Verbands-Presseticker
(Köln) - Anlässlich des Weltflüchtlingstages ruft UNICEF Regierungen und Öffentlichkeit zu mehr Schutz und Hilfe für die Kinder in der westsudanesischen Bürgerkriegsprovinz Darfur auf. Während das politische Tauziehen zwischen dem UN-Sicherheitsrat und der sudanesischen Regierung um den Einsatz einer internationalen Friedenstruppe die Schlagzeilen bestimmt, wird die unhaltbare Lage der Zivilbevölkerung in Darfur immer weiter verdrängt. Gut vier Jahre nach dem Beginn der Vertreibungen sind rund vier Millionen Menschen auf Hilfe von außen angewiesen; die Hälfte von ihnen Kinder und Jugendliche. Angesichts wachsender Rechtlosigkeit und Gewalt ist es unsicher, wie lange die internationalen Helfer die Versorgung der Menschen noch aufrechterhalten können. Bereits jetzt sterben in Darfur jeden Tag durchschnittlich 75 Kinder unter fünf Jahren an Schwäche und Krankheiten.
(Frankfurt am Main) - Die Geschäfte der Hersteller elektronischer Sicherheitstechnik in Deutschland liefen 2006 so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das Marktvolumen nahm im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Dies gab Angelika Staimer, Vorsitzende des Fachverbandes Sicherheitssysteme im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., bei der Jahrespressekonferenz des Fachverbands bekannt. Zuletzt habe es 2001 ein ähnliches Umsatzwachstum gegeben. Zur elektronischen Sicherheitstechnik zählen unter anderem Systeme zum Schutz vor Brand, Einbruch und Überfall sowie zur Videoüberwachung und Zutrittskontrolle.
(Berlin) - Die Pflegereform ist aus Sicht der Pflegebedürftigen ein wichtiger Schritt. Die bisher bekannten Änderungen stellen eine deutliche und nachhaltige Verbesserung der Leistungen für Pflegebedürftige dar. Dies gilt in besonderem Maße für die große Gruppe der dementiell erkrankten Menschen und deren pflegende Angehörige. Die häusliche Pflege wird schrittweise gestärkt und damit auch die Pflegebereitschaft in den Familien. In der stationären Pflege wird die Pflegeversicherung auch weiterhin einen großen Anteil daran haben, die Abhängigkeit von der Sozialhilfe für diejenigen zu vermeiden, die auch vorher nicht auf staatliche Transferleistungen angewiesen waren.
(Berlin) - Deutschland kann nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) die Ziele zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen um 30 Prozent bis zum Jahr 2030 unter Beachtung bestimmter Rahmenbedingungen schaffen. "Damit die Klimaschutzziele erreicht werden können, gleichzeitig Arbeitsplätze in Deutschland erhalten und die Energiepreise bezahlbar bleiben, sind vier politische Maßnahmen unerlässlich: ein effizienterer Ausbau der erneuerbaren Energien, das Schaffen von Instrumenten zur CO2-Emissionsminderung im Bereich Haushalte und Verkehr, die Investitionsförderung in moderne und effiziente Kohlekraftwerke und eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke in Deutschland." Dies erklärte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller als Ergebnis aus der Studie Energiewirtschaftliches Gesamtkonzept 2030 zum Klimaschutz.
(Köln) - Die deutsche Braunkohlenindustrie kritisiert die anhaltende Ablehnung brennstoffspezifischer Emissionsstandards für Braunkohlenkraftwerke im Rahmen des Emissionshandels durch die Bundesregierung. Das klare Votum der jüngsten Wirtschaftsministerkonferenz hätte insbesondere der Bundesregierung die Möglichkeit gegeben, einen gravierenden Fehler im Emissionshandelssystem zu beseitigen und einen wichtigen Beitrag zur sicheren und wettbewerbsgerechten Stromversorgung zu leisten, erklärte der DEBRIV zu den aktuellen Verhandlungen über das neue Zuteilungsgesetz.
(München) - Obwohl der Zentralverband des Deutschen Handwerks eine Trendwende für die Branche voraussagt, mahnen die Zimmerer zur Vorsicht. Nach Einschätzung des VBZH-Hauptgeschäftsführers Wolfgang Strauß sind die Betriebe nur noch bis zu den kommenden Sommerferien ausgelastet. Der Auftragsbestand liegt derzeit bei durchschnittlich nur noch sieben Wochen. Zu Quartalsbeginn lag er noch bei neun Wochen. Der Bau boomt nicht, die derzeitige Auftragslage gibt Grund zur Sorge, so Strauß. Ursache sei in erster Linie der Rückgang an Neubauten aufgrund der gestrichenen Eigenheimzulage.
(Frankfurt am Main/Stuttgart) - Die deutsche Automobilindustrie geht in der Klimaschutzdebatte in die Offensive und kündigt neue verbrauchsgünstige Fahrzeuge an. Die IAA PKW im September wird ein Feuerwerk an Ideen zeigen, wie die Kraftstoffeffizienz in neuen Fahrzeugen gesteigert und damit die CO2-Emission verringert werden kann. Das geht über die gesamte Produktpalette, daran sind alle unsere Hersteller und viele Zulieferer beteiligt. Das reicht vom Clean Diesel über den direkt einspritzenden Benziner bis hin zu Erdgas und Hybrid. Biokraftstoffe der 2. Generation gehören ebenfalls dazu, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), in seiner Rede auf dem Automobil-Forum in Stuttgart vor 400 Gästen.
(Berlin) - Die Nutzung des Internet wird immer preiswerter. Im Durchschnitt haben sich die Preise in Deutschland seit dem Jahr 2000 mit einem Rückgang um 47 Prozent nahezu halbiert. Allein in den vergangenen zwölf Monaten sanken die Internettarife um 5 Prozent. Wer regelmäßig im Internet surft, profitierte noch stärker. Die Preise für Vielnutzer verringerten sich im gleichen Zeitraum um 7 Prozent. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) mit.
(Düsseldorf) - Premiere auf der 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V.: Zum ersten Mal in ihrer Kongressgeschichte veranstalten Deutschlands Urologen ihr Jahrestreffen in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie. Und erstmals wird es im Rahmen der Tagung, vom 26. bis 29. September 2007 im Internationalen Congress Centrum (ICC) in Berlin, einen eigenständigen Pflegekongress für das urologische Assistenz- und Pflegepersonal geben.
(Berlin) - Der Anteil der Lebensversicherer an der Geldvermögensbildung der privaten Haushalte hat sich 2006 nach heute (18. Juni 2007) veröffentlichten Zahlen der Deutschen Bundesbank von 19,1 Prozent (2005) auf 19,9 Prozent erhöht. Im Jahr 2004 hatte der Anteil noch 17,2 Prozent betragen. Da die Geldvermögensbildung insgesamt etwas zurückgegangen ist, lag der Absolutbetrag der Lebensversicherung mit 25,4 Mrd. Euro ebenfalls etwas unter dem Vorjahreswert (25,9 Mrd. Euro). Das gesamte Geldvermögen der privaten Haushalte allein bei Lebensversicherungen belief sich nach den Bundesbank-Zahlen Ende 2006 auf 695 Mrd. Euro.



