Verbands-Presseticker
(Berlin) - "Der Auftragnehmer arbeitet nach Energieeinsparverordnung (EnEV) in der Fassung bei Vertragsschluss". Steht dieser Satz im Kleingedruckten des Kaufvertrags für ein Schlüsselfertighaus, sollte der Käufer besonders vorsichtig sein, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn maßgeblich für die anzuwendende Fassung der EnEV ist der Zeitpunkt der Bauantragsstellung oder Bauanzeige. Korrekt wäre also, wenn der Anbieter auch das Datum von Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige als Stichtag für die EnEV vertraglich zusichern würde.
(Berlin) - Die Zahl der schweren und tödlichen Arbeits- und Wegeunfälle ist im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter gesunken. Das zeigen vorläufige Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die ihr Spitzenverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, heute (15. Oktober 2008) in Berlin veröffentlicht hat. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle insgesamt stieg aber. In der Schüler-Unfallversicherung verzeichneten die Unfallkassen ebenfalls eine Zunahme der Unfälle.
(Berlin) - Anlässlich der Bundestagsanhörung zum geplanten Gesundheitsfonds sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Mittwoch (15. Oktober 2008) in Berlin: "Der DGB lehnt den Gesundheitsfonds grundsätzlich ab, weil die hundertprozentig solidarische Finanzierung nicht gewährleistet ist. Ohne eine zusätzliche Finanzspritze aus Steuermitteln wird der Fonds aber auch schon im nächsten Jahr zu einem unkalkulierbaren Risiko für die Versicherten und Patienten. Nachdem die Wachstumsprognosen für 2009 deutlich nach unten korrigiert werden, muss auch der geplante Gesundheitsfonds nachgebessert werden."
(Frankfurt am Main) - Hörbuchkäufer leben tendenziell eher in größeren Städten, sind zwischen 30 und 59 Jahre alt, arbeiten im Angestelltenverhältnis, verdienen gut und haben einen hohen Bildungsstand. Das ergibt die aktuelle Verbraucherstudie Hörbücher 2008, die im Auftrag des Arbeitskreises Hörbuchverlage von der GfK Buchmarktforschung im September durchgeführt wurde. "Hörbücher sind ein zeitgemäßes, spannendes und modernes Medium, das eine etablierte, mobile und anspruchsvolle Käuferschicht anspricht", wertet Ines Wallraff (Random House Audio) vom Sprecherkreis des Arbeitskreises der Hörbuchverlage die Ergebnisse. "Das betrachten wir als große Herausforderung für unsere Arbeit und sehen darin ein massives Potenzial für die Zukunft des Hörbuchs."
(Berlin) - Die deutschen Hersteller von orthopädischen Erzeugnissen und Mobilitätshilfen setzen zunehmend auf das Auslandsgeschäft. Im Jahr 2007 lag die Exportquote erstmals bei über 50 Prozent. Der Außenhandel überstieg damit das Inlandsgeschäft. Das geht aus den Zahlen zum Hilfsmittelmarkt hervor, die der Industrieverband SPECTARIS anlässlich der Fachmesse Rehacare veröffentlicht hat. Wichtigster Handelspartner der Hersteller von zum Beispiel Rollatoren, Rollstühlen oder Prothesen ist dabei die Europäische Union, auf die rund 57 Prozent der Ausfuhren entfallen.
(Frankfurt am Main) - Die internationale Finanzmarktkrise hat sich im September auch auf die europäische Realwirtschaft ausgewirkt und Schatten auf den Pkw-Absatz geworfen: In Europa wurden mit 1,3 Mio. Fahrzeugen 8 Prozent weniger neue Pkw zugelassen. Angesichts einer sich europaweit weiter abschwächenden Konjunktur sowie der vor Verabschiedung der aktuellen Rettungspläne äußerst angespannten Lage an den Kreditmärkten stellten viele Verbraucher ihre Kaufentscheidung für ein Auto vorerst zurück, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Die Verkäufe in Westeuropa gaben um 9 Prozent auf 1,2 Mio. Pkw nach. Insbesondere Spanien (-32 Prozent) und Großbritannien (-21 Prozent), wo sich die Immobilien- und Finanzmarktkrise besonders bemerkbar macht, mussten starke Rückgänge in Kauf nehmen.
(Hannover) - Der DEHOGA Niedersachsen begrüßt die zügige Neuregelung des niedersächsischen Nichtraucherschutzgesetzes durch die Landesregierung ausdrücklich. Unsere wesentliche Forderung nach einem Wahlrecht für Einraumbetriebe wird damit umgesetzt, sagte Hermann Kröger, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Niedersachsen. Die Gesetzesänderung geht aber nicht weit genug. Wir kämpfen weiter für ein Wahlrecht bei geschlossenen Gesellschaften, so Kröger weiter.
(Berlin) - Schluss mit lustig! Wir wollen keinen Ausbau des EU-CO2-Emissionshandels mit der Brechstange, so die stellvertretenden VIK-Vorsitzende Irmtraud Pawlik anlässlich der heutigen (15. Oktober 2008) VIK-Jahrespressekonferenz in Berlin. Eine nie dagewesene Finanzkrise schwappt über die Welt. Und EU-Kommission und Bundesregierung tun so, als könnten sie in der Klima- und Energiepolitik so weiter machen wie bisher. Gerade angesichts des Schirms für den Finanzsektor in Höhe mehrerer hundert Mrd. Euro dürfen Mittelstand und Industrie nicht im Regen stehen gelassen werden. Wir sind für eine ambitionierte und höchst effiziente Klimaschutzpolitik. Das bedeutet eine kostenlose Zuteilung der CO2-Zertifikate orientiert an Benchmarks und der tatsächlichen Produktion, wie es jetzt auch die polnische EU-Position ist. Wir sind gegen eine Klimapolitik mit der Brechstange sprich gegen Auktionierung und Opportunitätskosten , weil diese ökologisch völlig überflüssig sind und zur Abzockerei verleiten. Auch wir wollen einen Schirm der Bundesregierung, allerdings für die Beschäftigten in Industrie und Gewerbe und gegen eine überzogene Klimapolitik, so Pawlik weiter.
(Berlin) - Die Vorlage des Familienleistungsgesetzes in der heutigen (15. Oktober 2008) Kabinettssitzung ist für das Baugewerbe enttäuschend. Hier wird allein auf die Funktion des Haushaltes als Arbeitgeber abgestellt. Die baugewerblichen Unternehmen, die heute schon mehr als 700.000 Menschen Lohn und Brot geben werden dagegen vergessen. Dieses erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Prof. Dr. Karl Robl, zur Beratung eines Familienleistungsgesetzes im Kabinett.
(Berlin/Brüssel) - Anlässlich des heutigen (15. Oktober 2008) EU-Gipfels der Staats- und Regierungschefs in Brüssel hat der NABU davor gewarnt, die bislang ambitionierten Vorschläge zum Energie- und Klimapaket wieder aufzuschnüren. Nach den Plänen der französischen Ratspräsidentschaft soll Klimaschutz ab 2013 nicht einmal mehr zur Hälfte innerhalb von Europa stattfinden. Stattdessen sollen deutlich mehr Zertifikate für die Kohlendioxid-Einsparung in Schwellen- und Entwicklungsländern auf den europäischen Treibhausgasausstoß angerechnet werden. Es kann nicht angehen, dass sich die EU von ihrer eigenen Klimaverantwortung zuhause freikauft, indem sie in Indien Windparks baut, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.





