Verbands-Presseticker
(Köln) - Die Deutschen haben im vergangenen Jahr mit 55,5 Milliarden Euro fast 4,3 Prozent weniger im Ausland ausgegeben als 2001. Die politischen Krisen rund um den Globus, die miese Wirtschaftslage sowie der Wunsch nach mehr Flexibilität und Individualität lassen die Bundesbürger zögern, teure Fernreisen zu buchen. Von diesem Trend könnten die Hoteliers und Gastwirte zwischen Sylt und Berchtesgaden profitieren. Im Jahr 2002 stiegen jedenfalls in den Hotels, Ferienwohnungen und Jugendherbergen sowie auf den Campingplätzen hierzulande etwas über 111 Millionen Urlauber ab.
(Wiesbaden/Zürich/Wien) - Zu einem deutlich niedrigeren Beitrag als bisher können die Mitglieder des Deutschen Direktmarketing Verbandes (DDV), des Direct Marketing Verbandes Österreich (DMVÖ) sowie des Schweizer Direktmarketing Verbandes (SDV) Mitglied in den jeweiligen Pendants der Nachbarländer werden. Dies vereinbarten die Präsidenten der drei Verbände, Kerstin Plehwe (DDV), Jürgen Menedetter (DMVÖ) und Guido Wietlisbach (SDV). Die assoziierte Mitgliedschaft im Schwesterverband jenseits der Grenze kostet jeweils 500 Euro.
(Eschborn) - Das Geschäftsklima in der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie hat sich in jüngster Zeit nur leicht erholt. Nach den Ermittlungen des Münchner Ifo-Instituts werden vor allem die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate inzwischen etwas besser eingeschätzt als vor einigen Wochen, obwohl die Bestelltätigkeit nach wie vor unbefriedigend ist. Der Auftragseingang der Textilindustrie blieb im Juni um sechs Prozent unter dem des Vorjahres.
(Berlin) - Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) fordert nachdrücklich die Abschaffung der umstrittenen, zur Gemeindewirtschaftsteuer umetikettierten Gewerbesteuer. Vor der Bundespressekonferenz in Berlin sprachen sich BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann und BFB-Vizepräsident Dr. Klaus Heilgeist stattdessen für ein kommunales Zuschlagsrecht auf die Ertragssteuern aus. In einem solchen gerechten, transparenten und verfassungsrechtlich unbedenklichen Rahmen werden auch wir uns - wie bisher schon - gerne weiter an der Finanzierung von Städten und Gemeinden beteiligen erklärten die beiden Freiberufler.
(Berlin) - Mit großer Erleichterung hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Entlassung des Hamburger Innensenators Ronald Schill durch Bürgermeister Ole von Beust begrüßt. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: Für uns geht ein Alptraum zu Ende. Das widerwärtige Verhalten Schills gegenüber Bürgermeister von Beust in der Auseinandersetzung um die längst fällige Ablösung des Staatsrats Wellinghausen war genau der Stil, den Schill seit seiner Amtseinführung gegenüber kritischen Beschäftigten in der Hamburger Innenbehörde an den Tag legte. Mit seinen politischen Amokläufen hat Schill der Stadt und ihrer Polizei bundesweit geschadet.
(Hannover) Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA), Hannover, warnt vor einer schwachen Regulierungsinstanz für Strom und Gas. Nur mit weit reichenden Kompetenzen ausgestattet könne der Regulierer den Wettbewerb voranbringen und marktgerechte Preise schaffen. Hintergrund der Befürchtungen des Verbands ist ein Treffen der Chefs der größten deutschen Energieversorger beim Bundeskanzler. Wenn sich die Regierung ausschließlich mit Vertretern einer Interessengruppe trifft, ohne auch andere Seiten zu hören, müssen alle Alarmglocken läuten.
(Frankfurt am Main) - Im Jahr 2002 haben die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung rund 446.000 Widersprüche von Versicherten und Rentnern gegen Entscheidungen in allen rentenversicherungsrechtlichen Angelegenheiten abschließend bearbeitet. Dies geht aus einer statistischen Auswertung des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR), Frankfurt am Main, hervor. Damit sind gegenüber 2001 gut 10 Prozent mehr Widersprüche erhoben worden. Rund 34 Prozent der Widerspruchsfälle (153.000) konnten zu Gunsten der Antragsteller ohne förmlichen Bescheid erledigt werden.
(Mainz) - Mit der Forderung auf Einführung einer so genannten Bürgerversicherung soll, so der Bundesvorsitzende des Bundes der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH) im DBB, Dr. Herbert Bartsc offensichtlich der Öffentlichkeit vorgegaukelt werden, den Königsweg für eine zukunftsorientierte Gesamtlösung aller anstehenden Probleme in der Renten- und Krankenversicherung gefunden zu haben. Die Einführung einer Bürgerversicherung ebne nach Ansicht des BRH-Chefs durch die Hintertür der Politik den Weg, das bestehende Steuerlabyrinth über einen weiteren Irrweg zu ergänzen mit der Kreierung einer neuen Sozialsteuer.
(Berlin) - "Mit seiner 'Agenda 2004' stellt der BGA ein umfangreiches, miteinander verzahntes Maßnahmenbündel zur Wiederbelebung der Marktwirtschaft vor, das noch in diesem und im nächsten Jahr umsetzbar ist." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), am 19. August in Berlin. Die an der Bundesregierung ängstlich angestoßene "Agenda 2010" ist bei genauerem Hinsehen ein Etikettenschwindel, weil mit dem wahllosen und unsystematischen Drehen einzelner Stellschrauben die Probleme auf dem Arbeitsmarkt nicht gelöst und eine längerfristige Konsolidierung des Renten- und Gesundheitssystem nicht erreicht wird."
(Bonn) - In einem Interview für den MDR hat der Deutsche Siedlerbund Gesamtverband für Haus- und Wohneigentum e.V. (DSB) am 11. August vor den drohenden Nachteilen für künftige Bauherren gewarnt. Nach allem, was bisher über den Inhalt von Basel II bekannt geworden ist, bahnen sich für Bauwillige schwierige Zeiten an. Vor allem für junge Familien gerät der Traum vom eigenen Haus ins Wanken, wenn wie geplant statt individueller Beratung und maßgeschneiderten Finanzierungsplans ein so genanntes Scoring mittels schematisierter Faktoren den Zuschlag für Kredit gibt oder verweigert. Der Eigenheimbau ist immer auf Kredit angewiesen.






