Verbands-Presseticker
(Brüssel/Berlin) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die heute (20. Mai 2008) veröffentlichten Reformvorschläge der EU-Kommission zur Neuverteilung der Agrarsubventionen begrüßt. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, sieht in dem Bekenntnis der Kommission zu neuen ökologischen Herausforderungen bei der jetzt geplanten Verteilung der Agrargelder einen Schritt in die richtige Richtung. Weiger: "Die Kommission stellt sich den Anforderungen des Klima- und Artenschutzes, indem sie künftig größere Anteile der Agrarsubventionen an konkrete Leistungen der Bauern im ökologischen Bereich binden will. Bisher erhalten weniger als zwei Prozent der Agrarbetriebe ein Drittel aller Direktzahlungen aus Brüssel, weil sie nicht nach Leistung, sondern nach Größe gefördert werden. Viele Großbetriebe profitieren derzeit von steigenden Getreidepreisen und benötigen diese Steuergelder gar nicht. Eine Bindung der Direktzahlungen an konkrete ökologische Leistungen ist überfällig."
(Berlin/Stuttgart) - Der Energieausweis wird in diesem Sommer für viele Hausbesitzer Pflicht. Deshalb will mancher Immobilieneigentümer den Frühsommer nutzen und sein Haus energetisch sanieren lassen. Vorsicht!, mahnt Heinrich-K. Friedemann-Stock, Leiter des Stuttgarter Büros des Verbands Privater Bauherren (VPB): Eine solche Sanierung kostet mehrere Zehntausend Euro. Wer so viel investiert, der sollte die Arbeiten gründlich planen und vorbereiten.
(Berlin) - Der Schul- und Kulturausschuss des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) begrüßt ausdrücklich die vom Bundestag beschlossene Verschärfung des Jugendschutzes, mit der Jugendlichen der Zugang zu Gewalt verherrlichenden Filme und Computerspielen erschwert werden soll. So genannte Killerspiele, Gewalt verherrlichende und Gewalt beherrschte Spiele, die ausschließlich Mord- und Gemetzelszenen beinhalten, haben in Kinderhänden nichts zu suchen und müssen verboten werden, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport des DStGB, Bürgermeister Walter Weinbach, Weißenthurm, heute (20. Mai 2008) anlässlich der Ausschusssitzung in Gardelegen.
(Köln) - Karola Lambeck, M.A. (35), wird zum 1. Juli 2008 neue Pressesprecherin des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Die Pressearbeit des Verbandes mit Hauptsitz in Köln wird künftig vom VDV-Hauptstadtbüro aus gestaltet. Dipl.-Volksw. Friedhelm Bihn scheidet nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit als Fachbereichsleiter Marketing, Presse und Öffentlichkeitsarbeit mit Ablauf des Monats Juni 2008 aus den Diensten des VDV aus.
(Wiesbaden) - Nachwuchstalente erhalten auch in diesem Jahr wieder ihre Chance auf eine kreative Karriere. Bereits zum vierten Mal startet das Council Dialogmarketingagenturen im Deutschen Dialogmarketing Verband DDV die AgenTour, eine Initiative für qualifizierten Kreativnachwuchs in Agenturen.
(Köln/München) - Die Mehrheit der Recruiting-Experten in Deutschland findet die Qualität von Grafik und Texten in Online-Stellenanzeigen nur befriedigend. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage von stellenanzeigen.de und des eco Verbands der Internetwirtschaft e.V.
(München) - Nach Auffassung des ADAC bestehen erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der bisher in Deutschland eingerichteten Umweltzonen. Werner Kaessmann, Generalsyndikus des ADAC: Die ganzjährige Aussperrung von Fahrzeugen aus Teilen einer Stadt stellt eine unverhältnismäßige Maßnahme dar. Vor allem deshalb, weil der Straßenverkehr nur zu einem kleinen Teil überhaupt an der Entstehung von Feinstaub beteiligt ist. Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit müssen geeignete Maßnahmen zur Einschränkung der Feinstaubproblematik nach dem Verursacheranteil aller Emittenten getroffen werden. Es ist nicht akzeptabel, so Kaessmann weiter, dass der Verkehr trotz seines relativ geringen Beitrags an den Emissionen die weitreichendsten Einschränkungen erfährt. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass der vom ADAC angestrengte Prozess in Berlin gegen die dortige Umweltzone erfolgreich sein wird.
(Berlin) - Die elektronische Steuererklärung wird bei den Bürgern immer beliebter. Im Jahr 2007 wurden 5,51 Millionen Einkommensteuerklärungen online abgegeben. Das ist ein Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Inzwischen werden rund ein Fünftel aller Steuererklärungen von den Steuerpflichtigen oder ihren Steuerberatern mit Hilfe von Computer und Internet übermittelt, sagt Prof. Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Dieser Erfolg zeigt, dass elektronische Bürgerdienste gerne angenommen werden. Im laufenden Jahr werden nach BITKOM-Schätzung rund 6,3 Millionen Online-Steuererklärungen abgegeben. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent. Grundlage der Zahlen sind aktuelle Daten des Internetdienstes der Finanzverwaltungen Elster.de. Elster steht für Elektronische Steuererklärung.
(Köln) - Noch hat der vielbeschworene Aufschwung den Einzelhandel und damit die Baumarktbranche nicht erreicht. Dennoch, viele Faktoren sprechen dafür, dass der private Konsum in diesem Jahr wieder anziehen wird, auch wenn der Kauffunke im ersten Quartal nicht so recht überspringen wollte.
(Bonn) - Anlässlich des Verhandlungsbeginns der internationalen Naturschutzkonferenz in Bonn hat der NABU erneut vor einer Verwässerung des deutschen Naturschutzrechts gewarnt. Der Entwurf des neuen Umweltgesetzbuches soll vermutlich noch in dieser Woche an die Länder und Verbände versandt werden. Die Regierungsfraktionen und das Kanzleramt sind gut beraten, keinerlei Absenkung der deutschen Natur- und Artenschutzstandards zu dulden. Sie gefährden sonst die deutsche Verhandlungsposition in den internationalen Gesprächen, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die minimalste Anforderung an das neue Umweltgesetzbuch sei, dass sich der rechtliche Schutz von Natur und Arten nicht noch weiter verschlechtere. Momentan habe man jedoch den Eindruck, dass ein einheitliches deutsches Naturschutzrecht gänzlich am Widerstand der Landwirtschaftslobby scheitern könnte.




