Verbands-Presseticker
(Essen) - Die Liberalisierung der Stromwirtschaft hat die erwarteten Produktivitätsfortschritte tatsächlich gebracht. An die Stromabnehmer sind sie allerdings nicht weitergegeben worden. Nutznießer sind stattdessen die großen Versorger. Das belegt eine neue Studie der Professoren Bontrup und Marquardt der FH Gelsenkirchen. Die dort ermittelten Produktivitätsfortschritte in der Stromwirtschaft sind mit 70 Prozent beeindruckend. Bei den Haushalten seien in der Zeitspanne zwischen 1998 und 2007 dabei aber nur knapp 5 Prozent angekommen, bei Industriekunden sogar nur 3 Prozent. In einem funktionierenden Wettbewerb wäre dies nicht möglich gewesen, so der VIK, die Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Energiekunden.
(Düsseldorf) - Die Kinobranche setzt auf 3D-Filme. Die Technik dafür wird immer perfekter. In den nächsten Jahren sollen mehrere Dutzend Filme mit 3D-Effekten in die Kinos kommen. Um das dreidimensionale cineastische Vergnügen zu genießen, müssen aber auch die Augen der Zuschauer perfekt aufeinander abgestimmt sein. Damit sich das beidäugige Sehen optimal entwickeln kann, rät der Berufsverband der Augenärzte dazu, dass Kinder spätestens im Alter von drei Jahren augenärztlich untersucht werden. Diese Vorsorgeuntersuchung wird von der gesetzlichen Krankenversicherung allerdings nicht bezahlt.
(Berlin) - Was tun, wenn das Haus in die Jahre gekommen ist, viel Energie durch eine schlechte Dämmung vergeudet wird und die Heizkostenabrechnung kontinuierlich steigt? Eine Fassadendämmung mit Holz kann hier Abhilfe schaffen. Darauf macht der Bund Deutscher Zimmermeister (BDZ) im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes aufmerksam und verweist auf die bildreiche Dokumentation einer Fassadensanierung in Form eines Bautagebuchs im Internet unter www.zimmermeister-modernisieren.de.
(Frankfurt am Main/Ingolstadt) - Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), hat öffentliche und private Banken aufgefordert, ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung auch in der Krise zu erfüllen. "In der Automobilindustrie, speziell bei unseren Zulieferunternehmen, kommt diese Zielsetzung aber nur zum Teil an. Manche unserer Unternehmen haben mit der Kreditversorgung zu kämpfen, erfahren Kürzungen ihrer Kreditlinien und Verteuerungen der Konditionen", sagte Wissmann auf dem 11. BAIKA-Jahreskongress "Zulieferer innovativ" im Audi Forum in Ingolstadt. "Dabei ist in der derzeitigen Situation vielfach sogar ein Ausweiten der Kreditlinien notwendig. Da ziehen manche Banken einfach nicht in genügender Weise mit, obwohl doch im Rahmen des Konjunkturprogramms die KfW einen größeren Teil der Risiken übernimmt." Der von der Bundesregierung aufgespannte Schutzschirm für die Kreditinstitute erfülle seinen Zweck bisher nur unzureichend. Daher sei es Aufgabe der Politik, hier entsprechend auf die Banken einzuwirken, betonte der VDA-Präsident.
(Düsseldorf) - Bereits im Jahr 2006 hatte der BGH in seiner viel beachteten Kickback-Entscheidung festgestellt, dass Anlageberater den Kunden über die Höhe der verdeckten Zuwendungen aufklären muss, die er für eine Anlageempfehlung vom Emittenten bzw. der Fondsverwaltung erhält. Nach Zurückverweisung und erneuter Klageabweisung durch das OLG München hatte der BGH nunmehr in dem auf Nichtzulassungsbeschwerde zugelassenen Revisionsverfahren zu entscheiden, wenn die Beweislast dafür trifft, dass die beratende Bank die Höhe ihre Eigeninteressen vorsätzlich verschwiegen haben.
(Henstedt-Ulzburg) - Ist der Wechsel in den Basistarif sinnvoll? Diese Frage stand im Mittelpunkt der vorgestrigen (23. Juni 2009) Telefonaktion des Bundes der Versicherten (BdV). Vier Stunden standen BdV-Experten den freiwillig gesetzlich sowie privat Krankenversicherten Rede und Antwort. Vorstandsvorsitzende Lilo Blunck: "Viele Privatversicherte sind durch den Stichtag 30. Juni aufgeschreckt, aber unsicher, ob für sie tatsächlich Handlungsbedarf besteht."
(Berlin) - In den russischen Republiken des Nordkaukasus werden Gefangene unter der Folter zu Geständnissen gezwungen, die dann vor Gericht als Beweise verwertet werden und zu langjährigen Haftstrafen führen. Dies berichtete der tschetschenische Strafverteidiger Magamed Abubakarow gestern (24. Juni 2009) in Berlin auf einer vom Deutschen Anwaltverein (DAV) und Amnesty International veranstalteten Pressekonferenz. Die Pressekonferenz fand zwei Tage vor dem Internationalen Tag des Folteropfers statt (26. Juni). DAV und Amnesty forderten die russische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass Anwälte wie Abubakarow frei, unabhängig und gefahrlos arbeiten können und erfolterte Geständnisse nicht in Strafprozessen verwertet werden.
(Bonn) - Auch wenn es durch die Aktion des Deutschen Tierschutzbundes "Nimmst du mein Tier, nehm´ ich dein Tier" in vielen Fällen gelingt, "Tiersitter" zu finden und das Urlaubs-Beratungstelefon mit Tipps für die konkrete Reiseplanung zu "tierisch guten Reisebedingungen" verhilft: Die Reisezeit wird wegen der zunehmenden Zahl an zu betreuenden Tieren zu einer besonderen Herausforderung für die Tierheime. Deren Aufnahmekapazitäten sind oft schon vor Beginn der Ferienzeit ausgelastet. In dieser Woche beginnen unter anderem in Niedersachsen und Thüringen die Ferien. Die freien Tage im bevölkerungsreichsten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, stehen bevor, weitere folgen.
(Berlin) - Der Bundesgerichtshof hat mit seiner vorgestrigen (23. Juni 2009) Entscheidung zum Online-Portal Spickmich.de für Rechtsklarheit gesorgt. Äußerungen von Verbrauchern zur Qualität von Dienstleistungen jeder Art fallen unter den Grundsatz der Meinungsfreiheit. "Aus Verbrauchersicht ist dieses Urteil begrüßenswert", so Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv).
(Berlin) - Nur 5 Prozent aller Schwangeren greifen in der Apotheke ohne ärztliche Empfehlung zu rezeptfreien Medikamenten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative infas-Umfrage bei 1.300 Müttern von Kindern unter 10 Jahren im Auftrag der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Die Vorsicht der werdenden Mütter ist erfreulich", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA. "Schwangere und Stillende sollten die Einnahme von Medikamenten grundsätzlich vorab mit ihrem Arzt absprechen." Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen wie Folsäure können vor und während der Schwangerschaft sinnvoll sein. Dazu informieren Arzt und Apotheker gerne individuell.






