Auftragsentwicklung: Familienunternehmer gehen optimistisch ins erste Quartal / Adenauer: Offene Stellen bei 30,7 Prozent der Unternehmen zeigen Fachkräftemangel / Noch keine Anzeichen für "Kreditklemme"
(Berlin) - DIE FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER bewerten die Auftragslage im ersten Quartal 2010 verhalten positiv: 68 Prozent als "befriedigend", immerhin schon 27 Prozent als "gut" oder "sehr gut". "Die Krise ist noch nicht überwunden. Deshalb werden derzeit von unseren Mitgliedern auch die konjunkturbedingten Absatzprobleme als größtes Investitionshemmnis genannt. Aber das Umfrageergebnis kündigt die wirtschaftliche Erholung an. 14,1 Prozent der Unternehmen, die ihre Belegschaften reduzieren wollen, stehen 15,6 Prozent gegenüber, die schon eine Erhöhung planen. Besonders interessant für den Arbeitsmarkt: 30,7 Prozent der Betriebe haben offene Stellen. Das bedeutet: der Fachkräftemangel ist weiterhin akut", sagte Patrick Adenauer, Präsident von DIE FAMILIENUNTERNEHMER.
"Unsere Mitglieder fordern eine in sich schlüssige und langfristig berechenbare Finanz- und Wirtschaftspolitik. Vordringlich sind für sie Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität und der Eigenkapitalquote. Die Zurücksetzung des Zahltermins für die Sozialversicherungsbeiträge würde den Unternehmen am schnellsten Liquidität zurückgeben. Eine Ausweitung des Verlustrücktrags und die Einführung der Abzugsfähigkeit auch von Eigenkapitalzinsen würde ihre Kapitalbasis stärken und krisensicherer machen", unterstrich Adenauer.
Vor dem Hintergrund der Debatte über eine "Kreditklemme" ist interessant: Die Kreditkosten sind für 19,2 Prozent der Unternehmen gestiegen, für 65,3 gleich geblieben und 12,0 gesunken. Adenauer: "Daraus lässt sich keine Kreditklemme ableiten. In einer Krise steigen die Kreditkosten eigentlich immer. Es gilt deshalb, den Kreditmarkt in den nächsten Monaten genau im Blick zu behalten. Sensibilität ist angebracht, zu Alarmismus besteht kein Anlass."
Trotz Krise stehen die Familienunternehmen in Deutschland auch zu ihrer Verantwortung auf dem Ausbildungsmarkt. Über 70 Prozent der Unternehmer werden ihre Ausbildungsplätze in 2010 gegenüber dem Vorjahr nicht reduzieren oder sogar noch ausweiten.
Die weiteren Ergebnisse der Umfrage, an der sich im Januar 464 Unternehmer beteiligt haben, finden Sie hier:
http://www.familienunternehmer.eu/wir-tun/befragen/i/quartalsumfrage-i2010/m_b//j_b//m_v//j_v//pointer//kategorie.html.
Quelle und Kontaktadresse:
Die Familienunternehmer - ASU e.V. (ASU), Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charlottenstr. 24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300650, Telefax: (030) 30065390
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