Verbands-Presseticker
(Berlin) - Neue OECD-Bildungsstudie: Weiterhin zu wenig öffentliche und private Ausgaben für Bildung in Deutschland, Bedarf an Hochqualifizierten nicht gedeckt. Deutsches Studentenwerk (DSW) kritisiert: Ziele des Bildungsgipfels noch lange nicht erreicht. DSW-Präsident Rolf Dobischat fordert massive und effiziente Investitionen ins Hochschulsystem.
(Berlin) - Im Vorfeld des Deutschen Apothekertages spricht sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Stärkung der öffentlichen Apotheken als kompetente Beratungsstellen und lokale Präventionszentren aus. In der aktuellen Ausgabe der "Apotheken-Umschau" zeigt sie sich zudem erfreut über den Europäischen Gerichtshof, der im Mai das Fremdbesitzverbot für Apotheken in Deutschland bestätigt hatte.
(Düsseldorf) - Rund 2000 Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker erwartet der Berufs- und Fachverband "Freie Heilpraktiker e.V." am kommenden Wochenende zur Weiterbildung, zum Erfahrungsaustausch und zur Information im Congresscentrum Swissotel Düsseldorf/Neuss.
(Frankfurt am Main) - Geänderte Konditionen für die Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft (BAG): Ab dem 2. Oktober justiert die BAG ihre Abrechnungsentgelte neu, um auf die sich verändernden technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu reagieren. Die Abrechnung höherer Beträge über die BAG wird günstiger. Gleichzeitig wird die Bearbeitungsgebühr für manuelle und damit arbeitsintensive Belege dem tatsächlichen Aufwand entsprechend angepasst. Damit sorgt die BAG für eine gerechtere Verteilung der Kosten. Diese Konditionenänderung bildet den Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen, die die BAG im letzten Jahr durchgeführt hat.
(Leipzig) - Die Deutschen essen zu wenig Gemüse und Obst. Dieses Ergebnis der Zweiten Nationalen Verzehrstudie ist keine Überraschung. Neu hingegen ist, dass mittlerweile 28 Prozent aller Befragten Nahrungsergänzungsmittel und mit Nährstoffen angereicherte Arzneien zu sich nehmen. Ausgegeben werden dafür jährlich ca. 1,5 Milliarden Euro.
(Berlin) - DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel begrüßt die Pläne der Minister Steinbrück und Scholz für eine Stundung von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen, wenn Belegschaften sich an der Sanierung eines Unternehmens beteiligen. "Die Eckpunkte müssen jetzt schnell in geltendes Recht umgesetzt werden", forderte Hexel am Dienstag (8. September 2009) in Berlin. Der DGB habe bereits im Juli ein entsprechendes Konzept vorgelegt.
(Frankfurt am Main/Berlin) - "Bildung hat für die Bürgerinnen und Bürger zentrale Bedeutung: Trotzdem stolpert Deutschland im Bildungsbereich bestenfalls voran, statt die auch im internationalen Vergleich dringend notwendige Aufholjagd zielstrebig anzugehen", sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), in einer ersten Reaktion auf die heute (8. September 2009) vorgestellte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009". "Zum wiederholten Mal rechnet der Bericht den deutschen Politikern vor, dass sie viel zu wenig Geld in den Bildungsbereich investieren: An internationalen Maßstäben gemessen müssten in Deutschland Jahr für Jahr mindestens 30 bis 40 Milliarden Euro mehr für die Bildung ausgegeben werden. Geld ist zwar nicht alles, die zusätzlichen Mittel werden jedoch dringend gebraucht, um notwendige Reformen umzusetzen und den durch Unterfinanzierung in Kitas, Schulen, Hochschulen und der Weiterbildung entstandenen Nachholbedarf auszugleichen", sagte Thöne. Er forderte die Bundes- und Landesregierungen auf, den auf dem Bildungsgipfel 2008 gemachten Absichtserklärungen endlich Taten folgen zu lassen und unter Finanzierungsvorbehalt stehende Projekte wie den Hochschulpakt II ohne Wenn und Aber zu verwirklichen.
(Berlin) - Angesichts der deutlichen Unterfinanzierung des deutschen Bildungswesens hat der DPhV-Bundesvorsitzende, Heinz-Peter Meidinger, die Kritik des heute (8. September 2009) vorgelegten OECD-Berichtes "Education at a Glance 2009" als berechtigte Rüge gewertet.
(Berlin) - Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert aufs heftigste das erneute Chaos bei der Berliner S-Bahn. Es sei inakzeptabel, dass sich erhebliche Einschränkungen des S-Bahn-Verkehrs aufgrund von Sicherheitsmängeln innerhalb von nur wenigen Monaten wiederholten. Aufgrund von Mängeln an den Bremsen hat die Deutsche Bahn AG als Mutterkonzern der Berliner S-Bahn am Montagabend entschieden, drei Viertel der S-Bahn-Züge in Berlin umgehend aus dem Verkehr zu ziehen. Erst im Juli musste die Berliner S-Bahn aufgrund von Schäden an den Rädern zahlreiche Züge vom Gleis nehmen und Strecken zeitweise stilllegen.
(Berlin) - Das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat auf seiner heutigen (8. September 2009) Sitzung die Beschlüsse des EU-Agrarrates zum Milchmarkt von gestern (7. September 2009) eingehend erörtert. Auf massive Kritik stieß beim DBV-Präsidium die strikte Haltung der EU-Kommission aber auch der schwedischen Ratspräsidentschaft, auf dem Milchmarkt keine absatzfördernden und marktentlastenden Beschlüsse zu fassen. Gerade aber diese sind notwendig, um die Trendwende am Milchmarkt zu erreichen. Zusammen mit ihrem französischen Amtskollegen hat Bundesministerin Ilse Aigner aber durch engagierten Einsatz die Unterstützung von insgesamt 15 Mitgliedstaaten gewonnen, um deutliche Marktsignale für die Milchbauern zu setzen. Bei dieser breiten Unterstützung fordert das DBV-Präsidium den EU-Agrarrat und die EU-Kommission auf, endlich marktbelebende Maßnahmen im Sinne der Milcherzeuger umzusetzen.




