Verbands-Presseticker
(Köln) - Die deutsche Wirtschaft wird 2004 nach dreijähriger Stagnation erstmals wieder spürbar wachsen. Die erwartete Steigerung des realen Bruttoinlandsprodukts um 13/4 Prozent gegenüber 2003 ist allerdings zum Teil der Tatsache zu verdanken, dass eine Reihe von Feiertagen auf ein Wochenende fällt und das Schaltjahr noch einen weiteren zusätzlichen Arbeitstag spendiert.
(Berlin) - Die Allianz pro Schiene hat erleichtert auf die Zusage der Deutschen Telekom reagiert, bis Ende Januar 2004 einen konkreten Termin für die Behebung der technischen Pannen im Zusammenhang mit der Mauteinführung für schwere Lkw in Deutschland zu nennen. "Dieser Schritt war überfällig", sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege in Berlin.
(Berlin) - Nach den ersten Erfahrungen mit den Reformen der Arbeitsmarktpolitik, die Anfang 2003 Gesetz geworden sind, gehen von "Hartz 1" und "Hartz 2" keine positiven Impulse auf den Arbeitsmarkt aus. Dies berichtet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) aufgrund einer Umfrage bei über 20.000 Unternehmen. Die bislang umgesetzten "Hartz-Gesetze" seien beschäftigungspolitisch kein großer Wurf.
(Düsseldorf) - Ab dem 4. Januar dürfen die Video- und Mediatheken in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ab 13:00 Uhr sonntags öffnen.
(Berlin) - Sparer erhalten weniger Kapitalerträge steuerfrei. Seit dem 1. Januar 2004 gelten niedrigere Sparer-Freibeträge: Für Alleinstehende sinkt der Freibetrag auf 1.370 Euro, für Verheiratete auf 2.740 Euro. Das sind 180 bzw. 360 Euro weniger als bisher.
(Berlin) - Der beabsichtigte Austritt des Landes Hessen aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gefährdet aus Sicht der dbb tarifunion die Verhandlungen zur Neugestaltung des öffentlichen Tarifrechts. Das hessische Signal sei der denkbar ungeeignetste Schritt, um zu tarifpolitischen Erfolgen zu kommen.
(Düsseldorf) - Wolfgang Pföhler (50) wird neuer Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
(Berlin) - Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband übernimmt turnusmäßig zum 1. Januar 2004 die Federführung im Zentralen Kreditausschuss (ZKA). Im ZKA arbeiten die Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft bei einer Vielzahl wichtiger Arbeitsgebiete wie Aufsichtsfragen, Steuerfragen, Zahlungsverkehr und allen übergreifenden Fragen des Bankgeschäfts zusammen.
(Berlin) - Die Preise für verschreibungspflichtige Arzneimittel sinken ab 1. Januar 2004 um durchschnittlich sieben Prozent. In einigen Fällen reduziert sich der Preis um bis zu 50 Prozent. Ursache ist die Gesundheitsreform und die damit verbundenen Sparmaßnahmen bei den pharmazeutischen Herstellern, Großhändlern und Apotheken.
(Köln) - "Ein Vierteljahrhundert Reformdebatte scheint sich endlich zu einer kritischen Masse an Reformprojekten zu verdichten." Diese Hoffnung äußert Professor Gerhard Fels, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), in einem Ausblick auf das Jahr 2004. Nach drei Jahren mit kaum mehr als einem Null-Wachstum sei weitgehend akzeptiert, dass Abstriche bei sozialen Unterstützungsleistungen, Altersrenten und Subventionen unabweislich sind.



