Verbands-Presseticker
(Frankfurt am Main) - 327 Pflanzenschutz-Wirkstoffe sollen, wie Greenpeace gestern (7. Februar 2008) fordert, verboten werden. Etwa die Hälfte davon ist auch in Europa zugelassen. Die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels bedeutet, dass es bei korrekter Anwendung keine Risiken für Mensch und Umwelt birgt, erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler vom Industrieverband Agrar e. V. (IVA). Greenpeace bewertet dagegen den konzentrierten Stoff. Legt man die dabei verwendeten Kriterien zugrunde, müsste man auch die Vitamine A und D verbieten.
(Berlin) - Zahnärzte und Ärzte müssen an ihrem 68. Geburtstag ihre Kassenzulassung abgeben und dürfen nur noch privatärztlich tätig sein oder Praxisvertretungen wahrnehmen. Das Bundessozialgericht (BSG) hat gestern (6. Februar 2008) die Hoffnung vieler betroffener Ärzte und Zahnärzte auf eine gerichtliche Wiederherstellung ihrer Berufsfreiheit zerstört und somit die Zwangspensionierung bis auf weiteres festgeschrieben. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) hatte Musterklagen gegen die Altersgrenze initiiert. "Alle Menschen sind gleich, nur manche sind (un)gleicher!", so kommentierte (frei nach George Orwell) der Bundesvorsitzende des FVDZ, Dr. Karl-Heinz Sundmacher, das jetzt bekannt gewordene Urteil.
(Berlin) - Mit völligem Unverständnis reagierte der Paritätische Wohlfahrtsverband auf die Ankündigung der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Christel Humme, dass das Gesetzgebungsverfahren zur Kinderförderung "auf Eis" gelegt sei. Der Verband appelliert an die Verantwortung der Koalitionspartner, durch die zügige Verabschiedung des Kinderförderungsgesetzes Planungssicherheit für Kommunen und Praxis zu schaffen. Statt der Einführung eines Betreuungsgeldes schlägt der Paritätische eine spürbare Erhöhung des Kindergeldes für alle vor.
(Köln) - Metropolen gelten gemeinhin als gutes Pflaster für Arbeitssuchende. Hamburg meldet 24.000 offene Stellen, Frankfurt am Main 22.000 und Berlin-Mitte 16.000. Das häufig als Jobmekka bezeichnete München kommt dagegen "nur" auf 14.000 Vakanzen.
(Hamburg) - Immer mehr Hamburger Zahnärzte bieten ihren Patienten notgedrungen Zahnersatz aus Fernost an und steigen auf preiswertere Legierungsformen für Kronen und Brücken um. Dies ist ein Ergebnis des Januar-Politbarometers der Hamburger Zahnärzte. Die wirtschaftliche Lage vieler unserer Patienten und andere Aspekte zwingen aber leider viele meiner Kolleginnen und Kollegen zu diesen unerfreulichen Zugeständnissen, erklärte dazu Dr./RO Eric Banthien, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hamburg.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Aufhebung der Todesstrafe gegen den iranischen Journalisten Adnan Hassanpour und seine sofortige Freilassung. Das hat DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken in einem Schreiben an den iranischen Justizminister Mahmoud Hashemi Sharoudi deutlich gemacht. Das iranische Rechtswesen dürfe nicht die international anerkannte Meinungsfreiheit missbrauchen, heißt es in dem Schreiben. "Ich appelliere an den iranischen Justizminister", erklärte Konken, "den Kollegen Hassanpour zu begnadigen."
(München) - Angesichts rückläufiger Baugenehmigungen in Bayern und fehlendem Wohnraum in Ballungszentren warnt der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) vor übermäßiger staatlicher Regulierung. "Bereits durchgeführte und gegenwärtig geplante Änderungen der Bayerischen Bauordnung sorgen für Zurückhaltung beim Wohnungsneubau", mahnt Verbandsdirektor Xaver Kroner.
(Bremen) - Die erneut geäußerte Einschätzung des Finanzwissenschaftlers Professor Helmut Seitz zur Haushaltsnotlage Bremens und den Chancen der Föderalismuskommission II ist nach Auffassung der Handelskammer in geradezu fahrlässiger Weise oberflächlich und missachtet den aktuellen Stand der Finanzwissenschaft in Deutschland. In seiner Beurteilung der bremischen Situation müsse Seitz auch die nicht leistungsgerechte Steuerverteilung des bestehenden Finanzsystems benennen.
(Stuttgart) - Die Kommunen können künftig mehr Aufträge ohne öffentliche Ausschreibung vergeben. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) begrüßt die neuen höheren Wertgrenzen als spürbare Entlastung von vergaberechtlicher Bürokratie im Interesse der einheimischen Wirtschaft und als Stärkung der regionalen Vergabemöglichkeiten.
(Frankfurt am Main) - Die Zahl der Certified Conference Hotels wächst rapide an. Anfang Januar erhielt das NH Frankfurt/Mörfelden als 150. Hotel in Deutschland das begehrte Prüfsiegel. Auch vier weitere ausgesuchte Tagungshotels der Gruppe, das NH Berlin-Potsdam, das NH Düsseldorf City Nord, das NH Leipzig Messe und das NH München-Dornach, gehören jetzt zum Kreis der Konferenzhotels, die Veranstaltungsplanern Sicherheit durch einen neutralen Prüfprozess bieten. Dem NH Düsseldorf City-Nord zum Beispiel bescheinigte der Prüfer optimale Tagungsräume, große Zimmer, schneller Service und gute Erreichbarkeit.


