Verbands-Presseticker
(München) - Die von den Koalitionspartnern in Berlin vereinbarte Umweltprämie an private Autohalter, die ein mindestens neun Jahre altes Auto beim Kauf eines umweltfreundlichen Neu- oder Jahreswagen verschrotten lassen, ist nach den Worten des Präsidenten und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern Klaus Dieter Breitschwert, MdL ein wichtiges und deutliches Signal an die potentiellen Käufer: "Ab Ende Januar ist mit dieser Prämie von 2500 Euro ein wichtiger Impuls für den Kfz-Handel gegeben. Ich bin davon überzeugt, dass gerade die Besitzer alter Fahrzeuge diese Chance nutzen werden, um sich ein umweltfreundliches Neu- oder junges Gebrauchtfahrzeug zu kaufen!"
(Frankfurt am Main) - Alle Medien haben es gemeldet: 22 "besonders gefährliche" Pestizid-Wirkstoffe sollen "verboten" werden, nachdem gestern (13. Januar 2009) die neue Pflanzenschutz-Verordnung beschlossen wurde. Jetzt wollen alle Betroffenen wissen, um welche Substanzen - und Mittel - es sich dabei handelt. Zum Beispiel die Landwirte, die sich überlegen, welche ihrer Kulturen es trifft. Die Pflanzenschutz-Berater, die ihre Empfehlungen aktualisieren wollen. Der Handel, der die Bestellungen für die nächste Saison plant. Die Labore der Rückstandskontrolle, die sich bereits auf einen Berg zusätzlicher Analysen einstellen. Nicht zuletzt die Pflanzenschutz-Industrie.
(Berlin) - Das Verbraucherinformationsgesetz (VIG) hält nicht, was der Name verspricht und bringt Verbrauchern im Alltag mehr Frustration statt Aufklärung. Dies ist das ernüchternde Fazit eines bundesweiten Behördentests, den die Verbraucherzentralen und der Verbraucherzentrale Bundesverband heute (14. Januar 2009) in Berlin zum Auftakt der Grünen Woche präsentieren. "Das Gesetz ist mit einem Versprechen auf mehr Bürgerfreundlichkeit und Transparenz in Kraft getreten - diesen Anspruch erfüllt es nicht", fasst Vorstand Gerd Billen die Ergebnisse zusammen. In einem Zehn-Punkte-Programm fordern die Verbraucherverbände die behördlichen Zuständigkeiten klarer zu regeln und für mehr Bürgernähe zu sorgen.
(Berlin) - "Ich freue mich, dass wir als Landwirtschaft, aber auch als gesamte Nahrungsmittelkette einen richtig starken Auftritt auf der Grünen Woche haben." Dies sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Eröffnungspressekonferenz der Internationalen Grünen Woche am 14. Januar 2009 in Berlin. Landwirtschaft habe in Deutschland eine hohe Bedeutung. Sie sei "der Nukleus der gesamten Produktionskette für Nahrungsmittel", hob der Bauernpräsident hervor. Die Landwirtschaft stehe für rund 4 Millionen Arbeitsplätze. Allein rund 9 Prozent aller Selbständigen in Deutschland seien in diesem Produktionsbereich tätig. Auch sei die Zahl der Erwerbstätigen in der deutschen Land- und Forstwirtschaft und Fischerei in 2007 um 2,1 Prozent gestiegen.
(Berlin) - Der Handel mit Bio-Lebensmitteln wächst. 2008 legte der Bio-Handelsumsatz in Deutschland um ca. 10 Prozent auf jetzt 5,8 Mrd. Euro zu, so die aktuelle Schätzung der ZMP. Damit schwächt sich das Wachstum gegenüber den Vorjahren zwar leicht ab, bleibt aber im fünften Jahr in Folge zweistellig. "Dieses Wachstum zeigt, dass nach wie vor große Potenziale für die Ökologische Lebensmittelwirtschaft bestehen", so Alexander Gerber, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). "Die Verbraucher wollen umwelt- und tiergerecht erzeugte und gesunde Produkte. Diese Einstellung werfen sie in wirtschaftlich angespannten Zeiten gerade bei Lebensmitteln nicht einfach über Bord", so Gerber auf der Bilanz-Pressekonferenz des BÖLW. Vielmehr war zeitweise mangelnde Verfügbarkeit von Produkten wie Möhren, Kartoffeln und Dinkel ein Grund für ein nicht noch stärkeres Wachstum.
