Verbands-Presseticker
(Berlin) - Die EU-Kommission hat Pläne zur Änderung der 4. Gesellschaftsrechts-Richtlinie 660/78/EWG vorgelegt, wonach "Kleinstunternehmen" von der Pflicht befreit werden sollen, einen Jahresabschluss zu erstellen. Erklärtes Ziel ist die Verringerung der Bürokratiekosten haftungsbeschränkter nicht-kapitalmarktorientierter Gesellschaften, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: eine Bilanzsumme bis 500.000 Euro, Nettoumsatzerlöse bis 1 Mio. Euro und maximal zehn Beschäftigte.
(Berlin) - Als "tragischen Schlusspunkt einer Reihe politischer Fehlentscheidungen" bezeichnete die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Margret Mönig-Raane, die Ankündigung des Insolvenzverwalters Klaus-Hubert Görg, das Traditionsunternehmen Quelle nicht mehr weiter führen zu können.
(Berlin) - Zur Verhandlung der Hartz IV-Regelsätze für Minderjährige vor dem Bundesverfassungsgericht erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer: Für etwa 1,7 Millionen Kinder geht es heute um die Frage, ob ihr Leben durch politische Willkür unnötig erschwert wird. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt darüber, ob die derzeitigen Hartz IV-Leistungen den tatsächlichen Bedarf abdecken.
(Berlin) - Trotz Wirtschaftskrise sucht die Logistikbranche auch weiterhin Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte, so die einhellige Meinung der Experten anlässlich einer Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums in Berlin. Das Angebot an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Logistikpersonal in Deutschland zählt dabei zur Weltspitze.
(Berlin) - "Wir sind von der Resonanz auf unseren ersten Deutschen Bauwirtschaftstag positiv überrascht. Mit einer so großen Zahl von Gästen hatten wir nicht gerechnet. Das beweist auch, dass wir mit unserer gemeinsamen Veranstaltung zum Wohle der mittelständischen Bauwirtschaft auf dem richtigen Weg sind. " So der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider, in Berlin.
(Berlin) - Es gibt viele Fördermittel für Green-IT-Projekte, doch nur wenige Unternehmen beantragen diese Gelder. Viele Organisationen wissen nicht, wie viel Energie ihre IT-Infrastruktur verbraucht und vernachlässigen deshalb diesen Kostenfaktor. Zu dieser Einschätzung kommt das "Green IT Beratungsbüro". Die gemeinsame Einrichtung des Bundesumweltministeriums (BMU), des Umweltbundesamtes (UBA), der KfW Bankengruppe und des BITKOM berät Unternehmen, Organisationen und Behörden, wo und wie sie für Green-IT-Projekte öffentliche Fördermittel erhalten können. "Gerade in Zeiten knapper Kassen sollten Unternehmen über die Einsparpotenziale ihrer ITK-Systeme nachdenken. Green IT spart Energiekosten, mit staatlicher Unterstützung können sich solche Projekte in kürzester Zeit amortisieren", sagt Florian König, Projektmanager Kommunikation im "Green IT Beratungsbüro".
(Hannover) - Für den Ausbau Erneuerbarer Energien müssen die Verbraucher künftig tiefer in die Tasche greifen. Die vier deutschen Betreiber von Übertragungsnetzen kassieren nächstes Jahr 75 Prozent mehr Geld pro gelieferter Kilowattstunde Strom. Die so genannte "EEG-Umlage" soll die negative Differenz zwischen der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung und dem niedrigeren Strompreis finanzieren.
(Hamburg/Wien) - Anlässlich der Zusage der Europäischen Kommission, Europas Milchbauern mit weiteren 280 Millionen Euro zu unterstützen, weist die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN auf die einseitigen Agrarsubventionen der EU hin: Es gibt praktisch keine Förderungen für tierfreundliche Haltungsformen. Die größten Massentierhalter bekommen die höchsten Subventionen und drücken damit auch die Preise in den Keller. Und irgendwo zwischen Bauern und Konsumenten bleibt auch ein großer Teil der Preisspanne auf der Strecke. Daher sind auch Verarbeiter und Handel gefordert, gemeinsam mit Tierschutzorganisationen tierfreundliche Richtlinien zu erarbeiten und diese entsprechend zu durchzusetzen.
(Bonn) - Im Jahre 2005 konnte die Telekom in den Koalitionsverhandlungen "Regulierungsferien" durchsetzen. Jetzt üben die Lobbyisten des Bonner Unternehmens wieder Druck auf die laufenden Koalitionsverhandlungen aus und gehen einen Schritt weiter: Der Ex-Monopolist will nicht nur Ferien von der Regulierung, sondern möglichst kurzfristig ganz aus der Regulierung der Bundesnetzagentur entlassen werden. Ferner will das Bonner Unternehmen erreichen, bis zur Entlassung aus der sektorspezifischen Regulierung, auch Zugangsnetze der Wettbewerbsunternehmen in die Regulierung aufzunehmen. Vor beiden Bestrebungen der Telekom warnt der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), in dem unter anderem über 30 alternative Anschlussnetzbetreiber zusammengeschlossen sind, ganz eindringlich.
(Berlin) - Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) hat die Rechnungslegungsvorschriften in Deutschland reformiert und soll für den Mittelstand eine kostengünstige und einfache Alternative zu den internationalen Bilanzregeln darstellen. Nach jahrelanger Diskussion ist das Gesetz im Mai 2009 in Kraft getreten. Nun zeigen sich in der Praxis erste, aber grundlegende Zweifelsfragen, die durch die größte Bilanzrechtsreform seit 20 Jahren aufgeworfen werden.





