Verbands-Presseticker
(Essen) - Von "Industriefreundlichkeit" des EU-Klimapakets und "Ausnahmen für die Industrie" kann keine Rede sein. Die Industrie ist in keiner Weise von ihren hohen Klimaschutzaufgaben entbunden worden. Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten haben mit ihren klimapolitischen Entscheidungen zum CO2-Emissionshandel nur das Schlimmste für die Wirtschaft verhindert. Viele offene und schwierigste Baustellen bleiben offen, verbunden mit immer noch miserablen Ergebnissen und weiter gefährdeten zahlreichen Arbeitsplätzen, so der VIK, der die Interessen der energieintensiven Industrien vertritt, in seiner ersten Stellungnahme zum EU-Klimapaket. Entgegen vielen einseitigen und von größter Unkenntnis geprägten Behauptungen ist der Klimaschutz für Europa weder entschärft, noch verschoben worden. Sowohl das 21 Prozent-CO2-Minderungsziel, das zu erfüllen der Industrie technisch und finanziell viel abverlangen wird, als auch das dazu gehörende Instrument, der Emissionshandel mit "Cap and Trade", sind einstimmig akzeptiert worden.
(Düsseldorf) - Der VDI-Innovationsklima-Index ist auf einem historischen Tiefstand. Im vierten Quartal 2008 fiel der Index von 22 auf 15 Punkte. Besonders schlecht ist die Stimmung in der Fahrzeugbranche. Hier bewerten etwa 80 Prozent der befragten Ingenieure die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Branche als negativ. Michael Dick, Technikvorstand der Audi AG, warnt indessen vor voreiliger Schwarzmalerei: "Dass sich die aktuelle Eintrübung der Konjunktur auch auf das Innovationsklima auswirkt, war zu erwarten. Wir sollten uns jedoch auf unsere Stärken verlassen. Gerade jetzt müssen wir in Forschung und Entwicklung investieren, um die Zukunft Deutschlands und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie zu sichern." Auch VDI-Präsident Professor Bruno O. Braun vertraut den heimischen Unternehmen: "Ich bin optimistisch, dass die Autoindustrie mit erfolgreichen Innovationen aus der Absatzkrise kommen wird." Negative Auswirkungen auf den Ingenieurarbeitsmarkt sind nach der Einschätzung Brauns vorerst nicht zu befürchten.
(Bonn) - Die negative Entwicklung auf den Sekundärrohstoffmärkten ist noch nicht gestoppt. Eine Beruhigung der Situation kann nach Meinung des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. nur dann eintreten, wenn die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft eine andere Richtung nimmt. Wie bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock deutlich macht, gilt diese Einschätzung im Grundsatz für Altpapier, Kunststoffe und Schrotte.
(Berlin) - Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsbereichen sieht die Branche der Erneuerbaren Energien keine grundsätzliche Bedrohung ihrer Entwicklung durch die schlechte weltwirtschaftliche Lage. "Als Rückgrat einer nachhaltigen Energieversorgung liefern wir unverzichtbare Produkte, können in den meisten Bereichen auf sichere Rahmenbedingungen setzen und haben durch eine Vielzahl kleiner und mittlerer Akteure eine breite Risikostreuung", benannte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Björn Klusmann, gestern (15. Dezember 2008) bei dem von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel anberaumten Spitzengespräch die entscheidenden Argumente für eine relativ optimistische Einschätzung der Branche. Dennoch gelte es aufgrund der aktuellen Finanzkrise bestehende Risiken abzuwenden, die vor allem in schlechteren Konditionen bei der Kreditvergabe lägen.
(Frankfurt am Main) - "Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler fit für das Leben machen, indem wir ihre Fähigkeiten und Stärken individuell bestmöglich fördern. Das Augenmerk muss dabei auf ihre Fortschritte, nicht auf ihre Defizite gerichtet sein", sagte Benno Moosmüller, stellvertretender Schulleiter der Hessenwaldschule in Weiterstadt, beim 12. Bildungsforum "Selbstständige Schule 2015" der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) in Frankfurt. Das Lernkonzept der Hessenwaldschule "Fit für das Leben machen", das seit drei Jahren in der Praxis erprobt werde und in sechs Jahren in allen Schulformen und Klassen umgesetzt sein soll, entspreche den grundlegenden Vorstellungen der VhU über Bildung, Bildungsstandards und Orientierung an individuellen Kompetenzen. "Auf die weiteren Erfahrungen und Ergebnisse der Hessenwaldschule sind wir sehr gespannt, da in Weiterstadt erprobt wird, was mit der von der Kultusministerkonferenz verbindlich zugesicherten Einführung von Bildungsstandards bis 2011 auf alle hessischen Schulen zukommt", sagte Jörg E. Feuchthofen, Geschäftsführer für Bildungs- und Gesellschaftspolitik der VhU.
