Pressemitteilung | DIE JUNGEN UNTERNEHMER
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Politik verschiebt die Rechnung immer weiter auf junge Menschen

(Berlin) - Die Wirtschaftsweisen schlagen Alarm: Ohne Reformen steigen die Sozialabgaben bis 2040 auf fast 50 Prozent. DIE JUNGEN UNTERNEHMER sehen sich damit in ihrer Kritik an der aktuellen Sozialpolitik bestätigt. Höhere Beiträge machen Arbeit teurer, bremsen Investitionen und schwächen die Wirtschaft. Bis 2035 könnte Deutschlands Wirtschaftsleistung dadurch um bis zu 0,9 Prozent sinken.

Thomas Hoppe, Bundesvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER:

„Das Frühjahrsgutachten kommt gerade noch zur rechten Zeit — bevor die Rentenkommission ihre Ergebnisse vorlegt und die Bundesregierung neue Reformpakete schnürt.

Wenn die Bundesregierung die Sozialversicherungen weiter aufbläht wie bisher, steuert Deutschland auf Abgaben von fast 50 Prozent zu. Dann lohnt sich Arbeit immer weniger. Zugleich wird Arbeit für Unternehmen immer teurer. Das bremst Wachstum, Investitionen und Jobs.

Die Wirtschaftsweisen bestätigen, wovor wir jungen Unternehmer seit Jahren warnen: Die Demographie sprengt das Fundament des Sozialstaats. Immer weniger Beitragszahler finanzieren immer mehr Leistungsempfänger. Wer jetzt nicht reformiert, schiebt die Rechnung auf die junge Generation.

Besonders alarmierend ist die Lage der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Ausgaben der GKV sind seit 2005 preisbereinigt um rund 64 Prozent gestiegen, die Einnahmen aber nur um rund 31 Prozent. Deshalb droht der Beitragssatz von heute 17,5 auf fast 20 Prozent bis 2040 zu steigen.

Deutschland kann die Löcher im System nicht dauerhaft mit höheren Beiträgen stopfen. Wir Unternehmer und unsere Mitarbeiter tragen schon heute eine der höchsten Abgabenlasten der Industriestaaten. Wenn Gesundheits- und Pflegekosten schneller wachsen als die Wirtschaft, braucht Deutschland Reformen statt immer neuer Belastungen für Arbeitnehmer und Betriebe.

Viele Vorschläge des Sachverständigenrates gehen in die richtige Richtung. Es braucht mehr Kapitaldeckung bei Rente und Pflege. Der Nachhaltigkeitsfaktor muss gestärkt werden. Beitragsfremde Leistungen gehören aus Steuern bezahlt. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen Menschen dazu bewegen, länger arbeiten zu können und zu wollen.

Der Sozialstaat muss fair bleiben — auch für die Jungen. Wer ständig neue Leistungen verspricht, ohne ihre Finanzierung zu sichern, handelt verantwortungslos. Deutschland braucht mehr Eigenvorsorge, mehr Kapitaldeckung und eine klare Trennung zwischen Versicherungsleistungen und staatlichen Sozialaufgaben.

Die gute Nachricht lautet: Deutschland kann das schaffen. Die schlechte: Dafür braucht es Mut. Wenn die Bundesregierung weiter Reformen verweigert, riskiert sie wirtschaftlichen Niedergang — und verspielt das Vertrauen der jungen Generation in die Fairness dieses Staates.“

Quelle und Kontaktadresse:
DIE JUNGEN UNTERNEHMER, Jan-Ulrik G. Heydorn, Pressesprecher(in), Charlottenstr. 24, 10117 Berlin, Telefon: 030 30065-0

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