Verbands-Presseticker
(Hannover) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) reagiert fassungslos auf die Vorwürfe des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff gegenüber dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Eberhard Brandt. Christian Wulff hatte gestern (26. August 2009) im Landtag in der Aktuellen Stunde zur Amtsenthebung von Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann gesagt: "Wir lassen uns nicht von jemanden, der nicht eine einzige Stunde Unterricht erteilt hat, vorwerfen, nicht alles zu tun, um den Unterrichtsausfall zu stoppen".
(Berlin) - "Vor dem Hintergrund des großen klimapolitischen Engagements der Wohnungswirtschaft ist die weitere Steigerung der KfW-Fördermittel für 2009 eine richtige und wichtige Entscheidung", kommentierte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen die Ankündigung von Bundesbauminister Tiefensee, die Programme zur CO2-Gebäudesanierung in 2009 um 750 Millionen Euro aufzustocken. Die große Bedeutung der KfW-Förderung zur Steigerung der Energieeffizienz von Wohngebäuden zeige sich daran, dass die KfW allein im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Kreditvolumen von über 3 Mrd. Euro im Bereich der energetischen Sanierung ausgereicht hat.
(Berlin) - Die Allianz pro Schiene hat das heute (27. August 2009) von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgestellte "Nationale Verkehrslärmpaket II" begrüßt. "Endlich nennt der Bundesverkehrsminister Lärmminderungsziele für alle Verkehrsträger. Die Halbierung des Schienenlärms bis zum Jahr 2020 ist ambitioniert, aber machbar. Was in dem Verkehrslärmpaket fehlt, ist das Geld für den nachträglichen Einbau von Flüsterbremsen in bereits fahrenden Güterwaggons. Hierfür muss der Bund in den kommenden Jahren rund eine halbe Milliarde Euro bereit stellen und nicht wie im Verkehrslärmpaket angekündigt nur 40 Mio. Euro für Pilotprojekte", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Donnerstag (27. August 2009) in Berlin.
(Berlin) - "Die Föderalismusreform öffnete Tür und Tor für Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit im öffentlichen Dienst", kritisiert VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann mit Blick auf das Inkrafttreten der Grundgesetzänderungen vor drei Jahren. "Seitdem die Bezahlungshoheit bei den Ländern liegt", so Beckmann, "wird das Prinzip `gleiches Geld für gleiche Arbeit´ endgültig beerdigt." Dieser fatalen Entwicklung müsse dringend Einhalt geboten werden.
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall sieht sich durch Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in ihrer positiven Bilanz der Umweltprämie für Altautos bestärkt. "Die Umweltprämie ist bis jetzt die wirksamste Maßnahme des Konjunkturprogramms II", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Donnerstag (27. August 2009) in Frankfurt. Mit der Umweltprämie habe die Regierung einen schnellen und gezielten konjunkturellen Impuls gesetzt. "Dieser zeitlich befristete Schritt war und ist volkswirtschaftlich richtig. Angesichts der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise waren kurzfristige Anreize beim Konsum notwendig, um die Konjunktur anzukurbeln und den Abschwung zu bremsen", betonte Huber.
(Berlin) - Der deutsche Markt für digitale Unterhaltungselektronik wird sich 2009 vergleichsweise stabil entwickeln. Der Markt erreicht ein Volumen von 12,3 Milliarden Euro. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Rekordjahr 2008 wird demnach bei lediglich 2,9 Prozent liegen. Das gab der BITKOM in Berlin bekannt. Basis ist eine aktuelle Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des European Information Technology Observatory (EITO). "Das Wachstum bei Absatz und Umsatz von Flachbildfernsehern stabilisiert die gesamte Unterhaltungselektronik. Die Nachfrage nach hochauflösenden TV- und Zusatzgeräten treibt den Markt", sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Der Markt der analogen Geräte, also etwa Radios und Röhrenfernseher, schrumpft hingegen um über 7 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich wird der Gesamtmarkt der Unterhaltungselektronik damit 2009 voraussichtlich nur um 3,1 Prozent auf 13 Milliarden Euro zurückgehen. Berg: "Angesichts der volkswirtschaftlichen Rahmendaten entwickelt sich die Unterhaltungselektronik überdurchschnittlich gut."
(Bonn) - Eine aktuelle Umfrage des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Ent-sorgung e.V. zur Altpapiersammlung in Deutschland zeigt, dass die bvse-Altpapierunternehmen in allen Bereichen der Altpapiersammlung engagiert sind. Nach Auffassung des bvse sollte die Vielfalt der Aktionsfelder auch künftig Bestand haben.
(Berlin) - Ob Friseurin, Hotelfachfrau oder medizinische Fachangestellte - in Ausbildungsberufen, die mehrheitlich von Frauen gewählt werden, sind junge Frauen deutlich benachteiligt. Das zeigt der neue Ausbildungsreport der DGB-Jugend, den die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Donnerstag (27. August 2009) in Berlin vorgestellt hat. Der Ausbildungsreport basiert auf einer repräsentativen bundesweiten Befragung von 6920 Auszubildenden aus den, laut Bundesinstitut für Berufsbildung, 25 häufigsten Ausbildungsberufen.
(Berlin) - 88 Prozent der Kreditzusagen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für altersgerechte Umbaumaßnahmen von Wohnimmobilien richteten sich an private Haushalte. Auf entsprechende Angaben der KfW weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin. Seit Einführung des Förderprogramms im April 2009 seien 42 Prozent des Fördervolumens an private Haushalte gegangen. Die meisten Maßnahmen dienten der barrierearmen Ausstattung der Sanitärräume.
(Berlin) - Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) hat die Spitzen der Wirtschaftsverwaltungen von Berlin und Brandenburg aufgefordert, das Modell der "Bürgschaft ohne Bank" (BOB) auf die mittelständische Wirtschaft auszudehnen.




