Verbands-Presseticker
(Berlin) - Mehr Kontrollen, unabhängige Prüfungen und eine zentrale Informationsstelle fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Anlass sind die neuesten RAPEX-Zahlen, die EU-Verbraucherschutzkommissarin Kuneva gestern (20. April 2009) vorstellte. Das EU-Schnellwarnsystem listet gefährliche Konsumgüter auf. Im vergangenen Jahr landeten 1.866 Produkte auf der Liste, ein Anstieg um 16 Prozent gegenüber 2007. Rund ein Viertel davon waren Spielzeuge. "Dieses alljährliche Déjà-vu muss ein Ende haben. Die Europäische Union und die Mitgliedstaaten sind gefordert zu handeln", erklärt Vorstand Gerd Billen.
(Berlin) - Die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch fordert die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen zum Einsatz von so genanntem Analog-Käse.
(Wiesbaden) - Nachdem in der KV Nordrhein im Laufe des zweiten Quartals mit dem Rollout zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) begonnen werden soll, erinnert der Vorstand des Berufsverbands Deutscher Internisten, BDI e.V., daran, dass ein Großteil der vom Deutschen Ärztetag in Münster und Ulm aufgestellten Forderungen noch immer nicht erfüllt ist.
(Hannover) - Für vier von fünf forschungsorientierten Unternehmen der Elektrobranche stellt Produktpiraterie eine existenzielle Bedrohung dar. Fast ebenso viele sind der Meinung, dass Produktpiraterie gerade jetzt in der Krise zunehmen wird.
(Hannover) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) verwahrt sich gegen die anonym erhobenen Vorwürfe gegen den GEW-Landesvorsitzenden Eberhard Brandt, er habe sein Unterrichtspensum als Lehrer nicht erfüllt. Dies behauptet heute (20. April 2009) ein Bericht des Nachrichtenmagazins Focus, der sich auf interne Unterlagen der Landesschulbehörde beruft. Nach Kenntnis des DGB gibt es kein Disziplinarverfahren.
(Essen) - Der Stifterverband geht davon aus, dass die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auch den Stiftungssektor treffen werden. Durch die niedrigen Zinssätze an den Kapitalmärkten haben es Stiftungen schwer, das bisherige Ertragsniveau zu halten. "Es werden langfristig weniger Mittel für wichtige soziale, wissenschaftliche und kulturelle Projekte zur Verfügung stehen", sagte der Generalsekretär des Stifterverbandes, Andreas Schlüter, heute (20. April 2009) bei einem Pressegespräch in Essen.
(Essen) - In Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen (MDKN) will die KKH Allianz ihren Versicherten ab sofort per telefonischer Hotline Auskunft über die Ergebnisse der MDK-Prüfungen in Pflegeeinrichtungen geben. Laut einer Pressemitteilung der Pflegekasse benennen die Versicherten die sie interessierenden Heime und Kriterien, die KKH holt daraufhin die nötigen Informationen beim MDKN ein und informiert die Anrufer dann über die Qualität der Pflege und der medizinischen Versorgung sowie über Verpflegung und Bewohnerzufriedenheit.
(Berlin) - Als alarmierend bezeichnet der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) den Anstieg der politisch motivierten Kriminalität in Deutschland. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: "Besonders bedrückend ist, dass Gewalt gegen Personen und Sachen immer mehr als legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung angesehen wird."
(Frankfurt am Main) - Vollkommen unbeeindruckt von der wirtschaftlichen Realität in Deutschland erheben die Gewerkschaften ver.di und dbb tarifunion massive Gehaltsforderungen für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Im Vorfeld der dritten Runde der Eingruppierungsverhandlungen hat VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann diese Forderungen als "nicht erfüllbar" zurückgewiesen.
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird das geplante Konsolidierungsprogramm für Arcandor kritisch begleiten. "Maßnahmen, die dazu führen, dass das Warenhaus attraktiver und erfolgreicher wird, unterstützen wir, aber wir werden das Programm auch Punkt für Punkt auf mögliche negative Auswirkungen für die rund 86000 Beschäftigten überprüfen", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane. "Die drei Premium-Häuser zu verkaufen, wäre eine grundlegende Fehlentscheidung. Ob die anderen Maßnahmen das Unternehmen wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen und Erfolg haben, wird sich erst bei der konkreten Ausgestaltung zeigen, aber eine gewisse Skepsis bleibt."




