Verbands-Presseticker
(Berlin) - Die "Milch" ist das Gesicht der Konjunkturkrise in der Landwirtschaft, weltweit ist die Nachfrage eingebrochen. Darauf wies der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der "Handelsblatt"-Jahrestagung Agrar- und Ernährungswirtschaft am 10. Juni 2009 in Berlin hin. Nach Aussage Sonnleitners ist die Milchkrise jedoch nicht nur konjunkturell bedingt. "Sie ist in Deutschland auch strukturell bedingt, also hausgemacht", machte der DBV-Präsident deutlich. Es brauche dringend deutliche Fortschritte in der Bündelung des Angebots der Molkereiwirtschaft gegenüber den Handelsketten. Das könnten Vertriebsgemeinschaften bei einzelnen Produktbereichen sein, aber nötig seien auch raschere Fusionen, nicht erst von ökonomisch ausgezehrten Unternehmen, forderte Sonnleitner.
(Berlin) - Repräsentanten des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE) haben heute (10. Juni 2009) in Berlin ein Großflächenplakat vorgestellt, mit dem sich der Branchenverband in die energiepolitische Wahlkampfdebatte einschaltet. Unter dem Titel "Nicht alles passt in Deutschlands Zukunft" zeigt das Plakat Kohle- und Atommeiler, die auf Erneuerbare-Energien-Kraftwerke stürzen und diese zerstören. Im erklärenden Text heißt es dazu: "Laufzeitverlängerung für Atomkraft und zusätzliche Kohlekraftwerke gefährden den Ausbau Erneuerbarer Energien. Denn träge Grundlastkraftwerke verstopfen die Netze und sind nicht flexibel genug, um das Angebot der Erneuerbaren bedarfsgerecht zu ergänzen."
(München) - Im ersten Quartal 2009 mussten rund 7.700 Unternehmen Insolvenz anmelden - seit heute (10. Juni 2009) zählt Arcandor mit seinen Traditionsmarken Karstadt und Quelle dazu. "Unternehmer sein bedeutet nicht nur frei entscheiden zu können, sondern auch die Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen. Dazu waren die Eigner von Arcandor sowie deren Banken und Immobilienvermieter in letzter Konsequenz nicht bereit. Ihr Ruf nach dem Staat ist zu Recht ohne Widerhall verklungen. Der jetzige Insolvenzantrag muss nicht das Ende sein. Er bietet vielmehr die Möglichkeit des Neuanfangs ohne den Staat", so BDS-Präsident Professor Fritz Wickenhäuser.
(Frankfurt am Main) - Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie und der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber - ANGA erneuern ihre Aufforderung an die Bundesländer, erst die Auswirkungen auf den Fernsehempfang über DVB-T und die Breitbandkabelnetze zu prüfen, bevor sie die Funkfrequenzen freigeben, die durch die Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks künftig für das Breitband-Internet und den Mobilfunk zur Verfügung stehen sollen (digitale Dividende). Die Länder wollen darüber an diesem Freitag (12. Juni 2009) im Bundesrat entscheiden.
(Berlin) - Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) verzeichnet seit zwei Jahren ein starkes Wachstum und hat jetzt die 6.000-Mitglieder-Grenze geknackt: Im Juni 2009 zählt der Verband insgesamt 6.354 Mitglieder. Zwei Jahre zuvor lag die Mitgliederzahl noch bei 5.326 - das bedeutet einen Anstieg um gut 1.000 Mitglieder im Vergleich zu 2007 und damit ein Wachstum von mehr als 20 Prozent. Mit über 6.000 Mitgliedern ist der BDÜ weiterhin der größte Verband für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und sogar in Europa.
(Berlin) - Auch 2009 ist seine vierköpfige Jury wieder gefragt: Der Hartmannbund verleiht seinen Film- und Fernsehpreis zum 37. Mal. Wettbewerbsfähig sind Spiel- und Dokumentarfilme sowie Fernsehbeiträge, die Fragen und Probleme von Patienten und Ärzten behandeln. Mit dem Preis fördert der Verband die mediale Thematisierung anspruchsvoller gesundheitspolitischer und medizinischer Inhalte.
(Berlin) - Der Energieverbrauch in Deutschland ist im ersten Quartal 2009 weiter gesunken: Die Elektrizitätswirtschaft lieferte mit 140 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) rund vier Prozent weniger Strom an ihre Kunden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (erstes Quartal 2008: 146). Der Gasabsatz sank im selben Zeitraum sogar um sieben Prozent von 330 Mrd. kWh auf knapp 307 Mrd. kWh. Das ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, in ersten Erhebungen. Damit sei der Energieverbrauch inzwischen seit sechs Monaten rückläufig.
(Berlin) - 53 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen wohnt in den eigenen vier Wänden. Darauf weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin. Die häufig verwendete Eigentumsquote auf Haushaltsbasis weise einen wenig aussagefähigen Wert von 43,2 Prozent aus. "Entscheidend ist nicht die Anzahl der Eigentümerhaushalte, sondern wie viele Personen im Eigentum leben", so Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann. Je mehr Personen zu einem Haushalt gehörten, umso höher sei der Anteil der Haushalte, die Wohneigentum bewohnten. Es könne also nicht behauptet werden, Deutschland sei ein Mieterland.
(Hennef) - Nach 2007 wird der Gewässerentwicklungspreis der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) in diesem Jahr erneut ausgeschrieben. Vergeben wird er für vorbildlich durchgeführte Maßnahmen im urbanen Bereich, die darauf ausgerichtet sind, die wasserwirtschaftliche und ökologische Funktionsfähigkeit und das landschaftliche Erscheinungsbild sowie den Erlebniswert der Gewässer und deren Auen zu erhalten, nachhaltig zu entwickeln und zu verbessern. Im Jahr 2007 erhielt das Projekt "Isar-Plan" den DWA-Gewässerentwicklungspreis. Als sichtbares Zeichen wurde am Ufer der Isar am Schyrenplatz ein Findling mit einer Bronzetafel aufgestellt. Der Gewässerentwicklungspreis der DWA wird aufgrund von Bewerbungen oder Vorschlägen vergeben. Diese können bis zum 31. Oktober 2009 an die Bundesgeschäftsstelle der Vereinigung in Hennef gerichtet werden. Der Preisträger soll am 22. März 2010 bekannt gegeben werden.
(Berlin) - Der Hightech-Verband BITKOM appelliert eindringlich an die Bundesländer, den Weg für schnelle Internet-Zugänge auf dem Land frei zu machen. Am Freitag (12. Juni 2009) soll der Bundestag entscheiden, ob aus der so genannten Digitalen Dividende Frequenzen für Breitbanddienste zur Verfügung gestellt werden. "Die Digitale Dividende ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Breitbandversorgung dünn besiedelter Regionen. Nur mit ihr kann der Digitale Graben zwischen Stadt und Land überwunden werden", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. "Die Vertreter der Bundesländer stehen in der Verantwortung." Ohne Nutzung der digitalen Dividende erhalten viele Gemeinden frühestens dann günstige und schnelle Internetzugänge, wenn die Zufahrtsstraßen erneuert werden - dies geschieht in der Regel etwa alle 20 Jahre.







