Verbands-Presseticker
(München) - Abends noch feuchtfröhlicher Spaß als Hexe oder Clown, am nächsten Morgen Ernüchterung bei der Verkehrskontrolle. Restalkohol, so der ADAC, ist der meist unterschätzte Grund, den Führerschein während der fünften Jahreszeit zu verlieren. Zwar lassen die meisten Autofahrer ihren Pkw nach durchzechter Nacht stehen. Die Geschwindigkeit des Alkoholabbaus beträgt jedoch nur 0,1 Promille pro Stunde. Wer also bis spät in die Nacht feiert und auf Alkohol nicht verzichtet, ist häufig auch am nächsten Morgen noch nicht fahrtüchtig.
(Berlin) - Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgericht (1 BvL 10/02) muss der Gesetzgeber das Erbschaftssteuerrecht neu regeln. Erben von Wohnungen oder Häusern werden im Regelfall spätestens ab 2009 höhere Erbschaftssteuern zahlen müssen als bisher. Allerdings darf der Gesetzgeber den Erwerb von Grundvermögen aufgrund von Erbschaft oder Schenkung auch künftig begünstigen.
(Berlin) - Wenn der Staat für Sicherheit sorgen will, geht das heute nicht mehr ohne digitale Hilfe. Telefonie- und Internetanbieter machen den Ermittlern immer häufiger ihre Daten und Leitungen zugänglich dazu sind sie gesetzlich verpflichtet.
(Berlin) - Bundeskanzlerin Angela Merkel drohe als EU-Ratspräsidentin beim von ihr zum politischen Schwerpunkt erhobenen Klimaschutz zu scheitern. Davor warnte heute der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nach einem Monat deutscher Ratspräsidentschaft. Wenn sich Merkel nun gemeinsam mit der deutschen Autoindustrie gegen die von der EU-Kommission geplanten Verbrauchslimits für neue Pkw stelle, gefährde dies das Ziel einer Begrenzung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor.
(Berlin) - Vor 50 Jahren, am 31. Januar 1957 wurde die Wissenschaftsförderung der Deutschen Brauwirtschaft e.V. (Wifö), damals noch unter dem Namen Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Brauwissenschaft, in Stuttgart aus der Taufe gehoben. Mit den Zielen, das hervorragende Niveau der deutschen Brauwissenschaften wiederherzustellen und die praxisorientierte Forschung zum Nutzen der Brauerein zu fördern, beschloss der Deutschen Brauer-Bund die Gründung einer solidarischen Gemeinschaftsforschung unter seinem Dach.
(Bonn) - Anlässlich der derzeit in Dortmund stattfindenden Messe Jagd und Hund kritisiert der Deutsche Tierschutzbund die selbstgerechte Darstellung der Jagdveranstalter. Diese verstünden die Jagd überwiegend als Freizeit- und Reisevergnügen, so der Verband in Bonn. Jährlich sterben beim Volksport Jagd mehr als fünf Millionen Wildtiere, obwohl es für den Abschuss der meisten jagdbaren Tierarten keinerlei ökologische Notwendigkeit gibt. In gleicher Weise gelte dies für den Abschuss von etwa 200.000 frei laufenden Hunden und Katzen pro Jahr. Angesichts der vorhandenen Missstände zu Lasten des Tierschutzes erneuert der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einer grundlegenden Novellierung des deutschen Jagdrechtes.
(Berlin) - Die bekannte und beliebte WDR-Moderatorin Bettina Böttinger wird den 5. Deutschen Hörfilmpreis präsentieren. Die Preisverleihung findet am 21. März 2007 in Berlin statt. Schirmherr ist wieder Mario Adorf, der den Preis seit der ersten Verleihung persönlich übergibt. Höhepunkt des Abends wird neben der Preisverleihung selbst der Auftritt der blinden Sängerin Joana Zimmer sein. Die in Berlin lebende Künstlerin begeistert derzeit mit ihrem neuen Album The Voice In Me und insbesondere der daraus stammenden Single Bringing Down the Moon ihr Publikum.
(Köln) - Das Kombilohnmodell des Sachverständigenratsmitglieds Peter Bofinger bietet nicht den besten Weg, Geringqualifizierten auch bei niedrigem Verdienst ein angemessenes Einkommen zu sichern und sie damit besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Denn die Kombination aus Arbeitslosengeld II, Steuergutschrift und Kindergeldzuschlag bedeutet längst nicht in jedem Fall, dass ein höherer Bruttolohn auch zu einem höheren Nettoeinkommen führt. So kommt eine Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren sowohl bei einem Bruttoverdienst von 800 Euro als auch von 1.300 Euro im Monat jeweils auf ein verfügbares Einkommen von rund 1.200 Euro.
(Heppenheim) - Alles andere als unabhängig - so beurteilt die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) die neu gegründete Unabhängige Patientenberatung. Die angekündigte kostenlose Beratung wird über den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen in einem Modellvorhaben nach § 65 b des fünften Sozialgesetzbuches gefördert.
(Bonn) - Nachdem EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou gestern, am 30. Januar 2007, in Brüssel eine Zusammenfassung möglicher Maßnahmen zum Schutz vor dem Passivrauchen vorgelegt hatte, kommt auch in Deutschland wieder Bewegung in die Debatte um Rauchverbote.




