Verbands-Presseticker
(Frankfurt am Main) - Bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses sind jetzt vor allem die Hochschulen selbst gefordert. Die Bildungspolitik hat die erforderlichen Rahmenbedingungen gesetzt. "Hochschulautonomie ist auch eine Verpflichtung: vor allem zur intelligenten Flexibilisierung der neuen gestuften Studiengänge, mit einem sinnvollen Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium und einer besseren Einbindung von Auslandsaufenthalten. Wir brauchen weder einen `Bachelor light´ noch einen überfrachteten Master", kommentierte Prof. Dieter Weidemann, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) den heutigen (17. November 2009) Bildungsstreik an den hessischen Hochschulen. Der Stoff der traditionellen Studiengänge dürfe nicht reduziert, müsse aber auf die neuen gestuften Abschlüsse sinnvoll aufgeteilt werden. Und dabei müsse nicht alles über einen Kamm geschoren werden: Während manches geisteswissenschaftliche Fach mehr Struktur benötige, brauchten die sowieso schon sehr durchstrukturierten Ingenieursstudiengänge eher mehr Freiheit.
(Berlin) - "Nach harten Verhandlungen bin ich mit dem Koalitionsvertrag recht zufrieden. Insgesamt würde ich die neue Bundesregierung und den Koalitionsvertrag durchaus als bauernfreundlich bezeichnen." Dies sagte Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), auf der Agrarkredittagung 2009 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes am 17. November 2009 in Berlin. Die Bundesregierung bekenne sich zur Marktorientierung und zum bäuerlichen Unternehmertum und betone gleichzeitig ihre Verantwortung für eine soziale und gesellschaftliche Abfederung. Außerdem werde mit dem Sofortprogramm für die Landwirtschaft eine beachtliche Krisenhilfe geleistet. Positiv bewertet es Sonnleitner zudem, dass Deutschland schädliche nationale Alleingänge unterlassen will. Eine riesengroße Enttäuschung beim Koalitionsvertrag sei jedoch, dass es keine Verständigung für eine Risikoausgleichsrücklage gab. "Wir lassen hier nicht locker. Spätestens bei der Steuerreform 2011 muss die Risikorücklage wieder auf den Tisch", kündigte Sonnleitner an. Denn die Landwirtschaft müsse sich zunehmend auf starke Schwankungen der Märkte einstellen und brauche daher ein Sicherheitsnetz.
(Düsseldorf) - Der Bundespräsident hat die ehrenamtlichen Verdienste des Krefelder Spediteurs Ulrich Bönders (64) durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse gewürdigt. Bönders ist geschäftsführender Gesellschafter eines Speditions- und Logistikunternehmens in Krefeld. Die Bönders GmbH Spedition ist als Logistikanbieter für Automobil- und Chemiekonzerne sowie für den Handel überregional aktiv.
(Berlin) - Der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen ist am 16. November 2009 in Berlin zu einem ersten Meinungsaustausch mit dem neuen Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière (CDU) zusammen gekommen. Im Anschluss an die Erörterung des Koalitionsvertrages von Union und FDP und dessen Auswirkungen auf den öffentlichen Dienst sprachen Heesen und de Maizière über die Zukunft des öffentlichen Dienstrechts und die Reform der öffentlichen Verwaltung.
(Frankfurt am Main) - "Produktentwicklung innovativ - mit Kunden neue Wege gehen" - so lautet der Titel einer Studie, deren erste Ergebnisse gestern (16. November 2009) bei einer Podiumsdiskussion der Deutschen Fachpresse im Rahmen der VDZ Zeitschriftentage in Berlin vorgestellt wurden. Renommierte Fachverleger diskutierten unter anderem, wie Fachverlage in Zukunft die Entwicklungsprozesse von Produkten optimieren und Fachverlagskunden aktiv in den Prozess mit einbeziehen können.
(Berlin) - "Womit der Mittelstand wieder in Fahrt kommt"- unter diesem Titel diskutierten auf dem diesjährigen 13. Tourismusgipfel Branchenvertreter mit der Politik. Hans Doldi, Vizepräsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV), forderte auf dem vom Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) am Montag, den 16. November veranstalteten Branchentreffen in Berlin von der neuen Bundesregierung ein klares Programm für Wachstum und finanzielle Entlastungen - besonders für den Mittelstand. Denn, so Doldi, gerade die Reisebranche und besonders das Segment der Reisebüros und Reiseveranstalter seien deutlich mittelständisch geprägt. Über 2,8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Tourismusbranche, davon über 74.000 bei Reisebüros und Reiseveranstaltern. "Nach der Gesundheitsbranche ist der Tourismus einer der beschäftigungsintensivsten Segmente der deutschen Wirtschaft", untermauert Doldi deren wirtschaftliche Bedeutung.
(Bonn) - Die Wettbewerber der Deutschen Telekom haben einen wichtigen Etappensieg errungen. Der Eilantrag der Deutschen Telekom ist abgelehnt worden. Der Zugang zum Schaltverteiler versetzt alternative Carrier in die Lage, ländliche Gebiete mit Breitband wirtschaftlich zu erschließen. Der Schaltverteiler wird an einem Ort errichtet, der vor der Verzweigung der Hauptleitung in die jeweiligen Kabelverzweiger liegt und hat damit eine entscheidende Multiplikatorfunktion für den schnellen und effektiven Breitbandausbau. Bereits im März 2009 hatte die Bundesnetzagentur der Telekom auferlegt, Wettbewerbern den Zugang zu ihren Schaltverteilern zu gewähren.
(Berlin) - Am 15. November verstarb der engagierte Gewerkschafter und Sozialdemokrat Hans Matthöfer nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren. Im Namen des Geschäftsführenden Bundesvorstandes sprach Michael Sommer der Familie sein tief empfundenes Mitgefühl aus und würdigte seine Verdienste.
(Frankfurt am Main) - Der spanische Schüler Josep-Oriol Guinovart hatte, mit dem Titel "Future", ein eigenes Lied komponiert und getextet. Er war einer von 72 Jugendlichen die sich jetzt zum Finale des europäischen Debattierwettbewerbs "Jugendparlament" in Rom trafen. Eingeladen hatte der europäische Verband der Kunststofferzeuger PlasicsEurope. In Belgien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, der Türkei und Deutschland hatten sich in Vorentscheidungen unter fast eintausend Jugendlichen die Besten für Rom qualifiziert.
(Frankfurt am Main/Berlin) - Gemeinsam gegen Gewalt, gemeinsam für ein friedliches Miteinander. Das ist das Ergebnis eines Gespräches zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), der Deutschen Fußball Liga (DFL) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. In Zukunft wollen alle Seiten zur Eindämmung von gewalttätigen Übergriffen im Umfeld des Fußballs effektiver zusammenarbeiten und partnerschaftlich vorgehen. Neben der Intensivierung bereits vorhandener Präventivmaßnahmen und der konsequenten Nutzung der Sportgerichtsbarkeit wird es auf Anregung von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach dazu in enger Zusammenarbeit mit der DFL, die durch ihren Geschäftsführer Spielbetrieb Holger Hieronymus vertreten war, sowie der GdP einen gemeinsamen Kongress geben, der von einer Medienkampagne begleitet werden soll. Ziel ist es, den Fußball und die Polizei für alle sichtbar als Partner im Kampf gegen Gewalt darzustellen.




