Verbands-Presseticker
(Hamburg) - "Auch die Betriebe müssen umdenken und die Qualität der Ausbildung verbessern. Den Bewerberinnen und Bewerbern hilft es wenig, wenn die Bundesregierung in ihrem heute vorgestellten Berufsbildungsbericht trotz sinkender Anzahl der betrieblichen Ausbildungsplätze die Situation schönredet und auf die rückläufigen Bewerberzahlen vertraut", so Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).
(Berlin) - Warnstreiks im Westen und Aktionen im Osten hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gestern (28. April 2010) in Berlin angekündigt. "Wir wollen endlich Schwung in die Verhandlungen mit den Arbeitgebern bringen. Bei den angestellten Lehrkräften wachsen Unmut und Ungeduld: Im Gegensatz zu anderen Länder-Beschäftigten haben sie keinen Tarifvertrag, der ihr Einkommen regelt,", betonte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad. Die Lehrkräfte seien mit dem schleppenden Verlauf der Verhandlungen sehr unzufrieden.
(Berlin) - Ein Vermieter kann von einem Mieter die Nachzahlung von Betriebskosten verlangen, wenn nur diesem Mieter die Betriebskostenabrechnung zugegangen ist. Es ist nicht erforderlich, dass auch alle weiteren Mieter der Wohnung die Abrechnung ebenfalls erhalten haben müssen. Auf diese Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 28. April 2010 (Az. VIII ZR 263/09) weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin.
(Berlin) - "Wie vertragen sich Wettbewerb und Solidarität? Wie können geschätzte Werte wie die flächendeckende Versorgung, der relativ freie Zugang zu Leistungen und der umfassende Leistungskatalog so weit wie möglich erhalten bleiben, ohne dass der einzelne dabei finanziell überfordert wird? Im Kern geht es in den kommenden Jahren um die Frage, wie die Leistungsmenge und die dafür zur Verfügung stehenden Mittel in ein Gleichgewicht gebracht werden können. Das erfordert eine öffentliche, gesamtgesellschaftliche Diskussion, in der auch Fragen der Priorisierung nicht ausgeklammert werden können." Dies hat Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), zum Auftakt der Diskussionsveranstaltung KBV kontrovers gestern (28. April 2010) in Berlin gesagt. Diese stand unter der Überschrift "Aktionismus oder Lethargie: Wie geht´s weiter im Gesundheitswesen?"
(Berlin) - Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ hat gestern (28. April 2010) auf ihrer Mitgliederversammlung in Hamburg den Ehrenpreis der Kinder- und Jugendhilfe verliehen. Ausgezeichnet wurde der 64-jährige Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner für seine besonderen Verdienste um die Kinder- und Jugendhilfe und Jugend(hilfe)politik. Wiesner war zuständig für den Entwurf des 1990 vom Parlament verabschiedeten Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG).
(Berlin) - Die isländische Vulkan-Aschewolke hat bei den Anbietern von organisierten Reisen zu Kosten in Millionenhöhe geführt: Die deutschen Reiseveranstalter und Reisemittler (stationäre Reisebüros und Online-Portale) haben durch die Folgen der Flugverbote nach Ermittlung des Deutschen ReiseVerbands (DRV) einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 110 Millionen Euro erlitten. Zu den Mehrkosten gehören zum Beispiel die Aufwendungen in den jeweiligen Zielgebieten durch Betreuung, Unterbringung und Rücktransport der Gäste. In Deutschland sind nach den Erhebungen des Interessenverbands der Reisebranche besonders die Personalkosten durch Mehrarbeit bei Reisebüros und Veranstaltern (verlängerte Öffnungszeiten, höherer Personaleinsatz, Zusatzarbeiten durch Stornos, Erstattungen, Umbuchungen) in die Höhe geschnellt. Reiseveranstalter verzeichnen zudem Mehrkosten durch bereits eingegangene Verpflichtungen (Einkauf von Kontingenten bei Fluggesellschaften und Hotels), die aufgrund von Stornierungen keinen Erlös brachten.
(Leipzig) - Gemeinsam mit Verbrauchern will der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) neue Konzepte für eine klimaverträgliche Mobilität entwickeln. Dazu richtet der Verband am 11. Juni 2010 das erste "Verbraucherparlament - für mich. für dich. fürs klima." aus. Verbraucherinnen und Verbraucher aus ganz Deutschland können sich um einen Sitz in dem Gremium bewerben. Von den Einsendungen werden 150 Bürgerinnen und Bürger ausgewählt, um als Parlamentarier für einen Tag in Berlin dabei zu sein.
(Berlin) - Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) warnte heute (28. April 2010) gemeinsam mit Unternehmen der regenerativen Heizungswirtschaft auf einer Pressekonferenz in Berlin vor den Folgen der Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm. Der dadurch drohende Förderstopp für Anlagen zur Nutzung von Solar-, Bio-, Erd- und Umweltwärme gefährde Investitionen und Beschäftigte zahlreicher Unternehmen. Außerdem rücke er das Ziel der Bundesregierung in weite Ferne, bis 2020 in Deutschland 14 Prozent des Wärmeverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu decken.
(Berlin/Shanghai) - Am 1. Mai öffnet in der chinesischen Metropole Shanghai die Weltausstellung EXPO 2010 ihre Tore. Die mit erwarteten 70 Millionen Besuchern bislang größte Schau aller Zeiten folgt dem Trend der letzten Ausstellungen und gibt sich mit dem Motto "Better city - better Life" ("Eine bessere Stadt - ein besseres Leben") einen betont grünen Anstrich.
(Bayreuth) - Die Erholung in der oberfränkischen Wirtschaft setzt sich offenbar mit großen Schritten fort. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth. Im Vergleich zum Jahresbeginn hat sich die Beurteilung der Geschäftslage spürbar verbessert und auch die Zukunftseinschätzungen konnten weiter zulegen. Der Konjunkturklimaindikator springt um 12 auf 117 Punkte. Überraschend positiv entwickeln sich auch die anderen Frühindikatoren der regionalen Wirtschaft: die Investitionsneigung, die Erwartungen zur Beschäftigtenentwicklung und die Prognosen zum Exportgeschäft steigen zum Teil deutlich. "Auf der Basis dieser Ergebnisse können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen. Die Zeichen in Oberfranken stehen eindeutig auf Aufschwung", so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans F. Trunzer.






