Verbands-Presseticker
(Berlin) - Am Ende ging es ganz schnell: Nur wenige Stunden nach der Tarifeinigung mit dem Universitätsklinikum Charité hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) gestern (29. September 2009) auch mit den DRK-Kliniken Berlin einen Tarifabschluss erreicht. In einer kurzfristig anberaumten Mitgliederversammlung beschlossen die Ärztinnen und Ärzte an den DRK-Kliniken ihren Streik auszusetzen. Der von MB-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag vorgestellte Tarifkompromiss wurde einstimmig angenommen. In den kommenden Tagen wird eine Urabstimmung unter den Mitgliedern des Marburger Bundes an den DRK-Kliniken Berlin durchgeführt, um den Streik auch formell zu beenden.
(Berlin) - Zu den Arbeitsmarktdaten für den Monat September erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Mittwoch (30. September 2009) in Berlin: "Die Septemberzahlen mit dem saisontypischen Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Arbeitsmarkt ab Herbst vor der Nagelprobe steht. Bisher hat die Arbeitsmarktpolitik verhindert, dass aus dem Konjunktureinbruch ein Beschäftigungseinbruch wird. Die rückläufigen Neuanzeigen für Kurzarbeit in den letzten Monaten lassen jedoch befürchten, dass eine Entlassungswelle auf uns zurollt."
(Berlin) - Während sich für die Sommerradler die Fahrradsaison langsam ihrem Ende zuneigt, lassen sich routinierte Alltagsradler auch von ungemütlicheren Witterungsbedingungen nicht aufhalten. Auch tendenziell nimmt der Anteil der Radler am Verkehrsaufkommen zu und liegt derzeit bundesweit bei zehn Prozent. Für Autofahrer bedeutet das, dass sie auch im Herbst und Winter mit Radfahrern rechnen müssen. Um ein gefahrloses Miteinander zu gewährleisten, rät der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) zu gegenseitiger Rücksichtnahme im Straßenverkehr.
(Berlin) - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die neue Bundesregierung aufgefordert, ein Sofortrettungsprogramm für die Städte und Gemeinden zu beschließen.
(Frankfurt am Main) - Für die rund 8.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Ostdeutschland tritt am 1. Oktober die 35-Stunden-Woche in Kraft. Das teilte die IG Metall am Mittwoch (30. September 2009) in Frankfurt mit. "Mit diesem Schritt wird die längst fällige Ost-West-Angleichung der tariflichen Arbeitsbedingungen in der ostdeutschen Stahlindustrie abgeschlossen", sagte Helga Schwitzer, Vorstandsmitglied der IG Metall und für Tarifpolitik zuständig. Die 35-Stunden-Woche sei eine wichtige soziale Errungenschaft der IG Metall und ihrer Mitglieder. Zwar werde eine pauschale Verkürzung der Arbeitszeit heute immer weniger der differenzierten Arbeitswelt und verschiedenartiger Beschäftigungsverhältnisse gerecht. Aber nach wie vor stünde die Verkürzung der Arbeitszeit als ein wichtiges Mittel der solidarischen Umverteilung von Arbeit auf der Tagesordnung, betonte Schwitzer und verwies als Beispiel auf die gegenwärtige Kurzarbeit in vielen Branchen und deren beschäftigungssichernde Wirkung. "Auch nach der Krise wird es darum gehen, ein schrumpfendes Arbeitsvolumen gerecht zu verteilen", sagte Schwitzer.
(Berlin) - Zu den heute (30. September 2009) veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA): Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit wie auch die jüngsten Prognosen zur Wirtschaftsentwicklung dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die neue Bundesregierung vor großen Herausforderungen steht. Die Politik muss alles tun, um die Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung zu verbessern.
(Frankfurt am Main) - Die Rückgänge der Arbeitslosenzahl in Hessen auf 205.800 und der Arbeitslosenquote auf 6,6 Prozent zeigen, dass der hessische Arbeitsmarkt sich trotz der größten Rezession der Nachkriegsgeschichte in einer erstaunlich robusten Verfassung befindet. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl fällt mit rd. 11.000 sogar etwa doppelt so hoch wie im letzten Jahr aus. Die hessischen Unternehmen und die Sozialpolitik haben milliardenschweren Anstrengungen zur Überbrückung der Auftragsflaute, vor allem mit Kurzarbeit, unternommen. Aktuell gibt es hessenweit rund 57.000 offene Stellen in nahezu allen Berufen - und damit erheblich mehr, als bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Gartenbauer, Chemiearbeiter, Mechaniker und Ingenieure werden ebenso gesucht wie Menschen für den Gesundheitsdienst, Datenverarbeitungsfachleute und Wachleute. Aber auch für ungelernte Kräfte gibt es zahlreiche Stellen.
(Berlin/Bad Homburg) - Aus Anlass der Bundestagswahl 2009 und im Hinblick auf künftige politische Entscheidungen der Bundesregierung hat der Vorstand des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. ein Positionspapier erarbeitet. Darin werden die Sicherung der Mobilität und die Erhaltung der Wirtschaftskraft sowie der bedarfsgerechte Ausbau der Verkehrsinfrastruktur besonders herausgestellt. Das Papier wurde bereits den Parteivorsitzenden der künftigen Regierungskoalition zur Verfügung gestellt.
(Frankfurt am Main) - Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im August 2009 um real 43 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um 45 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch (30. September 2009) in Frankfurt mit.
(Berlin) - Europaweit werden 30 Prozent aller Neuwagen durch Leasingunternehmen angeschafft. Diesen Firmen kommt dadurch eine enorme Nachfragemacht zu. Leasing wird vor allem von gewerblichen Unternehmen genutzt. Während in der Vergangenheit hauptsächlich der Status zählte, spielen jetzt Kraftstoffeffizienz und niedrige CO2-Emissionen eine zunehmend wichtigere Rolle. Um Leasingunternehmen zu mobilisieren und dabei zu unterstützen, die Nachfrage nach sparsamen Autos zu verstärken, ruft der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) Leasingfirmen und große Flottenbetreiber auf, sich an der europäischen Kampagne `Cleaner Car Contracts´ (CCC) zu beteiligen.




