Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) begrüßt die jetzt eingetretene Rechtssicherheit beim Einsatz von Wahlcomputern. "Gut ist auch, dass keine kostenträchtige Durchführung von Nachwahlen für zwei Millionen Bürger notwendig wird", erklärte das Geschäftsführende Präsidialmitglied des DStGB, Dr. Gerd Landsberg, gestern (3. März 2009) in Berlin. Dies dürfe aber nicht das Ende des Einsatzes von Wahlcomputern sein.
(Berlin) - Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB) hat eine branchenübergreifenden Plattform zum Thema "Management von Kurzarbeit und Qualifizierung" für alle Unternehmen ihrer 60 Mitgliedsverbände eingerichtet. Unterstützt wird die UVB dabei von der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (BA) und den Arbeitsagenturen.
(Frankfurt am Main) - Gemeinsam unabhängig: Die Kräfte zu bündeln und gleichzeitig die Souveränität der Mitglieder aufrecht zu erhalten, ist Ziel der buchhändlerischen Verbünde in Deutschland. Als Plattform für das Sortiment will der Börsenverein des Deutschen Buchhandels solche Kooperationen künftig stärker unterstützen. "Es wird in den nächsten Jahren nicht einfacher werden, im Alleingang wirtschaftlich zu überleben. Unabhängige Sortimenter sollten deshalb die Chance nicht verpassen, im Einkauf, im Marketing oder im Veranstaltungsmanagement mit anderen Buchhandlungen zusammenzuarbeiten", sagt Stephan Jaenicke, Mitglied im Vorstand des Börsenvereins.
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat einen neuen Hauptgeschäftsführer. Der 49-jährige Kajo Döhring trat jetzt die Nachfolge von Hubert Engeroff an, der sich nach 23 Jahren an der Spitze des Bundesverbandes in den Vorruhestand verabschiedete. Der Jurist Döhring arbeitete zuvor als 1. Geschäftsführer des DJV-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
(Berlin) - Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, will neutrale Patienteninformationen stärker in den Mittelpunkt der Kommunikationsarbeit der MedTech-Branche rücken. Als Beispiele für Plattformen, die der Verband gemeinsam mit Partnerorganisationen anbietet, nannte der BVMed den "TV-Service Medizintechnologie" mit einem umfangreichen Film- und Radioangebot zu modernen Verfahren der Medizintechnologie sowie die gemeinsam mit Ärzten und Patientengruppen betriebene "Aktion Meditech", die sich auf verständliche Patienteninformationen spezialisiert hat.
(Berlin) - "Es wird höchste Zeit, dass die Kultusminister ihren Winterschlaf beenden", rät der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. Er wirft den Kultusministern eine "fahrlässige Untergrabung des Lehrerberufes" vor. Wenn nichts geschehe, drohe die Profession auf die Rote Liste zu kommen. "Von der Sitzung der KMK am 5. und 6. März in Stralsund erwartet der VBE eine substantielle Einigung der Länder auf die Behebung des Lehrermangels", betont Eckinger. Kulturhoheit dürfe nicht länger mit Kleinstaaterei verwechselt werden. "Das gegenseitige Abkaufen von Lehrerinnen und Lehrern zu Höchstpreisen ist eine schlechte Karikatur auf den Kulturföderalismus", so der VBE-Bundesvorsitzende. Zudem würden die verabredeten KMK-Standards in der Lehrerbildung bislang nicht dazu beitragen, die Lehrerausbildung attraktiver zu machen. "Es herrscht stattdessen ein länderübergreifendes Chaos in den Lehramtsstudiengängen", warnt Eckinger. "Zu wenig lehrerberufsspezifische Lehrangebote, schlechte Betreuung der Studierenden und unsichere Chancen auf ein Referendariat wirken eher abschreckend auf interessierte junge Menschen." Es sei keine Überraschung, meint Eckinger, dass auf 100 aus dem Lehrerberuf ausscheidende Kolleginnen und Kollegen lediglich 50 neu in den Beruf kämen.
(Hannover/Berlin) - Die Gewerkschaften IG Metall und Ver.di haben die Arbeitgeber in der IT-Industrie dazu aufgefordert, ungeachtet der Krise auf Entlassungen zu verzichten. "Keine Entlassungen in 2009 muss das beschäftigungspolitische Leitmotiv der IT-Industrie sein", appellierte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am Dienstag (3. März 2009) in Hannover auf der Messe für Informationstechnologie CeBIT. Auch hier müsse umgedacht werden. Die Zeiten des Hire and Fire gehörten der Vergangenheit an. "Wenn IT-Unternehmen ihre Beschäftigen nicht mit Kurzarbeit und flexibler Arbeitszeit an Bord halten, droht bald ein noch größerer Mangel an qualifizierten IT-Fachleuten," sagte Schwitzer. In Anbetracht des von der IT-Branche beklagten Fachkräftemangels seien jetzt intelligente Lösungen gefordert.
(Berlin) - Als unverantwortliches Polit-Gezänk bezeichnet der Paritätische Wohlfahrtsverband den Streit innerhalb der CDU um die Zukunft der Jobcenter. Der Verband fordert die Partei auf, sich Kompromissvorschlägen nicht länger zu verschließen und den Weg für eine Lösung im Interesse der Betroffenen frei zu machen.
(Hannover) - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen protestiert gegen die Einkommens-Diskriminierung von Frauen. Anlässlich des Weltfrauentages (8. März) ruft der SoVD deshalb seine Frauen zur Teilnahme an der Kundgebung zum "Equal Pay Day" am 20. März um 12 Uhr in Hannover auf.
(Berlin) - Mit Blick auf die aktuelle Auseinandersetzung in der Großen Koalition um Managergehälter kritisierte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am Dienstag (3. März 2009) in Berlin die Haltung der Union. "Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb CDU und CSU dem mühsam erzielten Kompromiss der Koalitions-Arbeitsgruppe nicht folgen wollen. Managervergütungen sind nicht ausreichend geregelt und deutlich zu hoch. Ich fordere die Union auf, diese Treibsätze für die Krise zu entschärfen und noch in dieser Legislaturperiode einer wirksamen Regulierung der Vorstandsvergütung zuzustimmen." Notwendig seien jetzt klare gesetzliche Regeln für ein anderes Wirtschaften und eine Begrenzung der Gier. Das Thema Managervergütungen dürfe nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden.





