Verbands-Presseticker
(Berlin) - Oberstufenschüler eines Hamburger Gymnasiums betreten seit Februar 2007 auch außerhalb der regulären Schulzeiten und ohne Aufsichtpersonal ihre Schulbibliothek die Identifikation erfolgt per Fingerabdruck.
(Berlin) - Die avisierte Ernennung des Transnetvorsitzenden, Norbert Hansen, zum Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn ist das Ergebnis einer konsequenten Politik. Das erklärte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, am 8. Mai 2008 in Berlin.
(Hannover) - Mehrere tausend Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schulformen und Lehrerverbänden und Gewerkschaften haben am heutigen Donnerstag eindrucksvoll gemeinsam ihren Unmut und ihre Verärgerung über den Vertrauensbruch der Landesregierung kundgetan. "Genug angespart - Arbeitszeitkonten-Rückgabe jetzt!" skandierten die Lehrerinnen und Lehrer mit Nachdruck auf dem Marsch zum Landtag.
(Berlin) - Anlässlich der gestrigen (8. Mai 2008) Entscheidung des Bundestages zur Rentenerhöhung erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer: "Die außerplanmäßige Rentenerhöhung von 1,1 Prozent reicht bei weitem nicht aus, um die massiven Kaufkraftverluste der Rentner auszugleichen. Außerdem wird ab dem 1. Juli 2008 ein höherer Pflegeversicherungsbeitrag von 0,25 Prozent fällig, den die Rentnerinnen und Rentner in vollem Umfang selbst tragen müssen."
(Potsdam) - Ausgerechnet im Jahr des Frosches haben Brandenburgs Naturschützer schlechte Nachrichten über die heimischen Amphibien zu vermelden. Angesichts des immer größer werdenden Druckes der Landwirtschaft auf sensible Naturräume befürchten sie einen massiven Rückgang dieser besonders bedrohten Tiergruppe.
(Ratingen) - Die deutsche Torbranche peilt ihr viertes Wachstumsjahr in Folge an. Dank gefüllter Auftragsbücher und trotz eines zunehmend unsicheren Konjunkturumfeldes wird ein Produktionsanstieg von 3 Prozent als realistisch für dieses Jahr angesehen. 2007 waren es bei einem Umsatzrekordergebnis von 1,75 Milliarden Euro rd. 6 Prozent mehr.
(Frankfurt am Main/Düsseldorf) - Eine neue Rekordproduktion vermelden die Kunststofferzeuger in Deutschland: 20,8 Millionen Tonnen Kunststoff wurden 2007 hierzulande produziert, so viel wie nie zuvor. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Umsätze der Kunststofferzeuger um 7,4 Prozent auf nun 23,3 Milliarden Euro, wie der Vorsitzende von PlasticsEurope Deutschland e. V., Dr. Günter Hilken, bei der Pressekonferenz des Verbandes in Düsseldorf erklärte. Der Kunststoffmotor brummt also, und auch in Zukunft werden Kunststoffproduktion und -verbrauch weiter wachsen, gab sich Dr. Hilken überzeugt.
(Berlin) - Bundestagsvizepräsident a. D. Dr. Burkhard Hirsch sowie der Rechtsanwalt und Buchautor Dr. Heinrich Hannover haben gestern (8. Mai 2008) den "Grundrechte-Report 2008" der Öffentlichkeit vorgestellt. Beide rügten in diesem Zusammenhang ein Ausufern staatlichen Sicherheitsdenkens auf Kosten der bürgerlichen Freiheiten. "Mit dem Gesetz über die Vorratsdatenspeicherung, das die potentielle Kontrolle eines jeden Bürgers erlaubt, ist die Grenze zum Überwachungsstaat überschritten", sagte Hirsch. Er kritisierte, dass Regierungen und Parlamente des Bundes und der Länder in ihrer Gesetzgebung fortgesetzt die Grenzen der Verfassung auf die Probe stellten, statt ihre Verantwortung im Rahmen des Grundgesetzes wahrzunehmen. Zuletzt hatte das Bundesverfassungsgericht in einer beispiellosen Serie von Urteilen binnen weniger Monate u. a. die Gesetze zur Online-Durchsuchung, zur Vorratsdatenspeicherung und zur automatischen Kennzeichenidentifizierung stoppen müssen.
(Berlin) - Das Beherrschen der deutschen Sprache ist das A und O für den schulischen Erfolg insbesondere von Kindern mit Migrationshintergrund, betont Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE).
(München) - Die Bankenkrise hat viele deutsche Banken in Mitleidenschaft gezogen, doch die Landesbanken könnten in besonderem Maße betroffen sein. Bei der Sachsen LB mussten Abschreibungen in Höhe von 1,8 Mrd. Euro realisiert werden, und dem sächsischen Staat gelang es nur mit einer Bürgschaft in Höhe von 2,75 Mrd. Euro, den Konkurs zu vermeiden. Die Bank gehört jetzt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Bei der WestLB rechnet man mit Abschreibungen von 2,0 Mrd. Euro, und bei der BayernLB wurde zuletzt ein Abschreibungsbedarf von 4,3 Mrd. Euro verzeichnet. Insgesamt rechnet man bei den Landesbanken mit Abschreibungen in Höhe von mindestens 12 Mrd. Euro, was 19 Prozent ihrer aggregierten Eigenkapitalsumme von 63 Mrd. Euro entspricht. Wie groß die Vergleichszahlen bei den privaten Banken sind, ist nicht bekannt. Die Verluste der privaten Banken müssten sich im Bereich von 45 Mrd. Euro bewegen, wenn der Prozentanteil die gleiche Größenordnung haben sollte. Die bislang geschätzten Werte bewegen sich indes nicht annähernd auf diesem Niveau.



