Verbands-Presseticker
(Berlin) - "Der Anfang ist gemacht, aber noch ist die nachhaltige wirtschaftspolitische Wende in Deutschland nicht vollzogen", erklärte am 24. November BDI-Präsident Michael Rogowski vor der Mitgliederversammlung des Industrieverbandes. Mit Blick auf die sich verschärfenden demographischen Probleme und die anhaltende Wachstumsschwäche forderte Rogowski eine weitere Reformagenda im nächsten Jahr.
(Berlin) - Einen weiteren Verlust an Pressevielfalt befürchtet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wenn die Vorschläge des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zur Reform der Pressefusionskontrolle vom Gesetzgeber umgesetzt würden. Sollten diese Realität werden, wird sich der Konzentrationsprozess bei den regionalen Zeitungsverlagen beschleunigen, kritisierte Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender.
(Düsseldorf) - Die geplante Anhebung der Pflichtabgaben zur Künstlersozialkasse sorgt bei den Unternehmen der Digitalen Wirtschaft, bei denen durchschnittlich etwa jeder fünfte Mitarbeiter als Freelancer tätig ist, für erhebliche Unruhe. Der aktuelle Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) sieht vor, den Unternehmensanteil an der Künstlersozialabgabe für 2004 von 3,8 auf 4,3 Prozent festzusetzen.
(Berlin) - Bezugnehmend auf ein Interview mit dem neuen dbb-Chef Peter Heesen in der heutigen Ausgabe (24. November) des "Handelsblatt" meldet die Nachrichtenagentur AP die angebliche Bereitschaft des dbb, "eine längere Arbeitszeit der Staatsdiener zu akzeptieren". Diese Aussage ist falsch und entspricht weder dem im Handelsblatt veröffentlichten Text noch den Aussagen des Bundesvorsitzenden des dbb beamtenbund und tarifunion.
(Köln) - Einen weiterhin starken Rückgang im Absatz von Zeitungen und Zeitschriften verzeichnen die 80 Grosso-Unternehmen in Deutschland. Dies geht aus den Geschäftsberichten 2000 bis 2003 hervor, die der Bundesverband Presse-Grosso auf seiner Jahrespressekonferenz im Rahmen der Jahrestagung am 13. und 14.10.2003 in Baden-Baden erstmals der Branchenöffentlichkeit vorstellte. Nach einer Erhebung des Verbandes ging der stückzahlenmässige Verkauf im ersten Halbjahr 2003 um 4,75 Prozent zurück.
(Berlin) - Seit Anfang August dieses Jahres versandte der Bundesverband Deutscher Stiftungen etwa 12.000 Fragebögen an alle ihm bekannten Stiftungen in Deutschland, davon ein Viertel auf elektronischem Wege. Zuerst geht ein Dank des Bundesverbandes an alle Stiftungen, die ihre ausführlichen Antworten schon zurückgesandt haben und so einen bedeutenden Beitrag für die Transparenz des Stiftungswesens in Deutschland liefern.
(Bonn) - Als bewusste Fehlinformation und Täuschung der Öffentlichkeit hat der Deutsche Bauernverband (DBV) die derzeit laufende Kampagne von Tierschutzorganisationen zur Legehennenhaltung bezeichnet. Die Tierschützer emotionalisieren die Verbraucher und machen mit Anzeigen Stimmung gegen eine Reform der Legehennenhaltungs-Verordnung, die den Hühner mehr Tierschutz und bessere Gesundheit bringen würde, erklärte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born.
(Berlin) - Der massive Personalabbau bei der Polizei hat entgegen den Beteuerungen der Innenminister angesichts der Terroranschläge in der Türkei zu einem Sicherheitsrisiko für Deutschland geführt, betonte Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Freiberg: Sicherheitsvorkehrungen können nicht wie der Lautstärkeregler einer Discoanlage hoch- und heruntergefahren werden.
(Berlin) - Aufgrund der Einsparungen in den Länderhaushalten sehen die Medizinstudenten im Hartmannbund (HB) Probleme bei der Umsetzung der neuen Approbationsordnung und in dem Erhalt der rechtsmedizinischen Institute. "Von dem Sparzwang der Länder sind auch die Universitäten betroffen. Die Anlaufphase der neuen Approbationsordnung, die am 01. Oktober 2004 in Kraft treten wird, macht es aber notwendig, dass für die medizinische Ausbildung Mittel bereitgestellt werden", so Andreas Rhode, Vorsitzender des Ausschusses Medizinstudenten im HB.
(Mannheim/Berlin) - Rund hundert Delegierte des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) forderten am 23. November in Mannheim zum Abschluss der jährlichen Hauptversammlung eine sofortige Korrektur der europäischen Verkehrspolitik zu Gunsten der umweltfreundlichen Schiene. Durch die im Mai anstehende Osterweiterung der Europäischen Union werde insbesondere der grenzüberschreitende Verkehr drastisch zunehmen.





