Verbands-Presseticker
(Hannover) - Mit mehr als 150 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Elternvertretungen und Verbänden diskutierte der SoVD (Sozialverband Deutschland) bei einer Fachtagung in Hannover über die gemeinsame Bildung von behinderten und nichtbehinderten Kindern. "Wir freuen uns, dass mit Dr. Peter Wachtel ein hochrangigen Vertreter des Niedersächsischen Kultusministeriums an unserer Veranstaltung und der Podiumsdiskussion teilnimmt", sagte SoVD-Landesvorsitzender Adolf Bauer. Damit signalisiere der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann, dass er seine Ankündigung, die Inklusion zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit zu machen, ernst meine. "Herr Althusmann kann sich aber sicher sein, dass wir ihn bei diesem wichtigen Thema nicht aus der Verantwortung entlassen und ihn mit seinem vollmundigen Versprechen beim Wort nehmen. Jetzt muss er Taten folgen lassen" forderte Bauer, der auch Präsident des SoVD-Bundesverbandes ist.
(Frankfurt am Main) - IG-BAU-Chef befürchtet "graue Wohnungsnot": Der Wohnungsmarkt in Deutschland ist nach Ansicht des Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Klaus Wiesehügel, nicht auf die demographische Entwicklung vorbereitet.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat zu einer sachlicheren Berichterstattung über die aktuelle Finanzkrise in Europa aufgerufen. Die Medien sollten sich stärker auf ihren Informationsauftrag besinnen, mahnte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: "Es schadet der Glaubwürdigkeit des Journalismus, wenn komplexe finanzpolitische Ereignisse mit der Fieberkurve hysterisierender Erregung dargestellt werden. Wenn in einigen Boulevard-Zeitungen von `Pleite-Griechen´ die Rede ist, verwechseln sie Zuspitzung mit Diffamierung." Schuldzuweisungen gegen griechische Bürger vertrügen sich nicht mit der Aufgabe des Journalismus, zu informieren und Hintergründe zu vermitteln. Dazu gehöre, über die Ursachen der Staatsverschuldung ebenso zu berichten wie über die Auswirkungen der Eindämmungsversuche auf jeden einzelnen. Gerade vor dem Hintergrund wachsender Verunsicherung müssten sich die Medien ihres Informationsauftrags bewusst sein. "Die Leser und Zuschauer erwarten von uns Journalistinnen und Journalisten den Rohstoff zur Meinungsbildung und keine plumpe Panikmache."
(Berlin) - "Es ist an der Zeit, dass die Politik sich um die Pflicht und nicht nur um die Kür kümmert", sagte Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, heute (5. Mai 2010) in der öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, in dem mit Experten über den Bericht zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Deutschland diskutiert wurde. "Der Bericht enthält eine umfassende Bestandsaufnahme der Immobilien- und Wohnungswirtschaft in Deutschland und hat, obwohl er noch zu Zeiten der alten Bundesregierung erstellt wurde, nicht an Aktualität eingebüßt. Um sich den aktuellen Herausforderungen wie den Auswirkungen der Finanzkrise, dem Klimaschutz und dem demografischen Wandel zu stellen, müssen jetzt aber die richtigen Weichen gestellt werden."
(Düsseldorf) - Wie bereits im letzten Jahr, so verliefen auch in diesem Jahr die schriftlichen Prüfungen im Zentralabitur an Gymnasien, Gesamtschulen und Weiterbildungskollegs völlig reibungslos.
(Köln) - Mit Unverständnis und scharfer Kritik reagiert die im BDH organisierte deutsche Heizungsindustrie auf die Aufkündigung des bisherigen schwarz-gelben Konsenses über die Förderungen der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt. "Durch den Förderstopp des Finanzministers werden nicht nur die Umweltpolitiker von FDP und CDU/CSU düpiert, sondern es werden auf einen Schlag Tausende von Arbeitsplätzen in unserer Branche gefährdet", kommentiert BDH-Präsident Klaus Jesse das Ende des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien.
(Berlin/Leipzig) - Wenn es wahr ist, was die Spatzen von den Dächern pfeifen, wird der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof den Bundesländern am Donnerstag (6. Mai 2010) in Berlin ein Gutachten präsentieren, das der so genannten Haushaltsabgabe zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks den Weg in die Rundfunkgesetzgebung ebnet. Der Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT) erklärte vor diesem Hintergrund heute (5. Mai 2010) auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig: "Es steht zu vermuten, dass Herr Prof. Kirchhof den Ländern nun schwarz auf weiß bescheinigt, dass sich eine Haushaltsabgabe verfassungskonform gestalten ließe. Wir würden einen Wechsel weg von dem völlig veralteten System der gerätegebundenen Abgabe außerordentlich begrüßen, denn es ist mehr als überfällig, dass die Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland auf eine neue Grundlage gestellt wird. Gleichzeitig muss klar sein, dass im Zuge dieses Modellwechsels an der von der Politik angekündigten öffentlich-rechtlichen Werbe- und Sponsoringfreiheit kein Weg mehr vorbei führt."
(Berlin) - "93 Prozent der über 65-Jährigen leben in ihrer angestammten Wohnung und wollen nicht in ein Heim", erklärte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen anlässlich des Startschusses zu den Modellvorhaben "Altersgerecht umbauen" im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin. Die Modellvorhaben sollen beispielhaft gute Lösungen beim Abbau von Barrieren im Wohnungsbestand und im Wohnumfeld aufzeigen und Vermieter wie Selbstnutzer motivieren, mit entsprechenden Investitionen die Wohn- und Lebensbedingungen für das Alter rechtzeitig und dauerhaft zu verbessern. Unter den Modellvorhaben befinden sich auch fünf Projekte von GdW-Unternehmen.
(Berlin) - "Das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder muss in Deutschland von der Ausnahme zur Regel werden", forderte der Präsident des Sozialverband Deutschland (SoVD) Adolf Bauer am Mittwoch (5. Mai 2010) während einer Fachtagung zur inklusiven Bildung in Hannover. Es gehe um nicht weniger als um die Verwirklichung von Menschenrechten für Kinder mit Behinderungen, stellte Bauer klar. Damit fasste der SoVD-Präsident die unter den bundesweit angereisten Tagungsteilnehmern vorherrschende Auffassung zusammen, wonach für die Umsetzung der inklusiven Bildung sehr großer Handlungsbedarf besteht.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband und die dju in ver.di haben vor dem Landgericht Hamburg einen weiteren Erfolg für Fotojournalisten über die Heinrich Bauer Achat KG errungen. Nach dem heutigen (5. Mai 2010) Urteil (Az. 312 O 703/09) sind wesentliche Regelungen in den neuen Bauer-Verträgen mit freien Fotojournalistinnen und -journalisten rechtswidrig und unwirksam, die der Verlag verwendete, nachdem ihm eine etwas andere Fassung bereits durch einstweilige Verfügung verboten worden war. Auch mit diesen Bedingungen ist der Verlag jetzt erstinstanzlich in erheblichem Umfang gescheitert. Zu den rechtswidrigen Passagen der Bauer-Konditionen gehören vor allem die Honorarbedingungen, die der Verlag zu Lasten seiner Freien ersonnen hatte.






