Verbands-Presseticker
(Frankfurt am Main/Darmstadt) - Die Arbeitgeber der Mittelgruppe der Metall- und Elektro-Industrie haben sich am Montag (1. März 2010) in Darmstadt mit dem IG Metall Bezirk Frankfurt geeinigt, den Tarifabschluss aus Nordrhein-Westfalen mit einer Laufzeit von 23 Monaten zu übernehmen. Danach gibt es für die rund 400.000 Beschäftigten der Branche in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zwei Einmalzahlungen im Mai und Dezember 2010 in Höhe von je 160 Euro und ab 1. April 2011 eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,7 Prozent. Mit dem Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" werden die Kosten der Kurzarbeit gesenkt und ein freiwilliges betriebliches Modell der Kurzarbeit als Alternative zum gesetzlichen geschaffen, wonach die Wochenarbeitszeit auf 26 Stunden sinken kann und die Arbeitnehmer einen Teillohnausgleich erhalten. Um die M+E-Industrie demografiefester zu machen, wollen die Tarifparteien aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland noch vor dem 30. April 2010 Gespräche aufnehmen.
(Berlin) - Zum Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Der Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen ist angesichts der angespannten finanziellen Lage vieler Kliniken ein schwieriger Kompromiss."
(Berlin) - Die Unterschiede zwischen dem Lohnsteuer- und dem Sozialversicherungsbeitragsrecht verursachen Monat für Monat einen immensen bürokratischen Aufwand bei der Lohnabrechnung für ca. 40 Millionen Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber. Der b.b.h. Bundesverband e.V. sieht hier einen geeigneten Weg, um einen Teil der Kosten für den Steuerzahler zu reduzieren. Eine Vereinfachung könnte zumindest schrittweise umgesetzt werden und würde sogar einkommensneutral möglich sein.
(Berlin) - Der NABU und acht Partnerkommunen wollen in einem Gemeinschaftsprojekt ihren Beitrag dazu leisten, um den alarmierenden Flächenverbrauch in Deutschland zu reduzieren. Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße und die Verbandsgemeinde Wallmerod in Rheinland-Pfalz, die Städte Hüfingen und Tübingen in Baden-Württemberg, die Gemeinden Barnstorf und Oberharz in Niedersachsen sowie die Initiative Rodachtal e.V. in Bayern/Thüringen haben sich vorgenommen, den Status Quo zu hinterfragen und Alternativen zur Neuausweisung von Bauland auf der grünen Wiese zu definieren. Im Rahmen einer offiziellen Partnerschaft entwickeln sie gemeinsam mit dem NABU bis zum Herbst 2012 Kommunikationsstrategien und konkrete Maßnahmen, die innerörtliche Flächen aktivieren und Wachstum im Bestand fördern sollen. Zu den Maßnahmen zählen beispielsweise die Bewusstseinsbildung für Folgekosten von Baulandausweisung, die Veröffentlichung von Baupotenzialen im Innenbereich, sowie Beratungsangebote für innerörtlichen Um- und Neubau.
(Hannover) - Viele Verbraucher in Deutschland wollen neue Technologien nutzen, um ihren Energieverbauch zu senken und Kosten zu sparen. 40 Prozent der Verbraucher würden zu einem zeitabhängigen Stromtarif wechseln, wenn dieser Einsparmöglichkeiten zum Beispiel durch günstigeren Nachtstrom bietet. 60 Prozent befürworten zudem eine Nachrüstung älterer Wohnungen mit elektronischen Stromzählern, die den Energieverbrauch minutengenau erfassen. Bisher ist der Einbau digitaler Stromzähler nur bei Neubauten und größeren Umbauten Pflicht. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris unter 1.000 Personen im Auftrag des BITKOM. "Die Stromnetze der Zukunft sind dank IT flexibel, sicher und effizient", sagte Martin Jetter, Präsidiumsmitglied des BITKOM, bei der Vorstellung der Umfrage-Ergebnisse auf der CeBIT. "Der Energiemarkt steht vor einem grundlegenden Umbruch. Das Internet der Energie kommt, und Millionen Haushalte werden aktiv mitmachen", so Jetter. Für den Aufbau müssten aber die technologischen und regulatorischen Voraussetzungen geschaffen werden. In den USA werden derzeit 8 Milliarden US-Dollar in 100 E-Energy-Modellregionen investiert, in Deutschland sind es lediglich 140 Millionen Euro in sechs Regionen.
(Berlin) - Die Betroffenen des Sturmtiefs "Xynthia" sollen sich schnell mit ihrem Versicherer in Verbindung setzen und ihre Schäden melden. Das raten die deutschen Versicherer ihren Kunden. "Die meisten Schäden an Häusern und Autos sind in der Regel versichert, denn ab Windstärke acht kommen die Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherung für Schäden auf. Die Versicherer werden ihren Kunden schnell und unbürokratisch helfen und können auch den Kontakt zu Handwerkern herstellen", teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag (1. März 2010) in Berlin mit. Von Windstärke acht an spricht man von Sturm. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 Kilometer je Stunde. Sturmtief "Xynthia" fegte am Sonntag (28. Februar 2010) mit bis zu 166 Kilometern je Stunde über Deutschland hinweg.
(Berlin) - SPD und DIE LINKE fordern eine Verlängerung der direkten Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese Förderung ist nur noch für Verträge möglich, die bis Ende 2009 geschlossen wurden.
(Stuttgart) - Die Mehrzahl der Deutschen ist auf eine kurzfristige finanzielle Notsituation schlecht vorbereitet. Kurzfristige Kredite aus dem Pfandleihhaus helfen immer mehr Menschen, solche Liquiditätsengpässe schnell und unkompliziert zu überbrücken: Allein 2009 wurden Darlehen in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro ausgegeben.
(Frankfurt am Main) - "In tarifgebundenen Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche stiegen die Gehälter 2009 trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise um fast fünf Prozent", sagte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Dies ist das auffälligste Ergebnis der aktuellen ITK-Entgeltanalyse, die die IG Metall am Montag (1. März 2010) in Frankfurt veröffentlicht hat. In nicht-tarifgebundenen Unternehmen sanken die Gehälter durchschnittlich um cirka zwei Prozent. "Dieser große Unterschied spricht eindeutig für die Tarifbindung", betonte Schwitzer.
(Bonn) - Die deutschen Hochschulen wollen sich in Lehre, Forschung und Verwaltung verstärkt für eine weltweite nachhaltige Entwicklung engagieren. Das ist Kern einer Erklärung der Hochschulrektorenkonferenz und der Deutschen UNESCO-Kommission zur Verantwortung der Hochschulen für "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Das Studienangebot vermittelt Kenntnisse, Kompetenzen und Werte und die Forschung erzeugt Wissen und Innovationen, die für die Gestaltung nachhaltiger Entwicklung nötig sind. An Nachhaltigkeit orientierte Arbeitsabläufe in den Hochschulverwaltungen leisten einen weiteren Beitrag.



