprojekte weisen den Weg

(Berlin) - Wie können wir grünen Wasserstoff in der Praxis nutzen, um die Klimaziele zu erreichen? Und welche Rahmenbedingungen brauchen Stadtwerke und kommunale Unternehmen dafür? Antworten auf diese Fragen gibt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit seinem neuen Positionspapier "Zukunft des Wasserstoffs".

Darin skizziert der VKU eine Strategie zur Transformation der Gasinfrastruktur zu Wasserstoffnetzen als einen wesentlichen Baustein, um das Energiesystem zu dekarbonisieren. Fünf Forderungen sind dabei zentral. 18 Beispiele zeigen, wie Wasserstoff in der Praxis geht.

"Unser gemeinsames Ziel für den weiteren Transmissionspfad muss es sein, die zukünftigen Wasserstoffnetze organisch aus der bestehenden (Erd-)Gasinfrastruktur zu entwickeln. Für Wasserstoff müssen wir zumeist kein neues Netz erfinden: Es reicht, wenn unser bewährtes Netz ein Upgrade bekommt", erläutert Michael Ebling, Präsident des VKU.

18 Praxisbeispiele aus der Kommunalwirtschaft zeigen, wie Wasserstoff bereits heute lokal eingesetzt werden kann. "Von H2-Anwendungen für Industrie bis zur Versorgung von Gewerbe- und Privatkunden mit grüner Wärme: Die Beispiele zeigen, wie weit kommunale Unternehmen bei der Erprobung von Wasserstoff in der Praxis bereits sind. Kommunale Unternehmen nutzen zudem Synergieeffekte zwischen verschiedenen Sektoren, um Wasserstoff zu gewinnen, wie etwa bei der energetischen Abfallverwertung, und ihn künftig noch effizienter einzusetzen: So testen sie zum Beispiel, wie man Sauerstoff und Abwärme, die wie Wasserstoff bei der Elektrolyse entstehen, zur Abwasseraufbereitung einsetzen kann. Das könnte potenziell den großen Energiebedarf der Anlagen senken. Dieses Know-how zu lokalem Wasserstoff-Potenzial sollten wir für den Weg zu klimaneutralen Kommunen noch stärker nutzen: Kommunale Unternehmen sollten bei der Nationalen Wasserstoffstrategie stärker berücksichtigt werden", betont Ebling.

Die fünf Positionen in Kürze:
1. Technische Kompatibilität mit klimaneutralen Gasen
2. Verteilnetze für Wasserstoffbeimischungen und reinen Wasserstoff fit machen
3. Ersatz von Erdgas durch Wasserstoff in den Netzen soll in zwei Phasen ablaufen
4. Ertüchtigung der Infrastruktur durch einen gemeinsamen Regulierungsrahmen ermöglichen
5. Klimaneutral erzeugte Gase im Wärmemarkt

Quelle und Kontaktadresse:
Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)
Stefan Luig, Pressesprecher
Invalidenstr. 91, 10115 Berlin
Telefon: (030) 58580-0, Fax: (030) 58580-100
E-Mail: presse@vku.de
Internet: www.vku.de/
(dvf, sf)