Verbands-Presseticker
(Berlin) - Aus Protest gegen die Festlegung auf längere AKW-Laufzeiten im Koalitionsvertrag haben heute (16. Oktober 2009) Atomkraftgegner vor Beginn der Koalitionsverhandlungen einen Offenen Brief an die Verhandler präsentiert, der mittlerweile von über 100.000 Menschen unterstützt wird.
(Berlin) - "Die Befürchtungen, dass die Konjunkturprogramme zu deutlichen Preiserhöhungen in der Baubranche führen könnten, haben sich nicht bestätigt." Diese Auffassung vertrat heute (16. Oktober 2009) in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie RA Michael Knipper anlässlich der Veröffentlichung der Baupreise durch das Statistische Bundesamt. Im Durchschnitt der Branche waren die Baupreise nach Berechnungen des Bundesamtes im dritten Quartal nur um 0,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal gestiegen. Im Vergleich zum Jahresbeginn - dem Start der Konjunkturprogramme - waren die Preise sogar stabil geblieben.
(Berlin) - Mehr als 4,7 Millionen Mal wurden die 20 beliebtesten Nachrichtenportale von Januar bis September besucht. Das entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. An der Spitze der Hitliste steht weiterhin Spiegel Online (977 Millionen Visits) vor Bild.de (858 Millionen Visits). Nach dem Relaunch sind beide Online-Angebote stark gewachsen. "Das Wettrennen an der Spitze ist ein Beleg für den harten Konkurrenzkampf im Markt für Online-Nachrichtenportale", sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Aktuell erreicht Spiegel Online einen Top-20-Marktanteil von 20,7 Prozent, Bild.de hält 18,2 Prozent.
(Berlin) - Der Anteil barrierefreier Bahnhöfe in Deutschland wächst: Insgesamt 71 Prozent aller Bahnhöfe des Landes sind in den letzten Jahren so umgebaut worden, dass sie von Menschen mit Behinderungen genutzt werden können. Das haben Recherchen der Allianz pro Schiene und die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken ergeben. Danach gibt es allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Schlusslichter sind das Saarland (mit nur 44 Prozent an barrierefreien Bahnhöfen), Hamburg (51 Prozent), Hessen (54 Prozent), Sachsen (61 Prozent), Bremen (63 Prozent) und Rheinland Pfalz (65 Prozent). Im Mittelfeld liegen die Bahnhöfe in Baden-Württemberg (72 Prozent), Bayern (73 Prozent), Brandenburg (74 Prozent) und Berlin (77 Prozent). Vorreiter beim behindertengerechten Bahnhofsumbau sind Schleswig-Holstein (88 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (87 Prozent) und Thüringen (86 Prozent), gefolgt von Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen (beide 82 Prozent) sowie Niedersachsen (mit 80 Prozent), die sämtlich deutlich über dem deutschen Mittelwert von 71 Prozent liegen.
(Berlin) - Die Nutzung ökologischer Anbaumethoden ist von zentraler Bedeutung, um eine ausreichende Wasserversorgung zur Ernährung der Weltbevölkerung sicher zu stellen. Das wurde bei der Jahrestagung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft in Berlin deutlich.
(Bayreuth) - Dass Finanzierungsengpässe den Aufholprozess der deutschen Wirtschaft schwächen könnten, befürchtet angesichts aktueller Umfrageergebnisse IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans F. Trunzer. Grund dafür sind die Ergebnisse einer aktuellen IHK-Umfrage, in der rund 800 oberfränkische Unternehmen nach der Entwicklung ihrer Kreditkonditionen befragt wurden. "Die Finanzkrise hat in vielen Betrieben aller Branchen zu einem deutlich höheren Finanzierungsaufwand geführt. Die Finanzierung könnte zur Gretchenfrage des Aufschwungs werden", so Trunzer.
(Berlin) - Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht sich in weiten Teilen vom Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofes zur Milchpolitik bestätigt. Der Rechnungshof unterstreicht den hohen Stellenwert der Milcherzeugung in der Europäischen Union - mit über einer Million Milcherzeugern und weiteren 400.000 Menschen in der Milchverarbeitung. Der Rechnungshof moniert, dass das politische Ziel einer Preisstabilisierung für die Milcherzeuger nicht nachhaltig erreicht wurde. Allein zwischen 1995 und 2007 hat die EU-15 rund die Hälfte ihrer Milchbetriebe verloren.
(Hannover) - Der SoVD (Sozialverband Deutschland e.V.) warnt vor zunehmender Armut in Niedersachsen. Der mit 250.000 Mitgliedern größte Sozialverband des Landes unterstützt zudem die Landesarmutskonferenz in ihren Forderungen nach konkreten Schritten gegen die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich. "Nimmt man neueste Entwicklungen zusammen, ist die Gesamtschau erschütternd", sagt SoVD-Landesvorsitzender Adolf Bauer anlässlich des Weltarmutstages am 17. Oktober.
(Berlin) - "Die Europäische Kommission muss stärker auf Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger setzen. Die geplante reine Verteuerung der Mobilität ist verfehlt und bewegt die Verkehrsteilnehmer nicht zwangsläufig zum Umstieg auf umweltverträglichere Verkehrsträger.", so Dr. Florian Eck, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Verkehrsforums bei der Anhörung im Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zur geplanten Mitteilung der Europäischen Union "Eine nachhaltige Zukunft für den Verkehr".
(Frankfurt am Main) - Die Banken sollten sich als Lehre aus dem ökonomischen "Erdbeben" der vergangenen Monate wieder auf ihre traditionelle Rolle konzentrieren und der Realwirtschaft finanzielle Dienstleistungen anbieten. Dies sei allerdings nur möglich, wenn in der Finanzwirtschaft ein Mentalitätswechsel stattfinde. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, eröffnete den Wirtschaftstag der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Frankfurt mit einer Analyse der Ursachen der Finanzkrise und einer Reihe von Empfehlungen, welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollten. Nach Ansicht des Zentralbankers machten Deregulierung, Liberalisierung und Innovation die Wirtschaft zwar produktiver. Undurchsichtige und anfällige Finanzinnovationen hingegen kaschierten deren tatsächliche Risiken. Die Finanzwirtschaft müsse mehr Transparenz herstellen und das Management von Liquidität und Risiken stärken, sagte der EZB-Präsident vor rund 2.500 mittelständischen Unternehmern und Bankenvertretern.




