Pressemitteilung | DIE JUNGEN UNTERNEHMER
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Unternehmertag: Ostermann fordert Abschaffung der Kostenbesteuerung / Rede von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und weitere hochkarätige Vorträge

(Berlin/Frankfurt) - Auf dem Unternehmertag des Verbandes DIE JUNGEN UNTERNEHMER, der am Donnerstag (25. Februar 2010) in Frankfurt am Main stattfand, hat sich die Bundesvorsitzende Marie-Christine Ostermann für eine konsequente Wachstumspolitik mit Steuersenkungen ausgesprochen, um die Eigenkapitalbasis der Unternehmen in der Krise zu stärken. In diesem Zusammenhang forderte sie, die Kostenbesteuerung bei der Gewerbesteuer komplett zu streichen. "Die Kostenbesteuerung muss unbedingt abgeschafft werden", sagte Ostermann vor rund 300 jungen Unternehmern im Hermann-Josef-Abs-Saal der Deutschen Bank. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gab in seiner Gastrede der Verbandschefin bei ihrer Kritik an der Kostenbesteuerung Recht. Das deutsche Steuerrecht insgesamt kritisierte er als eigenkapitalfeindlich. Brüderle legte in seiner Rede zudem ein klares Bekenntnis zur Abschaffung der Erbschaftssteuer ab.

Ostermann forderte außerdem, die Gewerbesteuer künftig durch eine Kommunalsteuer zu ersetzen. Eine solche Steuer, die einen eigenen kommunalen Hebesatz für Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer vorsieht, sei weniger stark von konjunkturellen Schwankungen abhängig wie die bisherige Gewerbesteuer. Eine konsequente Wachstumspolitik, so Ostermann, müsse überdies verbunden werden mit einem strikten Sparkurs und Reformen im Bereich der sozialen Sicherungssysteme. "Wir brauchen mehr Eigenverantwortung und Wettbewerb", sagte die Bundesvorsitzende der JUNGEN UNTERNEHMER. Ostermann lobte zudem Brüderles Bemühungen um ein so genanntes Entflechtungsgesetz. Ein "Too big to fail" ("zu groß, um zu scheitern) dürfe es nicht mehr geben. Mit Blick auf die Wirtschaftskrise sagte Ostermann: "Nie wieder soll das Geld künftiger Generationen für kranke Riesen aller Art ausgegeben werden."

Brüderle verteidigte in seiner Rede das Wachstumsbeschleunigungsgesetz der Bundesregierung. Hier sei es gelungen, erste Korrekturen bei der Erbschafts- und Unternehmenssteuer vorzunehmen. Ohne mehr Wachstum werde man auch die öffentlichen Haushalte nicht konsolidieren können. Wie Ostermann sprach sich auch Brüderle für eine Stärkung der Eigenverantwortung der Bürger aus. Diese sollten eigenverantwortlich darüber entscheiden können, wie sie ihr hart erarbeitetes Geld verwendeten. Brüderle forderte außerdem eine neue Gründerkultur in Deutschland und mehr Mut zur Selbstständigkeit. Der Staat sei nicht der bessere Unternehmer.

Der traditionelle Unternehmertag von DIE JUNGEN UNTERNEHMER bot auch in diesem Jahr wieder ein hochkarätiges Programm zu unternehmerischen und politischen Themen. Zu den Rednern zählten auch Patrick Adenauer, Präsident von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Jürgen Fitschen, Mitglied des Vorstands Deutsche Bank AG, sowie Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub. Weiter Referenten waren: Christoph Harras-Wolff, geschäftsführender Gesellschafter Dr. Kurt Wolff GmbH & Co. KG und Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel; Hubertus Bessau, geschäftsführender Gesellschafter mymuesli GmbH; Professor Simon Hoerstrup, UniversitätsSpital Zürich; Professor Holger Hagge, Global Head of Building & Workplace Development Deutsche Bank AG sowie Gunnar Wöbke, geschäftsführender Gesellschafter Skyliners GmbH. Eine Baustellenbesichtigung der Greentowers der Deutschen Bank und eine After Work Party in der Westhafen Pier 1 rundeten das Veranstaltungsprogramm ab.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Junger Unternehmer der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (BJU) Sebastian Harnisch, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Charlottenstr. 24 - Tuteur Haus, 10117 Berlin Telefon: (030) 300650, Telefax: (030) 30065-490

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