Bildungsbericht 2026: Deutschland darf seine Zukunft nicht verspielen
(Berlin) - Der Bildungsbericht 2026 offenbart erhebliche Schwächen im deutschen Bildungssystem. DIE JUNGEN UNTERNEHMER sehen darin einen klaren Auftrag für grundlegende Reformen. Besonders die Defizite in der frühkindlichen Bildung gefährden aus Sicht des Verbandes die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Statt immer mehr Geld nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, müsse die Politik dort investieren, wo Bildungserfolg entsteht: bei den Kleinsten.
Thomas Hoppe, Bundesvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER:
„Der Bildungsbericht ist ein Weckruf. Deutschland lebt nicht von Öl, Gas oder seltenen Erden. Unser wichtigster Rohstoff sind kluge Köpfe. Umso alarmierender ist, dass unser Bildungssystem seit Jahren an Leistung verliert.
Die größten Probleme beginnen nicht an den Hochschulen, sondern lange davor. Wer mit Sprachdefiziten eingeschult wird, hat es während seiner gesamten Bildungsbiografie schwerer. Deshalb muss die Politik endlich dort ansetzen, wo über Bildungserfolg entschieden wird: in den Kitas.
Es darf nicht allein vom Elternhaus oder der Postleitzahl abhängen, welche Chancen ein Kind bekommt. Gute Bildung beginnt nicht mit dem Abitur. Gute Bildung beginnt im Kindergarten. Wir brauchen verbindliche Qualitätsstandards, konsequente Sprachförderung und genügend gut ausgebildete Fachkräfte.
Gleichzeitig müssen wir ehrlich über die Hochschulen sprechen: Kostenlose Hochschulbildung klingt sozial. Die Ergebnisse sind es nicht. Weder gelingt damit der erhoffte soziale Aufstieg, noch erreichen unsere Hochschulen die Qualität, die ein Land wie Deutschland braucht.
Wer später beruflich von einem Studium profitiert, kann dann einen angemessenen Beitrag zu seiner Ausbildung leisten. Deshalb sprechen wir uns für nachgelagerte Studiengebühren aus, die nach Erreichen des Abschlusses zu zahlen sind und sozial flankiert werden. Niemand darf aus finanziellen Gründen auf ein Studium verzichten. Aber niemand sollte glauben, dass Qualität zum Nulltarif zu haben ist.
Die freiwerdenden staatlichen Mittel müssen wir als Gesellschaft dort einsetzen, wo sie den größten Unterschied machen: in der frühkindlichen Bildung. Dort entscheidet sich, ob Herkunft den Bildungserfolg bestimmt oder Talent.
Deutschland braucht wieder mehr Mut zu Leistung und Eigenverantwortung. Wir brauchen ein Bildungssystem, das Talente fördert, Leistung belohnt und Spitzenleistungen ermöglicht. Der Bildungsbericht zeigt deutlich: Weiter so ist keine Option. Wer auf Reformen verzichtet, verspielt die Zukunft unseres Landes und damit die von Abertausenden jungen Menschen.“
Quelle und Kontaktadresse:
DIE JUNGEN UNTERNEHMER, Jan-Ulrik G. Heydorn, Pressesprecher(in), Charlottenstr. 24, 10117 Berlin, Telefon: 030 30065-0
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