(Essen) - "Die derzeit deutlich erkennbare Abhängigkeit Deutschlands und der EU von Erdgas-Importen tauchte in der bis vor vier Wochen noch tobenden Diskussion um Klimaschutz und CO2 nicht auf. Dies erstaunt und beunruhigt, da doch die zwangsläufige Konsequenz der gegenwärtigen Klimaschutzpolitik ein erheblich verstärkter Erdgaseinsatz zur Stromerzeugung sein wird. Und auch in der derzeitigen Berichterstattung über den Erdgasstreit zwischen Russland und der Ukraine sind Bezüge zur Klimadiskussion des gesamten Jahres 2008 viel zu seltene Ausnahmen.", so Dr. Alfred Richmann, Geschäftsführer des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Eine umfassende Analyse und Umsetzung der vom Energiewirtschaftsgesetz vorgegebenen Ziele Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sieht für den VIK anders aus.
(Berlin) - Anlässlich einer aktuellen Studie zu den Umwelt- und Gesundheitskosten des Lkw-Verkehrs und des wachsenden Transportaufkommens auf der Straße hat der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) eine Ausweitung der Lkw-Maut gefordert. Zwar mache der Lkw-Verkehr in Europa nur sieben Prozent des Straßenverkehrs aus, sei aber für 23 Prozent dessen CO2- Ausstoßes verantwortlich. Bis zum Jahr 2030 würde der CO2-Ausstoß durch Lkw sogar noch um 54 Prozent zunehmen, so die Ergebnisse der Studie von Transport and Environment, der europäisches Dachorganisation des VCD. Zudem entstünden EU-weit 144 Milliarden Euro an Kosten aufgrund von Straßenschäden, die durch Lkw verursacht wurden. Diese seien jedoch nur zu einem Drittel von den Transportunternehmern über Steuern und Abgaben gedeckt, den Rest trage der Steuerzahler. Die Studie wurde von dem niederländischen Umweltinstitut CE Delft verfasst und Anfang der Woche veröffentlicht.
(Berlin) - Die Zukunft der Internetgesellschaft, umweltfreundliche Technologien sowie neue digitale Dienste für Behörden und Mittelstand werden aus Sicht des Bundesverbandes BITKOM Schwerpunkte der CeBIT 2009 sein. "Top-Themen sind zudem Super-Breitband, mobile Kommunikation und Navigationslösungen", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer in Berlin. Die Deutsche Messe AG präsentiert heute (14. Januar 2009) auf einer Vorschau in München einige CeBIT-Highlights. Die Messe wird vom 3. bis zum 8. März in Hannover stattfinden.
(Frankfurt am Main) - Der Vorstand des Börsenvereins hat den Literaturwissenschaftler Peter von Matt und den Theaterintendanten Ulrich Khuon in den Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels berufen. Ihre Amtszeit dauert drei Jahre mit der Möglichkeit, noch einmal um drei Jahre zu verlängern. Der Stiftungsrat hat die Aufgabe, jährlich den Träger des Friedenspreises zu ermitteln, der am Buchmessen-Sonntag in der Frankfurter Paulskirche geehrt wird.
(Frankfurt am Main) - "Es ist der richtige Weg, dass die Bundesregierung mit mehr Investitionen und Absicherungen für Kredite an gesunde Unternehmen, die sie unter normalen Verhältnissen bekommen hätten, gezielt gegen den Abschwung vorgeht.", sagte Volker Fasbender gestern (13. Januar 2009) in Frankfurt. Die hessische Wirtschaft habe Respekt vor der entschlossen zupackenden Politik, die nach der Absicherung der Spareinlagen, dem Rettungsschirm für die Banken nun auch einen Rettungsschirm für gesunde Unternehmen spanne, die wegen der Bankenkrise nicht mehr an ausreichende Finanzierung kämen.




