Handwerk: Altersteilzeit muss wie geplant auslaufen
(Berlin) - SPD und DIE LINKE fordern eine Verlängerung der direkten Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese Förderung ist nur noch für Verträge möglich, die bis Ende 2009 geschlossen wurden. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):
"Die Förderung der Altersteilzeit durch die BA muss wie geplant auslaufen. Als beschäftigungspolitisches Instrument ist Altersteilzeit gescheitert: Nur in etwa einem Drittel der Fälle wird die Stelle überhaupt wieder besetzt. Hierbei ist jedoch in vielen Fällen von Mitnahmeeffekten auszugehen - d.h. die Neueinstellung wäre in jedem Fall erfolgt. Mit 1,4 Milliarden Euro jährlich ist die Altersteilzeit ein extrem teueres Instrument, das vor allem von großen Unternehmen und dem öffentlichen Dienst in Anspruch genommen wird. Kleine Unternehmen - gerade auch im Handwerk - müssen die Kosten mittragen und finanzieren auf diese Weise die personelle Umstrukturierung von Großunternehmen. Alterteilzeit ist aber auch nicht mehr zeitgemäß. Der Wert langjähriger Berufserfahrung wird mittlerweile nicht nur im Handwerk erkannt und genutzt. Ein vorzeitiges Ausscheiden von qualifizierten Arbeitnehmern aus dem aktiven Erwerbsleben können sich in Deutschland in Anbetracht des aufkommenden Fachkräftemangels die meisten Betriebe gar nicht mehr leisten."
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH)
Pressestelle
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Telefon: (030) 20619-0, Telefax: (030) 20619-460
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