Verbands-Presseticker
(Berlin) - "Wir wollen dafür sorgen, dass die Menschen mehr Geld in der Tasche haben und auch mehr ausgeben können. Für uns gilt der Slogan: Sozial ist, was Kaufkraft schafft", mit diesen Worten hat der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Peter Heesen, in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung (Ausgabe vom 22. Dezember 2009) die Forderung nach 5 Prozent mehr Lohn begründet, die der dbb in der Einkommensrunde für die rund zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen geltend macht. "Wir wollen mit dem, was wir in der Tarifrunde durchsetzen, ebenfalls die Wirtschaft ankurbeln", sagte Heesen mit Blick auf die von Bund und Ländern aktuell im sogenannten Wachstumsbeschleunigungsgesetz beschlossenen Maßnahmen.
(Berlin) - Der NABU hat drastische Missstände bei dem Umgang von Unternehmen mit von ihnen auf den Markt gebrachtem Müll aufgedeckt. So streichen einige Unternehmen die Lizenzgebühren, mit denen sie sich an der Entsorgung des Mülls beteiligen müssten, zwar beim Verbraucher ein, stecken sich das Geld anschließend jedoch in die eigene Tasche. "Dieses Verhalten ist skandalös und hat fatale Folgen für die Umwelt", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Wenn ein Unternehmen seine Verpackungen nicht lizenziert, diese aber dennoch recycelt werden, verschönt das die deutschen Recyclingquoten." Zudem schade dieses Verhalten dem fairen Wettbewerb der Unternehmen untereinander.
(Berlin) - Mit 11,7 Millionen Tonnen liegt die deutsche Kartoffelernte 2009 mit einem Plus von 2 Prozent nur knapp über der Vorjahresernte. Aufgrund der stark wechselnden diesjährigen Witterung konnten die Qualitätsanforderungen jedoch nicht immer erfüllt werden, so dass die tatsächlich marktverfügbaren Mengen deutlich geringer als im Vorjahr liegen. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV), der sich auf Einschätzungen der Arbeitsgruppe Veredlungskartoffeln in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erzeugergemeinschaften bezieht. Die Witterung für eine Qualität schonende Ernte war in vielen Regionen Deutschlands erst zu trocken, dann zu nass und schließlich zu kalt.
(Düsseldorf) - Chrom tritt in der Umwelt und in der Nahrungskette zumeist in dreiwertiger und in sechswertiger Form auf. Das sechswertige Chrom ist insbesondere wegen seiner oxidativen DNA-Schädigung hoch toxisch und stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar. Die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN veröffentlicht in einer neuen Richtlinie Maximale Immissions-Werte (MI-Werte) für Chrom als Höchstgehalte im Futter landwirtschaftlicher Nutztiere. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich chromhaltige Emissionen auf Futterpflanzen ablagern oder sich im Boden anreichern und über diesen in oder auf die Pflanzenteile gelangen.
(Leipzig) - Über die Feiertage und zum Jahreswechsel wird so mancher Surfer vom langsamen Aufbau der Internetseiten auf seinem Computer genervt sein. Interessiert werden dann die Angebote von alternativen Internetprovidern angeschaut und gleich per Internet ein preisgünstiger und superschneller Internetanschluss mit Telefon und Flatrates bestellt.
(Berlin) - "Alle Jahre wieder" . . . dies gilt auch für die Staus auf deutschen Autobahnen pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen. Spitzenbelastungen zur Ferienzeit zeigen auf, wo insbesondere auf den Fernstraßen in unserem Lande die Engpässe sind. In den vorprogrammierten Staus bleiben nicht nur Urlauber in ihren Pkws stecken, sondern auch die Lkw-Fahrer im gewerblichen Transport - und das kostet die Unternehmen und die Autofahrer unnötig Geld und Zeit. An der Überlastung unserer Verkehrswege ändert auch die aktuelle Wirtschaftskrise nur wenig, der Trend des Verkehrswachstums wird dadurch unterbrochen, aber nicht gebrochen. Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit einem Anstieg der Verkehrsleistung bis zum Jahr 2025 um 74 Prozent allein im Güterverkehr, der Personenverkehr soll im gleichen Zeitraum um knapp 18 Prozent anwachsen.
(Frankfurt am Main) - Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) stärkt für die morgige (22. Dezember 2009) Landtagsdebatte Wirtschaftsminister Dieter Posch den Rücken für seine Entscheidung, gegen das VGH-Urteil zum Ausbau des Flughafens Frankfurt Main in Revision zu gehen. "Der Weltflughafen Frankfurt muss nachts für eine Mindestzahl an Flügen offen bleiben - sonst werden tausende Arbeitsplätze allein in der Logistikbranche verloren gehen und viele andere darüber hinaus. Eine Verringerung der Zahl zulässiger Flugbewegungen unter die im Planfeststellungsbeschluss erlaubten 17 wäre wirtschaftlich unsinnig und rechtlich höchst fragwürdig. Ohne Nachflüge wäre Frankfurt bald kein Weltflughafen mehr und würde besonders im Frachtgeschäft verlieren. Wir fordern hingegen: Frankfurt muss Frachtfurt bleiben!", erklärte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der VhU.
(Frankfurt am Main) - Lutz P. Vogt, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureaus e.V., teilte dem Verwaltungsrat auf der regulären Verwaltungsratssitzung am 18. Dezember 2009 in Frankfurt am Main mit, dass er zum 28. Februar 2010 das GCB verlassen wird und damit seine Entsendung in das GCB beendet. Er wird ab März 2010 bei seinem früheren Arbeitgeber Deutsche Lufthansa AG neue Aufgaben wahrnehmen und damit ein Angebot zur Altersteilzeit annehmen.
(Berlin) - Für die Steuergeschenke der Bundesregierung werden nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Bürgerinnen und Bürger mit einem Verlust an innerer Sicherheit bezahlen. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise drohe jetzt die Fiskalkrise.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat kritische Journalisten in Italien, allen voran den diesjährigen Träger des DJV-Preises der Pressefreiheit Marco Travaglio, gegen Angriffe führender Politiker des Landes in Schutz genommen. Nach dem Anschlag auf Ministerpräsident Silvio Berlusconi wurde Travaglio vom Fraktionsvorsitzenden der Regierungspartei Fabrizio Cicchitto als "Medienterrorist" verunglimpft. In der Berlusconi-nahen Zeitung Il Giornale und in der TV-Sendung Porta a Porta des Berlusconi-Vertrauten Bruno Vespa wurden Travaglio und andere regierungskritische Journalisten als "moralische Mandanten" des Attentats bezeichnet.





