Verbands-Presseticker
(Berlin) - Hörbuch-Downloads aus dem Internet gewinnen stark an Beliebtheit. Die Deutschen haben im ersten Halbjahr 2009 420.000 Hörbücher auf ihre PCs geladen. Das ist ein Plus von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 25 Prozent auf 4 Millionen Euro. Das hat der Hightech-Verband BITKOM im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben, die am 14. Oktober beginnt. Grundlage der Angaben ist eine Erhebung der GfK Panel Services für den BITKOM.
(Berlin) - Die Ergebnisse des Schätzerkreises machen nach Ansicht des BPI deutlich, dass es dringend einer grundlegenden Finanzreform der GKV bedarf und kein Klein-Klein an Spargesetzen. Dieser regulatorische Flickenteppich, der immer mehr die Versorgung verschlechtert und die Unternehmen an den Rand der Leistungsfähigkeit bringt, löst die Probleme nicht. Denn die Probleme liegen eindeutig auf der Einnahmeseite. "Seit Jahren wird für Gesundheit ein nahezu gleichbleibender Anteil am Bruttoinlandsprodukt ausgegeben. Ein Anteil von rund 10 Prozent, den die Gesellschaft auch bereit ist, für eine gute Versorgung auszugeben. Doch die Lohnabhängigkeit des Beitragssatzes der GKV und der Rückgang von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, bringt die Krankenkassen Jahr für Jahr in finanzielle Bedrängnis. Hier muss die neue Regierung ansetzen!" erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.
(Brüssel) - Drei kommunale Unternehmen sind mit dem europäischen Gütesiegel für gesellschaftliche Verantwortung (CEEP-CSR Label) ausgezeichnet worden. Das hat die Jury des von der Europäischen Kommission und des Zentralverbandes der öffentlichen Wirtschaft (CEEP) geförderten "DISCERNO-Projektes" in Brüssel bekanntgeben. 30 kommunale Unternehmen kamen insgesamt in die Endrunde, davon allein zehn Unternehmen aus Deutschland. Die drei kommunalen Unternehmen sind die HEAG Südhessische Energie AG (HSE), die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) sowie die Stadtreinigung Hamburg.
(Bonn) - "Frei sein, gesund sein, gerne Mädchen sein!" - so lautet der Titel eines neuen Faltblattes zum Thema Nichtrauchen speziell für Mädchen. Die Deutsche Krebshilfe und die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. (ÄGGF) klären damit insbesondere 12- bis 17-jährige Mädchen über die Folgen des Tabakkonsums auf. Denn: 16 Prozent von ihnen rauchen und riskieren damit ihre Gesundheit und ihre Zukunft.
(Suhl/Berlin) - Der alte Bundesvorsitzende ist der neue Bundesvorsitzende: Klaus Jansen wurde gestern (6. Oktober 2009) auf dem 13. Bundesdelegiertentag des BDK mit 85,7 Prozent der Delegiertenstimmen erneut zu Bundesvorsitzenden gewählt.
(Berlin) - Die Präsidenten der Landesbauernverbände haben während der Klausurtagung in Brandenburg auch die aktuelle milchpolitische Situation ausführlich diskutiert. Sie bekräftigen ihre Forderung an die Politik, schnell marktwirksame Maßnahmen für die Milchbauern auf den Weg zu bringen. Der Politik darf kein Anlass gegeben werden, unter Hinweis auf die teilweise streitige Diskussion innerhalb der Milchbauern die Hände in den Schoß zu legen und vor allem in Brüssel nichts zu tun.
(Berlin) - Apotheker fordern die Politik auf, mittelfristig ein neues, interdisziplinäres Schulfach "Gesundheit" einzuführen. Dadurch können Schüler je nach Altersstufe die Grundbegriffe einer gesunden Ernährung, verschiedene Präventionsmöglichkeiten wie zum Beispiel Nichtrauchen oder die Grundzüge von Krankheiten und Arzneimittelwirkungen vermittelt werden.
(Berlin) - Am 16. September 2009 wurden im Bundeskanzleramt die Ergebnisse der Bürokratieabbauprojekte "Einfacher zum Wohngeld” und "Einfacher zum Elterngeld” vorgestellt. Mit Unterstützung von Bund und Ländern haben zahlreiche Praktiker aus Städten, Gemeinden und Kreisen nach Bürokratieabbaulösungen in diesen Bereichen gesucht. Im Ergebnis werden Verbesserungen in den Verwaltungen sowie Rechtsänderungen empfohlen. Der DStGB hatte sich oft dafür eingesetzt, dass beim Bürokratieabbau auch die Bürokratiebelastungen der Kommunen betrachtet werden. Dies führte zur Vereinbarung von Bund und Kommunen über stärkere Zusammenarbeit beim Bürokratieabbau, deren erste Ergebnisse nun unter www.normenkontrollrat.bund.de zur Verfügung stehen. Die neue "ebenenübergreifende Kooperation" wurde von allen Beteiligten begrüßt und der Wunsch nach entsprechender Umsetzung der Ergebnisse geäußert.
(München) - Der Niedergang der Hauptschule schreitet voran. Nach einer neuen Dokumentation des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnverbandes (BLLV) mussten seit 1991/92, dem Beginn des Schulversuchs zur sechsstufigen Realschule, 705 Haupt- und Teilhauptschulen geschlossen werden. Allein in den vergangenen neun Jahren, seit der Einführung der R6 als Regelschule im Jahr 2000, waren 540 Teilhauptschulen und 85 Hauptschulen betroffen. Lediglich 39 Teilhauptschulen wurden zu Hauptschulen ausgebaut, nur fünf Hauptschulen wurden in diesem Zeitraum neu gegründet. "Das Kultusministerium hat den Niedergang der Hauptschule nicht gestoppt, er wurde im Gegenteil durch fragwürdige Reformen beschleunigt", kritisierte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. "Mittelschulen, Schulverbünde oder Kooperationen bei strikter Trennung der jeweiligen Schulart halten das Hauptschulschulsterben nicht auf, sie geben auch keine Antworten auf demografische Entwicklungen und verändertes Übertrittsverhalten." Laut Wenzel ist die Verunsicherung an vielen noch bestehenden Hauptschulen derzeit immens: "Nach wie vor liegen keine schlüssigen Konzepte vor. Auf organisatorische, verwaltungstechnische und pädagogische Fragen, die Mittelschulen, Schulverbünde oder Kooperationen aufwerfen, gibt es keine Antworten." In vielen Gemeinden herrsche Ratlosigkeit gepaart mit Unruhe: "Es soll zwar etwas umgesetzt werden, keiner weiß aber wie und mit wem."
(Leipzig) - Die Zeit, in der der Versicherungsschutz für Autos jedes Jahr billiger wurde, scheint vorbei zu sein. Das trifft Verbraucher, die wegen der Wirtschaftskrise weniger Geld im Portemonnaie haben, besonders hart. "Wer in den nächsten Wochen von seinem Versicherer die Nachricht erhält, dass sich die Prämie für 2010 erhöhen soll, muss dennoch nicht unbedingt mehr zahlen", sagt Andrea Heyer, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen und empfiehlt einen Tarifvergleich.






