Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im gestern (12. Januar 2009) vom Koalitionsausschuss beschlossenen zweiten Konjunkturpaket eine verpasste Chance zur Modernisierung der Wirtschaft. "Das Konjunkturprogramm pumpt Milliarden in Bereiche, die wegen ihrer Versäumnisse kein zusätzliches Geld verdient haben. So etwas motiviert nur dazu, weiter zu wurschteln wie bisher", sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Umweltverbandes.
(Berlin) - "Der Beschluss der Koalition kommt zur rechten Zeit. Die Schwerpunkte sind richtig gesetzt, soweit es um verstärkte Investitionen und Entlastungen für Bürger und Unternehmen geht." Das erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf zum Maßnahmenpaket II. "Es ist vernünftig, dass die Bundesregierung mit mehr Investitionen und mehr Netto gegen die Rezession vorgeht. Jede Maßnahme muss jetzt schnell wirken und helfen, Deutschland langfristig auf einen höheren Wachstumspfad zu bringen. Der Gesetzgeber sollte das Maßnahmenpaket möglichst schnell beschließen, damit es wirken kann - nach dem Motto: Wer schnell hilft, hilft doppelt."
(Düsseldorf) - Die wirtschaftliche Bedeutung eines Mietvertrages über gewerblich genutzte Räume kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dies gilt für deutsche Unternehmen ebenso wie für ausländische Unternehmen, die ihre Tätigkeit in Deutschland entfalten.
(Berlin) - Der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zum Trotz ist es den Güterbahnen in Deutschland im vergangenen Jahr erneut gelungen, ihren Marktanteil im Güterverkehr zu steigern. Dies belegen heute (13. Januar 2009) vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Zahlen. "Die Güterbahnen haben in 2008 bereits das fünfte Jahr in Folge Marktanteile gewonnen", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Dienstag (13. Januar 2009) in Berlin. "Der Schienengüterverkehr verzeichnet für das Jahr 2008 zwar nur einen leichten Marktanteilsgewinn von 17,3 auf 17,4 Prozent, wächst aber prozentual das fünfte Jahr in Folge stärker als der Lkw-Verkehr."
(Berlin) - Zum Konjunkturprogramm erklärte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Dienstag (13. Januar 2009) in Berlin: "Das Programm der Koalition wird nicht in allen Punkten die größtmögliche Wirkung für Konjunktur und Beschäftigung entfalten."
(Berlin) - Zu den Beschlüssen der Großen Koalition erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer: Das Konjunkturpaket II enthält richtige Ansatzpunkte, ist aber in einigen Punkten nicht stringent.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich grundsätzlich positiv zur Übernahme des Berliner Verlags und der Hamburger Morgenpost durch die Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg von der bisherigen Eigentümerin Mecom geäußert. "Der Verkauf sollte der erste Schritt in eine publizistische Zukunft der gebeutelten Zeitungen sein", erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Am heutigen Dienstag (13. Januar 2009) hat die Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg die Hamburger Morgenpost sowie die im Berliner Verlag erscheinenden Titel Berliner Zeitung, Berliner Kurier, Tip und die Netzeitung von der Mecom Group gekauft. Der Übernahme muss noch das Bundeskartellamt zustimmen. Vom neuen Eigentümer erwartet der DJV den Erhalt der journalistischen Arbeitsplätze in Berlin und Hamburg, die längst überfälligen Investitionen in neue Redaktionssysteme und in journalistische Arbeit sowie die Wahrung der redaktionellen Unabhängigkeit.
(Berlin) - Die junge deutsche Wirtschaft ist enttäuscht vom Konjunkturpaket II. "Das Konjunkturpaket II ist ein Bauchladen, um jedes politische Klientel zu bedienen", sagt Stefan Kirschsieper, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. "Es werden Schulden auf Rekordniveau zu Lasten der nächsten Generation gemacht, anstatt in die Zukunft zu investieren und nach Einsparpotentialen zu suchen." Ein Skandal sei die Entscheidung über die Abwrackprämie für Altautos. "Für ein Kind gibt es 100 Euro, für ein altes Auto 2500. Das zeigt, wie zukunftsorientiert und sozial in unserem Land gedacht wird", sagt Kirschsieper.
(Berlin) - Der Verkauf der deutschen Zeitungsverlage Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier, TIP-Magazin, Netzeitung u.a.) sowie der Hamburger Morgenpost durch die britische Mecom-Gruppe dokumentiere, dass Investmentgesellschaften nicht die geeigneten Eigentümer in der Medienlandschaft seien, erklärte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Den Investoren ginge es allein um die Rendite, ohne dass sie einen eigenen publizistischen Ansatz verfolgten. "Am Ende ist Mecom durch seine Expansion auf Kreditbasis handlungsunfähig geworden und musste die deutschen Teile der europäischen Gruppe verkaufen. David Montgomery als Vorsitzender der Mecom-Group wollte in der Konsolidierungsphase wachsen und ist gescheitert", kritisierte ein ver.di-Sprecher die Entwicklung.
(Berlin) - Überdurchschnittliche Renditen ließen sich im vergangenen Jahr mit Anleihen erzielen. Grund: Sinkende Zinsen und die Unsicherheiten an den Finanzmärkten führten insbesondere bei öffentlichen Anleihen zu steigenden Kursen. So summierten sich 2008 Zinsen und Kursgewinne beispielsweise bei den Bundesobligationen auf über 10 Prozent. Goldliebhaber können sich über einen Wertzuwachs von immerhin gut 8 Prozent freuen. Mit Termineinlagen und Sparbriefen waren etwa 4 Prozent möglich (siehe Grafik).




