Verbands-Presseticker
(Berlin) - Die energiesparende Modernisierung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses kostet rund 45.000 Euro, erklärte Lutz Freitag, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Bei einem Mehrfamilienhaus mit 860 Quadratmetern würden die Kosten gut 180.000 Euro betragen. Dabei handele es sich aber nur um die energetische Modernisierung, also die Erneuerung von Gebäudehülle und Heizung. Um darüberhinaus auch einen modernen Wohnstandard bieten zu können, wie z. B. ein zeitgemäßes Bad, einen Balkon oder einen Fahrstuhl, müsse noch mehr Geld in die Hand genommen werden.
(Bayreuth) - "Die bayerische Staatsregierung setzt mit dem gestern (8. Juli 2008) beschlossenen Innovationspaket `BayernFIT - Forschung, Innovation, Technologie´ die richtigen Impulse für die Weiterentwicklung des Freistaats", so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans F. Trunzer. "Allerdings ist das Gesamtergebnis für Oberfranken unbefriedigend", der Regierungsbezirk erhalte nur 28,75 von insgesamt 490 Millionen Euro. "Damit steht Oberfranken mit der Oberpfalz am Ende aller bayerischen Regierungsbezirke", stellt der IHK-Hauptgeschäftsführer fest.
(Düsseldorf) - Etwa 41.000 Kinder eines Jahrgangs in Deutschland laufen Gefahr aufgrund von Sehstörungen ihr Leben lang auf einem Auge schwachsichtig zu bleiben. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. In den allermeisten Fällen können Augenärzte aber wirksam eingreifen, vorausgesetzt die Behandlung setzt früh genug ein. Während der Woche des Sehens vom 9. bis 15. Oktober informieren Augenärzte in ganz Deutschland über das Thema.
(Frankfurt am Main) - Ein Schritt in den Ökosozialismus zu Lasten des Straßengüterverkehrs und des Verbrauchers. So lautet das Urteil des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. zu den gestern (8. Juli 2008) vorgelegten Vorschlägen der EU-Kommission zur Anlastung externer Kosten (nur) im Straßengüterverkehr. Die Kommission schlägt vor, nicht nur die Autobahnmaut für Lkw ab 12 t auf alle Straßen und auf alle Lkw über 3,5 t auszudehnen. Vielmehr soll den Mitgliedsstaaten auch erlaubt werden, das Transportgewerbe zusätzlich mit kilometerabhängigen Luftverschmutzungs-, Lärm- und Staugebühren zu belasten.
(Eschborn) - Rund 50.000 Arbeitsplätze in überwiegend kleinen Unternehmen wurden im Jahr 2007 durch die RKW-Beratung geschaffen oder gesichert. Eine stolze Bilanz für die rund 2.100 Beraterinnen und Berater, die das RKW in mehr als 7.100 Betriebe geschickt hat.
(Frankfurt am Main) - Die Vorschläge der EU-Kommission zur Einrechnung von Umwelt- und Staukosten in die Lkw-Maut passen nicht in die derzeitige gesamtwirtschaftliche und politische Lage: Während die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel über Maßnahmen gegen die steigenden Kraftstoff- und Verbraucherpreise sprechen, Bundeswirtschaftsminister Glos den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund der drastisch gestiegenen Spritpreise befürchtet, der Bundesverband der Transportunternehmen durch die hohen Dieselpreise vor allem die Beschäftigung in kleinen und mittelständischen Unternehmen in Gefahr sieht und der DIHK die Rücknahme der Lkw-Maut-Erhöhung ab 2009 fordert, präsentiert Brüssel jetzt einen Richtlinienvorschlag, der die Lkw-Maut und damit die bereits hohen Transportkosten noch zusätzlich deutlich verteuern würde. Wer den Hebel in diese Richtung umlegt, beschleunigt den Preisauftrieb und wird den politischen Herausforderungen alles andere als gerecht, betonte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
(Berlin) - Die gestern (8. Juli 2008) vom Europäischen Parlament angenommene Richtlinie zur Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel wird von der deutschen Luftverkehrs- und Tourismuswirtschaft in der vorliegenden Form abgelehnt. Sie beeinträchtigt nachhaltig die Wirtschaftlichkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Wegen der fehlenden internationalen Umsetzung verfehlt die Richtlinie außerdem die angestrebten Klimaziele.
