Verbands-Presseticker
(Berlin) - "Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossene Richtlinie zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung ist enttäuschend. Obwohl die geplante Neuregelung bei den inzwischen dreijährigen Beratungen umfassend beleuchtet wurde, bietet der Beschluss kaum Licht, aber viel Schatten. Viele Fragen sind nach wie vor offen", kritisierte Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin und Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer, die jüngste Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses. Das Gremium hatte am 18. Februar 2010 die Richtlinie zur Qualitätssicherung nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 SGB V beschlossen. Das Regelwerk soll die Grundlage für eine künftig sektorenübergreifende Qualitätssicherung bilden.
(Köln) - Aufstrebende Länder wie Polen, China und die Türkei spielen für die deutsche Exportwirtschaft eine immer wichtigere Rolle. Schon vor der Weltwirtschaftskrise, im Zeitraum 2000 bis 2007, ging mehr als ein Drittel des deutschen Exportwachstums auf das Konto der Schwellenländer. Ihr Anteil an Deutschlands Ausfuhren hat sich in diesen Jahren von 18 auf 25 Prozent erhöht - das entspricht einem Plus von fast 130 Milliarden Euro.
(Berlin) - Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB) hat die Empfehlungen der heute (22. Februar 2010) veröffentlichte Fachkräftestudie für die Länder Berlin und Brandenburg als gelungenen Masterplan bezeichnet. Die UVB sieht sich durch die prognos-Studie in ihren eigenen Analysen und in ihrer Forderung bestätigt, dass der künftige Fachkräftebedarf in der Region nur länderübergreifend ermittelt werden kann.
(München) - Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Fluggäste laut EU Anspruch auf eine Entschädigung bis 600 Euro - aber nur, wenn kein "außergewöhnlicher" Umstand daran schuld ist. Darauf weist der ADAC in München hin. Die Einschätzung der Lufthansa, die in dem Streik einen außergewöhnlichen Umstand sieht, wird von den Verbraucherschutzanwälten des ADAC in Frage gestellt.
(Berlin) - Für die IHK Berlin ist die duale Berufsausbildung in Deutschland mit ihrem hohen betrieblichen Anteil ohne echte Alternative. Das betonte heute (22. Februar 2010) der Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Berlin, Christoph von Knobelsdorff, anlässlich der Tage der Offenen Tür der Oberstufenzentren vom 24. bis 27. Februar in Berlin.
(München) - "Prinzipiell gut, angesichts der schlechten Rahmenbedingungen und des Selektionsdrucks in der schulischen Realität aber kaum zu verwirklichen" - auf diesen Nenner bringt der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, seine Auffassung zum heute (22. Februar 2010) u. a. von Kultusstaatsekretär Marcel Huber vorgestellten Modellversuch "Flexible Grundschule". Er soll an 20 bayerischen Grundschulen, unterstützt von der Stiftung Bildungspakt Bayern, durchgeführt werden.
(Bad Honnef) - Der Umsatz der gesamten deutschen Holzindustrie ging im vergangenen Jahr um 12,2 Prozent zurück. Insgesamt wurden bei den Unternehmen ab 50 Beschäftigten Waren im Wert von 28,7 Mrd. Euro umgesetzt, gegenüber 31,1 Mrd. im Jahr 2008.
(Berlin/San Francisco) - 13 Unternehmen repräsentieren in diesem Jahr gemeinsam mit TeleTrusT deutsche Kompetenz in IT-Sicherheit auf der RSA-Konferenz, die vom 1.-5. März 2010 in San Francisco stattfindet. Der Gemeinschaftsstand wird durch den Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der deutschen Wirtschaft (AUMA) gefördert. Entgegen dem allgemeinen Wirtschaftstrend erwartet die IT-Sicherheitsbranche ein starkes Wachstum für die nächsten Jahre.
(Berlin/Hannover) - Mit 4.157 Ausstellern aus 68 Ländern startet am 2. März die weltgrößte Hightech-Messe CeBIT. Wichtigstes Thema ist aus Sicht des Bundesverbandes BITKOM das Zusammenwachsen unterschiedlicher Technik- und Lebenswelten durch das Internet. "Mit dem Leitthema `Connected Worlds´ wird die CeBIT zu einem Zukunftskongress für das Leben und Arbeiten von morgen", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Schwerpunkte sind unter anderem das mobile Internet, Super-Breitband, Cloud Computing, Web 2.0 und Sicherheit. Auch Umweltschutz und Green IT, intelligente Energieversorgung, E-Government und die Vernetzung im Gesundheitswesen spielen eine herausragende Rolle. "Auf der CeBIT wird sichtbar, wie moderne Technologien unser Leben verändern", sagte Scheer. "Die CeBIT bietet die Schlüssel zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen, vom Datenschutz bis zum Klimaschutz."
(Niedernhausen) - "Die Löhne im Bäckerhandwerk liegen im Vergleich aller Handwerksberufe im untersten Drittel. In einigen Bundesländern - vor allem in Ostdeutschland, aber auch in Niedersachsen und Baden-Württemberg - verweigern die Arbeitgeber seit Jahren den Abschluss von Tarifverträgen. Das ist nicht zukunftsfähig angesichts des radikalen Strukturwandels des Bäckerhandwerks", hat Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), zur Eröffnung des Backwarenforums im Bildungszentrum Oberjosbach kritisiert. "Kein Brot und kein Brötchen werden teurer, wenn die Bäckereifachverkäuferin einen Lohn erhält, von dem sie leben kann."





