Verbands-Presseticker
(Berlin) - Anlässlich einer Anhörung des Bundestagsausschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft am 5. Mai hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf Mängel bei den Fahrgastrechten und dem neuen Preis- und Tarifsystem der Deutschen Bahn hingewiesen. Das neue Preissystem kann nur dann noch gerettet werden, wenn es radikal vereinfacht und für den Kunden nachvollziehbar wird, so Holger Jansen, Bahnexperte des vzbv. Mit ihren Anfragen wenden sich täglich Fahrgäste an den Verband, die an den vielen Einschränkungen beim neue Preissystem scheitern. Dabei sind die Stornogebühr über 45 Euro und der völlige Ausschluss einer Fahrscheinrückgabe derzeit der Schwerpunkt der Kritik.
(München) - Software ist der gemeinsame Nenner - darüber waren sich die zwei Branchenverbände einig. Durch die Wahl zweier VSI-Vorstände in das Präsidium des Deutschen Multi-Media-Verbands (dmmv) wurde diese Zusammenarbeit weiter gefestigt. Rudolf Gallist, langjähriger Vorstandsvorsitzender des VSI, wurde zum Finanzvorstand des dmmv gewählt und Peter Polzer, als Softwarechef von Fujitsu Siemens Computers ebenfalls seit geraumer Zeit im VSI-Vorstand, wurde zum dmmv-Schriftführer. Beide Herren behalten ihre Ämter im VSI und sehen es als ihr Ziel, das Thema Software fest im dmmv zu verankern. So soll aus der langjährigen Zusammenarbeit ein gemeinsamer Verband entstehen.
(Dresden) - Rund 280 Teilnehmer begrüßt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu ihrer Jahresversammlung am 5. und 6. Mai in Dresden. In einer Pressekonferenz zum Auftakt des Treffens erklärte HRK-Präsident Professor Dr. Klaus Landfried zum Thema der Jahrestagung "Frauen in der Wissenschaft": "Viele glauben, das Thema sei von gestern und der Worte dazu seien genug gewechselt. In Schule und Studium haben die Mädchen und Frauen ja auch über weite Strecken gleichgezogen. Aber bei den akademischen Karrieren sieht das anders aus. Die mäßigen Fortschritte der letzten 15 Jahren können nicht befriedigen, zumal andere Länder beweisen, dass es besser geht." Die Hochschulen müssten sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass Sonderprogramme und die einsetzende Emeritierungswelle keine entscheidende Trendwende gebracht hätten.
(Bonn) - Anlässlich eines Arbeitsgespräches warnten die Präsidenten des Sozialverbandes VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, und der Volksolidarität, Professor Gunnar Winkler, die politischen Entscheidungsträger davor, beim Umbau der Sozialsysteme einseitig die Rentnerinnen und Rentner zu belasten. Es müsse Schluss sein mit der Mär vom Rentner, der seinen Lebensabend auf Mallorca verbringt. Lediglich 0,4 Prozent der Ruheständler erhielten die gesetzlich mögliche Höchstrente von monatlich 1951 Euro. Rund 50 Prozent der männlichen Rentner dagegen müssen mit 900 Euro oder weniger auskommen und haben keine Nebeneinkünfte aus Miete und Kapitaleinkommen. Durch weitere Abstriche beim Rentenniveau sei für viele, insbesondere auch nachrückende Rentner, Altersarmut vorprogrammiert.
(Frankfurt am Main) - Markus Kirschneck wird in Zukunft verantwortlich die berufspolitische Pressearbeit der Vereinigung Cockpit leiten. Er löst damit den bisherigen Sprecher Georg Fongern ab, der sich verstärkt seinen Aufgaben als Vize-Präsident des Weltpilotenverbandes IFALPA (International Federation of Air Line Pilots' Associations) widmen wird. Markus Kirschneck (34) ist Flugkapitän auf Canadair Jet bei Lufthansa CityLine. Seine fliegerische Ausbildung absolvierte er in Bremen und Tuscon (USA). Darüber hinaus arbeitet Kirschneck auch in der Tarifkommission "Lufthansa CityLine" der Vereinigung Cockpit mit.
