Pressemitteilung | DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
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Rentenreform: Strukturell hoffnungsvoll, aber ohne Kompensation an anderer Stelle für Unternehmen nicht finanzierbar

(Berlin) - Die Rentenkommission hat ihre Empfehlungen an die Bundesregierung übergeben. Es liegen nun 33 Vorschläge für eine umfassende Rentenreform auf dem Tisch, die Bundeskanzler Friedrich Merz vollständig umsetzen möchte. Auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erklärt Rosinenpickerei eine Absage.

Marie-Christine Ostermann, Präsidentin der Familienunternehmer:

„Dies ist der Auftakt für eine generationengerechtere Rente. Die Kommission hat in bemerkenswerter Einigkeit den Entwurf einer Rentenkomposition vorgelegt, die mit einigen Nachbesserungen wahrlich das Zeug zu echtem Fortschritt hat. Es ist der Einstieg in strukturelle Verbesserungen, die den Namen Reform dann am Ende wirklich verdienen.

Damit diese Rentenreform trotz steigender Rentenbeiträge für die Unternehmen gelingen kann, müssen die Betriebe parallel mittels einiger wichtiger anderer Stellschrauben entlastet werden, beispielsweise bei den Steuern. Denn nur wenn der Wirtschaft durch die Reform keine Investitionskraft entzogen wird und dadurch keine Arbeitsplätze verloren gehen, können die Änderungen letztendlich greifen und ihre Kraft entfalten.

So richtig es ist, grundsätzlich eine Kapitaldeckung in der ersten Säule der Rente einzuführen, so wird der paritätisch zu leistende Zusatzbeitrag von zwei Prozent zu einer Erhöhung der Arbeitskosten und damit zu höheren Belastungen für die Unternehmen führen. Hier ist ein Ausgleich dringend notwendig.

Auch der Vorschlag nach einer faktischen Abschaffung der Minijobs wird einzelne Branchen vor große Probleme stellen. Fallen die Minijobs künftig weg, muss es an anderer Stelle eine Flexibilisierung geben, die es Unternehmen ermöglicht, Auftragsspitzen und saisonale Überauslastungen auch künftig unkompliziert abzufedern.

Der Vorschlag, eine gesetzliche Rentenversicherungspflicht für neue Selbständige einzuführen, sollte in eine Altersvorsorgepflicht umgewandelt werden. Grundsätzlich sollte es allen Selbständigen offenstehen, ihre Altersversorgung selbst zu organisieren. Geschieht dies nicht, zahlen sie in die gesetzliche Rentenversicherung ein.

Es liegt nun an Dirigent Merz und seiner Co-Dirigentin Bas, die vorliegende Rentenkomposition in ein größeres Reformwerk so einzuarbeiten, dass der Standort Deutschland wieder attraktiv für Investitionen und neue Arbeitsplätze wird. Die Rentenreform ist strukturell gut, aber für die Unternehmen zunächst mal eine weitere Belastung.“

Quelle und Kontaktadresse:
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V., Birte Siedenburg, Pressesprecher(in), Charlottenstr. 24, 10117 Berlin, Telefon: 030 300650

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