Rentenversicherung prognostiziert Beitragssatz von 19,9 Prozent
(Berlin) -Die Deutsche Rentenversicherung rechnet damit, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung zum 1. Januar 2028 von derzeit 18,6 auf 19,9 Prozent steigt. Für DIE JUNGEN UNTERNEHMER ist diese Entwicklung ein weiterer Beleg dafür, dass das derzeitige Finanzierungsmodell der sozialen Sicherungssysteme nicht mehr tragfähig ist. Der Verband fordert die Bundesregierung und die Rentenkommission auf, die demographischen Realitäten endlich anzuerkennen und eine umfassende Reform der gesetzlichen Rente auf den Weg zu bringen.
Thomas Hoppe, Bundesvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER:
„Die Prognose der Rentenversicherung ist eine Bankrotterklärung für die bisherige Rentenpolitik. Wenn der Rentenbeitrag innerhalb weniger Jahre auf 19,9 Prozent geradezu explodiert, ist es völlig unverständlich, dass Schwarz-Rot immer noch neue Leistungsversprechen abgibt und den Mechanismus abschafft, der die Unterfinanzierung des Rentensystems bisher wenigstens gebremst hat. Wer Rentenniveaus politisch garantiert, ohne die Finanzierung dauerhaft zu sichern, wälzt die steigenden Kosten vor allem auf junge Menschen ab. Wer einen sozialversicherungspflichtigen Job hat, muss immer mehr vom Bruttoeinkommen abgeben. Und wer noch ein ganzes Berufsleben vor sich hat, wird finanziell geradezu geschädigt.
Junge Menschen sind nicht die Reservekasse der Politik.
Schon heute spüren Millionen Arbeitnehmer die Belastung durch immer höhere Sozialabgaben. Von jeder Lohnerhöhung kommt netto nur ein Bruchteil an. Gleichzeitig steigen die Arbeitskosten für die Unternehmen. Das schwächt die Leistungsbereitschaft, erschwert Investitionen und kostet Wettbewerbsfähigkeit. Wer Arbeit immer teurer macht, darf sich nicht wundern, wenn Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand auf der Strecke bleiben.
Deutschland braucht endlich eine grundlegende Neuausrichtung der Alterssicherung. Dazu gehören eine deutlich stärkere kapitalgedeckte Vorsorge, wirksame Anreize für längere Erwerbstätigkeit und eine ehrliche Debatte darüber, was die gesetzliche Rente künftig leisten kann und was nicht. Generationengerechtigkeit bedeutet, dass jede Generation einen fairen Beitrag leistet – und nicht, dass die Rechnung immer an die nächste weitergereicht wird.
Die Rentenkommission steht vor einer historischen Verantwortung. Sie muss die Probleme lösen. Deutschland braucht eine Rentenreform, die auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch tragfähig ist. Wer heute aus Angst vor unbequemen Entscheidungen wegschaut, macht die Belastungen für junge Menschen und Unternehmen morgen nur noch größer.
Die junge Generation darf nicht länger als Reservekasse der Politik behandelt werden. Jede Reform, die heute unterbleibt, wird morgen teurer – finanziell, wirtschaftlich und gesellschaftlich.“
Quelle und Kontaktadresse:
DIE JUNGEN UNTERNEHMER, Jan-Ulrik G. Heydorn, Pressesprecher(in), Charlottenstr. 24, 10117 Berlin, Telefon: 030 30065-0
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