(Düsseldorf) - Zum gemeinsamen Beschluss der Präsidien von CDU und CSU "Für Wachstum-Sozial ist was Beschäftigung schafft" erklärt der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU NRW, Hartmut Schauerte MdB: "Endlich ein Reformkonzept, dass ungeschminkt die Notwendigkeiten auf den Punkt bringt und einen echten Schritt in Richtung Verbesserung der Wirtschaftslage darstellt. Das ist es, was der Mittelstand braucht!" Damit erklärt Schauerte die volle Unterstützung seiner nordrhein-westfälischen Mittelstandsvereinigung für die im Papier genannten Maßnahmen. "Ein vernünftiger Kompromiss, der sowohl soziale Verantwortung, als auch dringende Flexibilisierungen umfasst", nennt Hildegard Müller, stellv. Landesvorsitzende der MIT in Nordrhein-Westfalen und Mitglied des CDU-Präsidiums, das Konzept.
(Berlin) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat davor gewarnt, nach den Krawallen in Berlin am 1. Mai 2003 zur Tagesordnung überzugehen. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: Es ist ein Irrtum zu glauben, die Gewaltausbrüche seien ein Phänomen, das an ein bestimmtes Datum gebunden ist. Öffentliche Alkoholgelage, Zerstörungswut und die zunehmende Bereitschaft, Anderen Schmerzen oder Schaden zuzufügen sind an den 364 anderen Tagen im Jahr und nicht nur am 1. Mai ein wachsendes Übel. Wie die Bundeshauptstadt Berlin kämen viele Städte und Kommunen ihren Aufgaben nicht nach, die Bürger vor Lärmbelästigung, öffentlichen Trinkgelagen, Vandalismus und Anpöbeleien zu schützen. Bei manchen öffentlichen Events würden derartige Verstöße sogar noch gefördert.
(Berlin) - Das Jahr 2003 ist für die private Infrastrukturfinanzierung ein verlorenes Jahr. Mit diesen Worten kritisierte am 5. Mai in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, die Entscheidung der Bundesregierung, die als privates Betreibermodell geplante Strelasundquerung nun doch aus öffentlichen Haushaltsmitteln zu realisieren. Die PPP-Politik der Bundesregierung sei damit in eine schwere Glaubwürdigkeitskrise geraten. Knipper: Welcher private Investor ist künftig noch bereit, in die Entwicklung von PPP-Projekten zu investieren, wenn er damit rechnen muss, dass es doch zu einer konventionellen Realisierung kommt.
(Berlin) - Die am 5. Mai vom Baseler Ausschuss bekannt gegebenen Ergebnisse der Proberechnungen zu den Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvorschriften (QIS 3) bewegen sich im Rahmen des vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) erwarteten Spektrums. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass das Baseler Regelwerk offensichtlich systemisch bedingt eine sehr starke prozyklische Wirkungsweise entfalte. Von daher sei es geboten, diese Effekte weiter zu analysieren, erklärte Dr. Manfred Weber, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes deutscher Banken. Im Rahmen der nun anstehenden dritten Konsultationsphase müssen Maßnahmen zur Dämpfung der prozyklischen Wirkungen erreicht werden. Es gilt im gesamtwirtschaftlichen Interesse zu verhindern, dass Banken in einem konjunkturellen Abschwung zusätzlich unter Druck geraten, Kredite abzubauen.
(Schwerin) - Die Spitzenverbände der ostdeutschen Wirtschaft haben sich nachdrücklich für den Erhalt der Investitionszulage über das Jahr 2004 hinaus ausgesprochen. Der stellv. Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VUMV), Lothar Wilken, sagte dazu am 05. Mai in Schwerin: "Die Investitionszulage ist ein wichtiges Standortargument für die neuen Bundesländer. Insbesondere in der Konkurrenz zu den Wirtschaftsstandorten in Mittel- und Osteuropa ist sie auch für die kommenden Jahre unverzichtbar, denn von ihr hängen viele der dringend benötigten Investitionen in der Industrie der neuen Länder ab."



