Verbands-Presseticker
(Berlin) - Die Produktion von Ökostrom stieg 2006 in Deutschland kräftig an: Erneuerbare Energien lieferten mit 73,2 (2005: 63,5) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) rund 15 Prozent mehr Strom als im Vorjahr. Das ermittelte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach ersten Erhebungen.
(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) hat die EU-Kommission aufgefordert, sich in ihrer Strategie zur Reduzierung der Treibhausgase im Straßenverkehr nicht dem Druck der deutschen Automobilindustrie zu beugen, sondern an einem gesetzlich festgelegten Grenzwert von 120 Gramm CO2 pro Kilometer für Neuwagen ab 2012 festzuhalten.
(Hannover) - Die Berliner Regierungskoalition hat gestern Abend (29. Januar 2007) eine Vorentscheidung zur Zukunft der deutschen Kohle getroffen. Der Koalitionsausschuss beschloss, dass der Steinkohlenbergbau in Deutschland im Jahr 2018 auslaufen soll. Allerdings soll 2012 überprüft werden, ob der Ausstiegsbeschluss bestehen bleibt oder revidiert wird. Diese Regelung kam auf Drängen der IG BCE zu Stande. Sie hält einen Sockelbergbau weiterhin für die bessere Alternative und den Ausstiegsbeschluss energiepolitisch für falsch. Diese politische Entwicklung erfordert aus Sicht der IG BCE verlässliche Rahmenbedingungen. Darüber soll bei einem weiteren Kohle-Spitzengespräch am Mittwochabend (31. Januar 2007) in Berlin verhandelt werden.
(Berlin) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vorstand der Charité werden an diesem Mittwoch und Donnerstag (31. Januar 2007 / 01. Februar 2007) die Tarifverhandlungen für die rund 2200 Berliner Universitätsärzte fortsetzen. Die erste Verhandlungsrunde war am 7. Dezember 2006 ergebnislos verlaufen. Beide Tarifvertragsparteien hatten sich im April 2006 auf den Abschluss eines vorläufigen Vorschalt-Tarifvertrages geeinigt, der den Ärztinnen und Ärzten Gehaltseinbußen der vergangenen Jahre teilweise ausglich.
(Stuttgart) - Wer kein Bußgeld riskieren will, muss für Fahrten über Österreichs gebührenpflichtige Straßen spätestens vom Donnerstag an (1.Februar 2007) die neue blaue Vignette an der Windschutzscheibe anbringen.
(Berlin) - Die Mehrwertsteuererhöhung frisst den bisher gewährten Steuerbonus fast vollständig auf. Daher fordern wir die Steuerermäßigung für begünstigte Handwerkerleistungen von 20 Prozent auf 25 Prozent und die Begrenzung der Steuerermäßigung von 600 Euro auf max. 1.000 Euro pro Haushalt und Jahr zu erhöhen. Diese Forderung erhob der Geschäftsführer der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Prof. Dr. Karl Robl.
(Berlin) - Im Jahr 2015 werden neuartige IT-Anwendungen im Profi- und Breitensport sowie der Verletzungsprävention und der Rehabilitation standardmäßig zum Einsatz kommen. Das zeigt eine Studie, die der BITKOM beim VDI Technologiezentrum in Auftrag gegeben und heute (30. Januar 2007)vorgestellt hat. Eine besondere Rolle werden die so genannten Mobile Motion Trecking Services (METS) spielen: Die genaue Position eines Sportlers auf dem Sportplatz oder im Gelände sowie sämtliche Bewegungen und Sportgeräte können von Sensoren detailliert aufgezeichnet, gesammelt und z.B. an einen Arzt oder Sporttrainer gesendet werden. Der kann diese Informationen auswerten und in Echtzeit Feedback an den Sportler geben.
(Berlin / Köln) - Der Rückgang der Investitionen im Leitungsbau hat zu einem erheblichen Fachkräftemangel in der Rohrleitungsbranche geführt. Auf der 14. Tagung Rohrleitungsbau forderte der Präsident des Rohrleitungsbauverbands (rbv) Klaus Küsel am Dienstag in Berlin eine Bildungsoffensive: Nach zehn Jahren Abwärtstrend im Bau stellen wir fest: es gibt zu wenig Auszubildende, zu wenig Facharbeiter und Meister. Und die Ingenieure haben in den letzten Jahren andere Lernziele verfolgt.
(Hannover) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) kritisiert den Fahrplan zum Ausstieg aus der Kohleförderung. Politik und Kohlewirtschaft haben sich am Montag auf dem Kohlegipfel in Berlin auf eine Beendigung der staatlichen Finanzierung des Steinkohlebergbaus im Jahr 2018 verständigt. Der Kohleausstieg ist die gute Nachricht. Schlecht dagegen ist, dass er erst in elf Jahren geschehen soll.
(Berlin) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rief die EU-Kommission dazu auf, bei ihren morgigen Beratungen (31. Januar 2007) zum Klimaschutz im Verkehrsbereich den Drohungen der deutschen Automanager nicht nachzugeben. Deren Argument, gesetzliche Obergrenzen beim Spritverbrauch von Pkw würden tausende Arbeitsplätze kosten, sei ein Griff in die Mottenkiste. Mit dem gleichen Argument hätten die Autobosse in der Vergangenheit auch die Einführung von Katalysatoren und bleifreiem Benzin bekämpft. Gesetzliche Obergrenzen für den Spritverbrauch würden dem Klimaschutz im Verkehrsbereich endlich zum Durchbruch verhelfen. Dem dürften sich auch Industriekommissar Günter Verheugen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos nicht länger verweigern.





