Pressemitteilung | Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB)

Position zur Ausbildungsplatzabgabe unmissverständlich / UVB bekräftigt ablehnende Haltung zum Beschluss des SPD-Parteitages

(Berlin) - Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg hat ihre unmissverständliche Ablehnung einer Ausbildungsplatzabgabe vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion noch einmal ausdrücklich bekräftigt. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der UVB, Klaus-Dieter Teufel sagte:

„Eine Ausbildungsabgabe würde zu einer weiteren Erhöhung der Arbeitskosten führen. Zu einer Zeit, in der mit der Reform des Gesundheitssystems richtigerweise genau das Gegenteil versucht wird, wäre dies ein völlig falsches Zeichen. Inzwischen sollte jedem klar sein, dass höhere Arbeitskosten Arbeitsplätze vernichten. Das aber können wir uns nicht leisten.“

Nach einer Analyse der UVB ist in der Region Berlin-Brandenburg in der Tat von einem weiteren Anwachsen der Lücke zwischen betrieblichen Ausbildungsplatzangeboten und der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen auszugehen. Wie viele betriebliche Ausbildungsplätze am Ende aber fehlen und – vergleichbar den Vorjahren – durch Sonderprogramme geschaffen werden müssen, lässt sich derzeit seriös noch nicht sagen. Unbestritten ist dagegen, dass die abgeschlagene Wirtschaft der Region aus eigener Kraft nicht allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen kann. Teufel fordert daher:

„Auch in diesem Jahr muss die Ausbildungsplatzlücke daher wieder mit Hilfe von staatlichen Förderprogrammen geschlossen werden. Aufgabe der Wirtschaft ist es dagegen, nun das Ungleichgewicht zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben zu lösen – und zwar selbst, ohne staatliche Eingriffe!“

Den DGB erinnerte die UVB in diesem Zusammenhang daran, dass er mit der Unterzeichnung des Brandenburgischen Ausbildungskonsenses am 30. Juni 2003 ebenfalls bekundet hat, dass „Die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze (...) – auch im Sinne der Wirtschaftsförderung – weiterhin eine Aufgabe von Bund und Land (ist).“

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. ( UVB ) Am Schillertheater 2, 10625 Berlin Telefon: 030/310050, Telefax: 030/31005166

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