Pressemitteilung | Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
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NABU-Stellungnahme zum Streit von CSU und FDP beim Thema Gentechnik / Tschimpke: Kein Freifahrtschein für Gentechnik

(Berlin) - NABU-Präsident Olaf Tschimpke zum Streit von CSU und FDP beim Thema Gentechnik mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen:

"Es darf keinen Freifahrtschein für die Gentechnik geben. Die neue Bundesregierung irrt, wenn sie glaubt, die Bundesländer in Schutz- und Schmutzgebiete aufteilen und unbemerkt in Brüssel alle Zulassungen für neue Gentechnik-Sorten durchwinken zu können. Die Mehrheit der Verbraucher ist gegen Gentechnik - nicht nur in Bayern. CDU und FDP sollten den Willen der Wähler endlich respektieren."

"Wir brauchen eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik und -forschung, die sich mit dem Klimawandel, Welthunger und endlichen Ressourcen auseinandersetzt. Mit dem Pro-Gentechnik-Kurs der FDP sind diese Probleme nicht zu lösen. Im Gegenteil, eine Aufhebung des Anbauverbots der Genmaissorte MON 810 verschärft die Abhängigkeit der Bauern von wenigen Saatgutkonzernen. Eine Aufweichung der Null-Toleranz-Regelung für in der EU nicht zugelassene Gentechnikpflanzen führt dazu, dass sich eine schleichende Verunreinigung unserer Lebens- und Futtermittel mit genmanipulierten Organismen durchsetzt", so Tschimpke weiter.

Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) Pressestelle Charitéstr. 3, 10117 Berlin Telefon: (030) 284 984-0, Telefax: (030) 284 984 - 20 00

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