NABU-Stellungnahme zu heutigen (21. Januar 2010) Atomgesprächen im Kanzleramt / Tschimpke: Regierung will Haushaltsloch mit Atommilliarden stopfen
(Berlin) - NABU-Präsident Olaf Tschimpke erklärt zu den heutigen (21. Januar 2010) Verhandlungen zwischen Bundesregierung und Atomkonzernen über eine Laufzeitverlängerung für die Atommeiler:
"Offenbar will die Bundesregierung den Bürgern die bereits verkündete Laufzeitverlängerung für Atommeiler um jeden Preis schmackhaft machen: Förderung von erneuerbaren Energien, Senkung der Strompreise, Stopfen von Haushaltslöchern - für all das sollen die erwarteten Atomgewinne fließen. Doch darauf wird die Bevölkerung nicht reinfallen. `Strahlen fürs Staatssäckel´ oder `Sicherheitsrisiken statt Haushaltsrisiken´ - das ist nicht das Motto einer mehrheitsfähigen Energiepolitik."
"Geld sollten die Atomkonzerne trotzdem ins Kanzleramt mitbringen. Für die milliardenteure Sanierung des Atommülllagers Asse sind sie mitverantwortlich. Hier muss Kanzlerin Merkel die Konzerne in die Pflicht nehmen, und zwar ohne die Laufzeiten für ihre Atomkraftwerke zu verlängern. Wir brauchen keine Rolle rückwärts bei der Atomenergie und noch mehr verstrahlten Müll", so Tschimpke.
Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Pressestelle
Charitéstr. 3, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284 984-0, Telefax: (030) 284 984 - 20 00
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