Griechenland: Familienunternehmer fordern Beteiligung der Alt-Gläubiger an Sanierung / Adenauer: Bundesregierung muss vor Freigabe des 30-Mrd-Kredits wichtige Fragen klären
(Berlin) - DIE FAMILIENUNTERNEHMER fordern eine Beteiligung der Alt-Gläubiger, die griechische Staatsanleihen halten, an der Sanierung des Landes. "Bevor wir Steuerzahler für die enormen Risiken aus dem 30-Milliarden-Paket haften, müssen die Alt-Gläubiger in die Haftung genommen werden. Warum hat das nicht schon vor der gestrigen (11. April 2010) Beschlussfassung stattgefunden? Dafür ist es allerdings noch nicht zu spät: die Regeln des in die Sanierung eingeschalteten IWF sehen einen Forderungsverzicht durch Alt-Gläubiger vor. Dieser muss jetzt konsequent durchgesetzt werden. Man kann nicht jahrelang von Risikoaufschlägen bei den Zinsen profitieren und sich dann wegducken, wenn das Risiko Realität wird. Notfalls muss die Bundesregierung ihr Veto einlegen - wenn es sein muss auch allein", forderte Patrick Adenauer, Präsident von DIE FAMILIENUNTERNEHMER.
Die Bundesregierung muss zuvor wichtige Fragen klären: "Wie will die Euro-Zone weitere Hilfspakete für Griechenland und vor allem auch weitere Euro-Länder "auf der Kippe" wie Spanien verhindern? Welche konkreten Änderungen in den europäischen Verträgen sollen zukünftig derartige Vertragsbrüche verhindern und Vertrauen zurückgewinnen? Wie kann der aus dem Bruch des Maastricht-Vertrages folgende Verfassungsbruch gegen das Maastrichturteil des Bundesverfassungsgerichts geheilt werden?"
Quelle und Kontaktadresse:
Die Familienunternehmer - ASU e.V. (ASU), Bundesgeschäftsstelle
Klaus-Hubert Fugger, Pressesprecher
Charlottenstr. 24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 300650, Telefax: (030) 30065390
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