Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die zunehmenden Versuche des FC Bayern München, Einfluss auf die Berichterstattung der Medien zu nehmen. Seit Klinsmann Cheftrainer ist, werden Journalisten offenbar an die kurze Leine gelegt, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Es würden nur noch ausgewählte Medien zu Pressekonferenzen eingeladen. Zudem dürften TV-Teams ihre Beiträge von Veranstaltungen des FC Bayern nicht ohne Zustimmung des Fußballclubs online nutzen. Sie müssten sich damit bereits bei der Akkreditierung einverstanden erklären. Mit der Berichterstattungsfreiheit ist das nicht vereinbar", so Konken.
(Schwerin) - "Wenn tatsächlich bis 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Bildung und Forschung ausgegeben werden, wäre das schon ein ganz erheblicher Schritt in Richtung `Bildungsrepublik Deutschland´ ", kommentierte gestern (23.Oktober 2008) Hans-Dieter Bremer, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände die Ergebnisse des Bildungsgipfels in Berlin. Für das Land Mecklenburg-Vorpommern bedeute dies einen Anstieg der Bildungs- und Forschungsausgaben bis 2015 von heute cirka 1,1 auf geschätzte knapp 3 Milliarden Euro.
(Düsseldorf) - Messergebnisse müssen vergleichbar sein, egal, wo und mit welchem Messmittel die Messungen durchgeführt wurden. Nur so kann eine Vertrauensbasis zwischen internen und externen Vertragspartnern gesichert werden. Um die Vergleichbarkeit von Messergebnissen zu gewährleisten, ist deren Rückführung auf nationale Normale notwendig. Die Richtlinie VDI/VDE 2624 Blatt 2.1 beschreibt Verfahren zur Kalibrierung von Handkraftmessgeräten. Es werden die erforderlichen Kenngrößen sowie deren Überwachung und Kalibrierung erläutert. Weiterhin wird das Verfahren der Kalibrierung dargestellt und Hinweise für die Dokumentation der Ergebnisse in einem Kalibrierschein gegeben.
(Berlin) - Zu den Ergebnissen des Bildungsgipfels erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): "Der Bildungsgipfel hat wichtige Weichenstellungen für Verbesserungen im Bildungssystem verabredet. Bund und Länder sind bereit, Bildung als ganzheitliche Aufgabe anzunehmen, die sich von der Vorschule und Schule über die berufliche Aus- und Weiterbildung bis in die Hochschule erstreckt. Damit folgen sie den Anregungen der Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe Handwerk. Das gilt auch für unseren Vorschlag, Familien- und Bildungspolitik zusammenzuführen."
(Berlin) - Nach Gesprächen mit Vertretern des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) sowie dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) gibt sich das deutsche Baugewerbe optimistisch, dass die derzeitige Finanzmarktkrise nicht zu einer Kreditklemme bei der mittelständischen Unternehmens- und Baufinanzierung führen wird.
(Berlin) - "Spätestens seit dem Erdbeben, das die Finanzkrise weltweit auslöst, muss die Politik endgültig erkennen, dass Europa eine wettbewerbsfähige Industrie braucht, um seinen Wohlstand nachhaltig zu sichern", sagte Ulrich Grillo, Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums des Industrieverbandes Feuerverzinken am Donnerstag (23. Oktober 2008) in Berlin.
(Bonn) - Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel sagte gestern (23. Oktober 2008) in Ergänzung ihrer vorgestrigen (22. Oktober 2008) Stellungnahme zum Bildungsgipfel: "Wenn das Finanzsystem in Nöten ist, wird entschlossen gehandelt. Wenn das Bildungswesen Not leidet, wird eine Arbeitsgruppe gebildet."
(München) - Die vor zwei Jahren gestartete Hauptschulinitiative kommt an den Schulen nur schleppend oder gar nicht voran. Das ergibt eine vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) Ende vergangenen Schuljahres durchgeführte Befragung von rund 600 Hauptschullehrern/innen. Danach attestieren 88 Prozent der Befragten Bayerns Schul- und Bildungspolitikern, nicht gut über die Probleme an den Schulen informiert zu sein. 90 Prozent fühlt sich von ihr im Stich gelassen, 63 Prozent erteilen der bayerischen Schulpolitik die Noten mangelhaft oder ungenügend, 28 Prozent finden sie ausreichend. Nur eine Person bewertet sie als sehr gut und nur drei Personen als gut. 94 Prozent der Lehrkräfte schätzen die Zukunft der Hauptschule nicht positiv und optimistisch ein. 80 Prozent plädieren für eine längere gemeinsame Schulzeit, 84 Prozent sprechen sich für die Erprobung von Modellen integrierter Haupt- und Realschulen aus. 82 Prozent halten maximal 25 Schüler pro Klasse für unverzichtbar, um die Situation an Hauptschulen deutlich zu verbessern, 77 Prozent wollen mehr Zeit für Förderung. BLLV-Präsident Klaus Wenzel sprach von einem erschütterndem Zeugnis für die Politik. Gleichzeitig aber auch von einer klaren Botschaft: Die Hauptschule darf nicht länger schön geredet, gleichzeitig aber nur halbherzig reformiert werden. Fakt ist, dass die Stimmung an den Hauptschulen miserabel ist - genauso wie die Perspektiven der Schüler.
(München) - Der ADAC fordert die Bundesregierung auf, die Reform der Kfz-Steuer nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern schnellstmöglich umzusetzen. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation ist es besonders wichtig, dass die bestehende Unsicherheit bei potenziellen Neuwagenkäufern beendet und wirksame Kaufanreize für energieeffiziente, moderne Pkw gesetzt werden, so ADAC-Präsident Peter Meyer. Der Club begrüßt daher ausdrücklich, dass die Reform der Kfz-Steuer als mögliche Maßnahme gegen die von Rezessionsängsten geprägte wirtschaftliche Entwicklung jetzt wieder thematisiert wird.
(Dieburg) - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte am 9. Oktober 2008 ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot mit sofortiger Wirkung gegen die deutsche Niederlassung der isländischen Kaupthing Bank hf. erlassen, nachdem bekannt geworden war, dass die isländische Mutter die Konten nach der Übernahme der Geschäfte durch die isländische Finanzaufsicht gesperrt hatte. Dadurch konnten die 30.800 deutschen Kaupthing-Kunden nicht mehr auf ihre Gelder zugreifen. Sie müssen entschädigt werden.