(Bonn) - Die Einlagerung von Getreide zum jetzigen Zeitpunkt nach Vorbild der Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IAEA) stößt beim Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM), Bonn, auf Kritik: Wird wie beabsichtigt Getreide von den G 8-Staaten eingelagert, führt dies zu einer weiteren Verknappung der weltweiten Bestände und damit angesichts der niedrigen Vorräte zu Preissteigerungen, erklärt VDM-Geschäftsführer Manfred Weizbauer. Im Vorfeld des derzeit im japanischen Tokayo tagenden G 8-Gipfels war bekannt geworden, dass sich Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Russland, USA und Kanada in einer Abschlusserklärung darauf einigen wollen, in jedem Land eine bestimmte Menge an Getreide vorzuhalten. Auf diese Weise wollen die Regierungen bei künftigen Preiskrisen marktregulierend eingreifen.
(Berlin) - Für den Transport von Kleinkindern im Flugzeug gibt es ab dem 16. Juli 2008 neue Bestimmungen durch die EU. Danach dürfen Kinder bis zum Alter von zwei Jahren in einem von der jeweiligen Fluggesellschaft akzeptierten Kindersitz transportiert werden, wenn für sie ein eigener Sitzplatz gebucht wurde. Alternativ ist es durch Erlaubnis der EU-Kommission unter Zustimmung von 26 EU-Ländern und deren Sicherheitsbehörden gestattet, das Kind mit Hilfe eines so genannten Schlaufengurtes oder Loop-Belt auf dem Schoß der Eltern zu befördern. Die gegenwärtige Praxis, ein Kind durch Festhalten auf dem Schoß eines Erwachsenen reisen zu lassen, wird durch die neue Regelung künftig eingeschränkt.
(Köln) - Die Entsorgergemeinschaft der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. (EdDE) hat mit Bedauern zur Kenntnis genommen, dass nach verschiedentlichen Vorfällen umstrittener Abfallverbringung behördlicherseits pauschale Zweifel am Wert der Entsorgungsfachbetriebezertifizierung geäußert wurden (siehe EUWID Nr. 27 vom 01.07.2008). Aus diesem Anlass weist die EdDE darauf hin, dass die Entsorgungsfachbetriebezertifizierung in der mittlerweile nun über 10 jährigen Praxis sich als Erfolgsmodell ohne Beispiel bewiesen hat. Nicht nur, dass sich bundesweit insgesamt über 6000 Entsorgungsstandorte freiwillig entsprechend der Anforderungen der Entsorgungsfachbetriebe-Verordnung zertifizieren ließen. Viele Unternehmen haben bereits in der Vorbereitung zur Entsorgungsfachbetriebebegutachtung und bei dem Audit selber mögliche betriebliche Schwachstellen, sei es in der betrieblichen Dokumentation, der Nachweisführung, dem Versicherungsschutz, der Fach- und Sachkunde des Personales erkannt und dem entsprechend Veränderungen herbeigeführt. Dies alles hat zu einer deutlichen Verbesserung der betrieblichen Abläufe, vermehrter Transparenz und klar definierter Stoffstromdokumentation und damit letztlich auch der Gesamtdienstleistung in zahlreichen Entsorgungsunternehmen geführt. Damit wurde ein wesentliches Ziel der Entsorgungsfachbetriebezertifizierung bereits erreicht. Aber auch die Behörden konnten und können von einer ordnungsgemäßen Zertifizierung profitieren. Denn vor jeder Zertifizierung werden die Behörden informiert, die Genehmigungslagen geklärt und z. T. auch mit den Behörden gemeinsam ein aktueller Stand herbeigeführt. Aufgrund der jährlichen Überwachung kann das Entsorgungsfachbetriebe-Zertifikat helfen, die immer geringer werdende Zahl verfügbarer Arbeitskräfte auf Behördenseite für wichtigere Aufgaben in der Aufsicht zu entlasten. Die Erfahrungen der EdDE belegen zudem, dass der regelmäßige Kontakt und Austausch dazu beiträgt, dass Instrument des Entsorgungsfachbetriebes für alle Seiten als ein hilfreiches Überwachungsinstrument zu nutzen.





