30. Mai: Großräumige Sperrung am Brenner / IHK für Oberfranken Bayreuth: Fahrten am besten ganz verschieben
(Bayreuth) - Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth warnt Spediteure und Busunternehmen, aber auch alle Urlauber: Am Samstag, 30. Mai 2026, bleibt der Brennerpass komplett gesperrt.
Von 11:00 bis 19:00 Uhr ist die Durchfahrt auf allen Verbindungen - der A13 Brennerautobahn, der B182 Brennerstraße sowie der L38 Ellbögener Straße - nicht möglich.
Zentrale Verbindung über die Alpen betroffen
Die Sperrung betrifft die zentrale Nord-Süd-Achse im europäischen Straßennetz zwischen Innsbruck und Südtirol. Lkw, Reisebusse und Pkw können weder Richtung Süden (Italien) noch Richtung Norden (Deutschland/Österreich) passieren. Nur Anwohner bestimmter Täler erhalten Ausnahmegenehmigungen. Auch auf der Tauernautobahn ist mit erheblichen Belastungen zu rechnen. Dort gelten zudem Abfahrtssperren. Nur Personen, die einen Zielort entlang dieser Autobahn nachweisen können, dürfen sie verlassen. Auch auf der Felbertauernstraße und der Pyhrnautobahn ist mit erheblichen Belastungen zu rechnen.
Lange Staus drohen
Dazu Stephan Jarmer, Verkehrsreferent der IHK für Oberfranken Bayreuth: "Der Brenner ist wie ein Flaschenhals im europäischen Verkehr. Eine Sperrung an einem solchen Tag wird den Verkehr komplett zum Erliegen bringen - mit erheblichen Auswirkungen bis nach Oberbayern hinein." Im Vorjahr fuhren an einem vergleichbaren Tag fast 68.000 Fahrzeuge über die Strecke, darunter zahlreiche Schwerlastzüge und Busse.
Hintergrund: Demonstration am Brenner
Grund der Sperrung ist eine angemeldete Demonstration. Da solche Versammlungen grundsätzlich erlaubt sind, müssen die Straßen für den Verkehr gesperrt werden.
Die IHK fordert empfiehlt Unternehmen in Oberfranken, Transporte möglichst großzügig umzuplanen oder Ausweichrouten zu wählen. "Wir raten Fahrten - soweit möglich - auf einen anderen Tag zu verschieben", so Jarmer.
Nadelöhr Brenner: Entlastung lässt auf sich warten
Eine Entlastung auf der Brennerstrecke ist seit Jahrzehnten geplant, geht aber gerade in Deutschland sehr zäh voran. Der Brenner-Basistunnel soll den Schienengüterverkehr zwischen München und Verona deutlich attraktiver machen. Dazu bedarf es aber einer entsprechenden Anbindung. "Beim Brenner-Nordzulauf darf Bayern keine Zeit mehr verlieren. Die Menschen entlang der Brennerachse tragen seit Jahren erhebliche Belastungen durch Verkehr und Lärm und zusätzlich die Unsicherheit, wie es auf deutscher Seite weitergeht. Jetzt braucht es endlich verlässliche Entscheidungen, Planungssicherheit und Tempo bei der Umsetzung - im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie eines leistungsfähigen europäischen Verkehrs- und Wirtschaftsstandorts."
Quelle und Kontaktadresse:
Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth (IHK), Peter Belina, Leiter(in) Kommunikation, Bahnhofstr. 23-27, 95444 Bayreuth, Telefon: 0921 886-0
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