Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Einführung von Call-by-Call im Ortsnetz als längst fälligen Schritt begrüßt, um die vorherrschenden Monopolstrukturen aufzuweichen. Nun liegt es an den Verbrauchern, von den neuen Angeboten Gebrauch zu machen und den Markt aufzumischen, so vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. Als wesentliche Voraussetzung, um dem Verbraucher eine bewusste Auswahl zu ermöglichen, nannte der vzbv eine transparente Preisgestaltung. Um dies zu gewährleisten fordert der vzbv eine kostenlose Ansage über die Höhe der Gesprächskosten vor jedem Verbindungsaufbau.
(Bonn) - Der Sozialverband VdK Deutschland fordert eine schnelle Nachbesserung des neuen Preissystems der Bahn. Das ab 15. Dezember 2002 geltende neue System hat zahlreiche Schwachstellen und muss dringend geändert werden. Vertreterinnen und Vertreter von Verbraucher-, Umweltschutz- und Sozialorganisationen, darunter der VdK, waren sich nach einem Treffen mit Staatssekretärin Margareta Wolf vor kurzem im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einig, dass nachgebessert werden muss. Der VdK forderte, neben anderen Verbänden wie Pro Bahn und Stiftung Warentest, die Erweiterung des neuen Systems in eine kundenorientierte Bahncard, die Viel- und Spontanfahrern angemessene Reisebedingungen zu bezahlbaren Konditionen sichert.
(Bremen) - Das Konjunkturklima in Bremen ist zwar nicht befriedigend, liegt aber weiterhin über dem Bundesdurchschnitt. Mit diesen aktuellen Daten ihrer Konjunkturbefragung reagiert die Handelskammer auf den gestrigen Bericht im Weser Kurier zur wirtschaftlichen Situation Bremens, der sich auf Daten der Deutschen Bundesbank beruft. Mit ihrer Analyse bezieht sich die Bundesbank auf die konjunkturelle Situation im letzten Quartal 2002 einen Zeitraum, in dem auch die Konjunkturbefragung der Handelskammer einen deutlichen Stimmungseinbruch registrierte.
(Berlin/Brüssel) - Mit einer heute bei der Europäischen Kommission eingereichten Beschwerde will der VPRT als Interessensverband der privaten elektronischen Medien in Deutschland eine Reduktion der Rundfunkgebühren auf das zur Finanzierung des Grundversorgungsauftrages erforderliche Maß erreichen, Wettbewerbsverzerrungen zwischen den privaten und öffentlich-rechtlichen Anbietern unterbinden, steuerliche Vergünstigungen von ARD und ZDF abbauen und die zunehmende Ausdehnung der Internetaktivitäten von ARD und ZDF blockieren. Wesentliche Voraussetzung dafür ist nach Auffassung des VPRT die für die Europäische Union gültige Transparenzrichtlinie, die im Widerspruch zur Rechtsauffassung der EU-Kommission für ARD und ZDF in Deutschland noch nicht umgesetzt wurde.
(Berlin) - Das ist eine gute Nachricht für alle privaten Bauherren! Corinna Merzyn, Geschäftsführerin des Verbandes Privater Bauherren (VPB) lobt das neue Programm Wohnraummodernisierung 2003 der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Das Programm, das am 22. April offiziell vom Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Manfred Stolpe, in Berlin vorgestellt wurde, unterstützt neben privaten und öffentlichen Investoren vor allem private Bauherren. Mithilfe der zinsgünstigen Darlehen können Hausbesitzer praktisch alle Modernisierungen im und am Haus finanzieren, erläutert Corinna Merzyn, vom Einbau eines neuen Bades bis hin zur neuen Dachdeckung.
(Frankfurt am Main) - Die IG Metall drängt unverändert auf deutliche Korrekturen der von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angekündigten Einschnitte beim Kündigungsschutz, beim Arbeitslosengeld und in der Krankenversicherung. In einem gestern in Frankfurt veröffentlichten Flugblatt forderte sie ihre Mitglieder zu weiteren Protestaktionen und zur Beteiligung an einer bereits im März gestarteten Unterschriftensammlung auf. "Die SPD muss die Weichen in Richtung mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Wachstum und mehr Beschäftigung stellen", sagte IG Metall-Vorsitzender Klaus Zwickel zu den Zielen der gewerkschaftlichen Aktionen. Dafür mache die IG Metall sowohl am 1. Mai als auch in den Wochen danach weiter Druck.
(Berlin) - Knapp 6.000 Euro weniger stehen pro Apotheke durchschnittlich im ersten Quartal zur Kostendeckung zur Verfügung trotz der gestiegenen Nachfrage nach Arzneimitteln. Darauf verweist die ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Der Marktdatenanbieter IMS Health hatte gestern das Umsatzwachstum der Apotheken im ersten Quartal auf 7,1 Prozent beziffert. Die veröffentlichten Zahlen berücksichtigen nicht die an die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) seit Jahresbeginn abzuführenden Zwangsabgaben, erläutert Hermann S. Keller, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV).
(Berlin) - Das erneute Verfehlen des Maastricht-Kriteriums ist nach Einschätzung von Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), "nicht nur alarmierend, sondern auch der Zahlenbeweis für die Reformbedürftigkeit des deutschen Sozialstaatsmodells". "Jede Verteidigung des Status Quo ist Realitätsverweigerung und führt uns weiter in den haushaltspolitischen Abgrund, so Braun. Trotz aller Bemühungen und Bekenntnisse zur Haushaltskonsolidierung habe man das Problem bisher nicht an der Wurzel gepackt. Die Sanierung der öffentlichen Kassen sei ohne einen weitreichenden Umbau der sozialen Sicherungssysteme und die Deregulierung des Arbeitsmarktes nicht zu schaffen.
(Bonn) - Der Präsident des Sozialverbandes VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, hat an die Bundesregierung appelliert, Vorschläge der Rürup-Kommission, einen demographischen Faktor in der Rente zusätzlich einzuführen, nur dann zu übernehmen, wenn gleichzeitig die Kürzungen bei den Rentenanpassungen von 2003 bis 2010 mit 0,5 Prozent ersatzlos gestrichen werden. Es könne nicht angehen, sagte Hirrlinger, dass die Rentner gleich mehrfach zur Kasse gebeten werden. Immerhin sei bereits im Jahr 2000 die Anpassung nur in Höhe der Inflationsrate erfolgt. Von 2003 bis 2010 sollen nun jedes Jahr 0,5 Prozent bei der Anpassung gekürzt werden.
(Berlin) - "Die IGLU-Studie führt hoffentlich dazu, den Primarbereich in Deutschland aufzuwerten", kommentiert der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger die Ergebnisse von PIRLS/IGLU. In Deutschland galt diese Bildungszeit viel zu lange als Kinderkram', so Eckinger. Grundschulen seien daher eher unterprivilegiert und schlecht ausgestattet. "Doch gerade von den Grundschulen gehen positive Impulse in Bezug auf moderne Lernmethoden aus. Die veränderte Kindheit ist von den Grundschullehrerinnen und -lehrern wirklich ernst genommen worden. Mit viel Engagement und Ideenreichtum gelingt es, den Kindern Freude am Sich-Anstrengen und Entdecken zu vermitteln", betont der VBE-Bundesvorsitzende.