(Frankfurt am Main) - Die an libreka! teilnehmenden Verlage haben jetzt die Möglichkeit, Nutzungsstatistiken für ihre in libreka! eingestellten Titel abzurufen. "Die Zahl der Zugriffe auf libreka! steigt stetig. Mit den Nutzungsstatistiken wird jetzt für die Verlage transparent, welche ihrer Titel wie häufig aufgerufen werden", sagt Ronald Schild, Geschäftsführer der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH. Über die Verwaltungsoberfläche, das libreka!- Back-Office, können sich die Verlage beispielsweise eine Liste ihrer meistgenutzten Bücher oder der am häufigsten aufgerufenen Autoren anzeigen lassen. Es besteht außerdem die Möglichkeit nach Themen, also nach Warengruppen, zu selektieren. Abgerufen werden die Statistiken nach Woche, Monat, Quartal oder Jahr. Die Anzahl der Zugriffe auf das jeweilige Verlagsprogramm wird in Prozentzahlen angezeigt. Eine Ausweitung der Funktionalitäten der Statistik erfolgt im kommenden Jahr 2009.
(Berlin) - Der Plan der Bundesregierung, bis zum Jahr 2011 keine Neuverschuldung mehr zu produzieren, wurde nun sang- und klanglos über Bord geworfen und statt dessen die Nettokreditaufnahme des Bundeshaushalts 2009 auf 18,5 Milliarden EURO erhöht. Als Begründung wurden die negativen Folgen der Finanzkrise angegeben. Vergessen wurden jedoch die noch bis Ende des Jahres 2009 geplanten Steuermehreinnahmen von 17 Milliarden EURO, die auch nicht durch die nun zu erfolgende Rückerstattung der Pendlerpauschale wieder ausgegeben werden müssen. Die Bundesregierung plant neue zusätzliche Ausgaben und diese können nur über zusätzliche Schulden finanziert werden.
(Berlin) - "Durch ein neues Vergaberecht drohen Sanktionen des Europäischen Gerichtshofes, die mit immensen Belastungen für die Steuerzahler verbunden wären. Die Pläne der Koalition verstoßen gegen europäische Vorgaben, sollte sie Kooperationen der Kommunen untereinander von der öffentlichen Ausschreibungspflicht befreien." Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf mit Blick auf die bevor stehenden Ausschussberatungen zur Reform des Vergaberechts im Bundestag am kommenden Mittwoch (17. Dezember 2008). "Jeder einzelne Beschaffungsvertrag wäre rechtswidrig und müsste rückabgewickelt werden."
(Berlin) - Zum vorgestrigen (14. Dezember 2008) Meinungsaustausch bei Kanzlerin Angela Merkel erklärte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Montag (15. Dezember 2008) in Berlin: "Das vorgestrige (14. Dezember 2008) Gespräch im Kanzleramt war eine wichtige Etappe zur hoffentlich konsequenten und umfangreichen staatliche Förderung von Konjunktur und Konsum sowie zur Beschäftigungssicherung."
(Berlin) - Die Gesamtaufwendungen der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung (FuE) sind 2007 um 2,8 Prozent auf 53,5 Mrd. Euro gestiegen. 2008 belaufen sich die FuE-Ausgaben nach den Planungen der Unternehmen auf 56,8 Mrd. Euro, ein deutlicher Anstieg um 6,2 Prozent gegenüber 2007. Für 2009 rechnen die Unternehmen bisher mit einer weiteren Anhebung um mehr als 5 Prozent auf 59,3 Mrd. Euro. Die Angaben beruhen auf einer Erhebung des Stifterverbandes bei 30.000 Unternehmen aus der ersten Jahreshälfte.






