Verbands-Presseticker
(Berlin) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht gute Chancen auf eine verbesserte Lehrstellensituation. Die Lehrstellenoffensive der Industrie- und Handelskammern zeigt nun auch bei den Eintragungszahlen Wirkung: Der Rückstand bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen gegenüber dem Vorjahr hat sich deutlich verringert. Zum 31. Juli 2003 waren bei den IHKs 194.000 neue Verträge registriert worden, das sind 5,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Ende Juni betrug der Rückstand noch 7,6 Prozent.
(Berlin) - Mit der Beibehaltung der Gewerbesteuer hat die Bundesregierung wieder einmal ihre Reformunfähigkeit bewiesen. Es wird an Symptomen herumgedoktert, ohne jeden Versuch das System zu therapieren, so der Präsident des Bundesverbandes der Selbständigen, der 80.000 Mitglieder vertritt. Die Einbeziehung der Freiberufler in das System der Gewerbesteuer sei sachfremd und führe zu neuen Bürokratien.
(Köln) - Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat die Neufassung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) noch nicht beschlossen. "Da die Eckpunkte zur Gesundheitsreform noch einiges im Unklaren lassen, wollte sich der Vorsitzende des Gremiums, Prof. Wolfgang Gitter, nicht festlegen. In bestimmen Punkten konnten Feststellungen getroffen werden, einiges ist noch offen." Mit diesen Worten fasste Dr. Leonhard Hansen die Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses vom 30. Juli zusammen.
(Frankfurt/Main) - Dr. Reinfried Pohl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV) mit mehr als 6.000 Mitgliedern, weist darauf hin, dass der vom Gesetzgeber beschrittene Weg zur Förderung der kapitalgedeckten Altersvorsorge in die richtige Richtung geht. Jedoch sind nach seiner Auffassung schnelle Anpassungen notwendig, um diesen Schritt tatsächlich zum Erfolg zu führen.
(Frankfurt am Main) - Im ersten Halbjahr 2003 besaßen 11,1 Millionen Deutsche Aktien oder Anteile an Aktienfonds. Dies entspricht 17,3 Prozent der Bevölkerung. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2002 ging die Zahl der Aktionäre um 372.000 zurück. Dies geht aus den jüngsten Infratest-Umfragen im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts hervor, bei denen insgesamt 15.000 Personen befragt wurden. 1997 besaßen erst 5,6 Millionen Deutsche (8,9 Prozent) Aktien oder Aktienfonds; das bedeutet eine Zunahme um 5,5 Mio. bzw. 99 Prozent. Der Höchststand der Aktionärszahlen war im ersten Halbjahr 2001 mit 13,4 Millionen zu verzeichnen.
(Bonn) - Die Sicherung der Kinder im Auto hat sich verschlechtert. Dies trifft besonders die Kinder ab 6 Jahren, von denen innerorts nur gerade die Hälfte (53 Prozent) richtig gesichert werden; 40 Prozent von ihnen werden mit den Erwachsenengurten und damit nicht altersgerecht geschützt und 7 Prozent sind überhaupt nicht angegurtet. Damit sind die Kinder aufs Höchste gefährdet, erklärt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. Bereits bei einer Vollbremsung könne es zu ernsthaften Verletzungen kommen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen, BASt, waren im Jahre 2001 noch 59 Prozent der Kinder innerorts richtig und 34 Prozent mit dem Erwachsenengurt gesichert.
(Bonn) - In nur rund 30 Prozent aller Fälle ist nach dem Tode eines Bundesbürgers auch ein Testament vorhanden. Ist kein Testament vorhanden, also in der Mehrzahl aller Todesfälle, tritt nach dem Tode die sogen. gesetzliche Erbfolge ein, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt ist. Hierzu kommt es für die Erben nicht selten zu Überraschungen, da die Erbansprüche auch von vermeintlich weitläufigeren Familienangehörigen größer sind als häufig angenommen. Nicht zuletzt entstehen dadurch auch die bisweilen gefürchteten Erbengemeinschaften, bei denen kein Erbe ohne die Zustimmung der anderen Erben über die Nachlassgegenstände verfügen kann.
(Köln) - Als in der heutigen Lage völlig inakzeptabel bezeichnet der NAV-Virchow-Bund den Umgang der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mit den Beiträgen der Versicherten. Im vergangenen Jahr sind die Verwaltungskosten der GKV mit über 8 Milliarden Euro auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dies ist durch nichts zu rechtfertigen, unterstreicht der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Maximilian Zollner. Ein Einfrieren der Verwaltungskosten per Gesetz helfe hier nicht weiter. Es müssen endlich die Strukturen der Verwaltungskosten durchleuchtet und verändert werden, so Dr. Zollner weiter.
(Freiburg) - Grundsätzlich positiv hat der Deutsche Caritasverband Pläne der Bundesregierung aufgenommen, den lange geforderten und diskutierten Kinderzuschlag nun zumindest ansatzweise Realität werden zu lassen. Der Kinderzuschlag bewirkt in der jetzt avisierten Höhe von 140 Euro pro Kind, dass Geringverdienerfamilien zumindest auf Zeit nicht allein aufgrund der Unterhaltsleistungen ihren Kindern gegenüber auf den Bezug von Sozialhilfe angewiesen sein werden. Unverständlich bleibt jedoch, dass dieser Zuschlag auf eine maximale Bezugsdauer von 36 Monaten beschränkt werden soll.
(Berlin) - Der Deutsche Familienverband sieht in dem angekündigten Kindergeldzuschlag für Familien im Niedriglohnbereich einen notwendigen Schritt, um Familien vor Nachteilen bei der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zu schützen. Darauf dürfe sich die Familienpolitik allerdings nicht ausruhen: Gefordert ist nach wie vor der konsequente Ausbau des Familienleistungsausgleichs, sprich eine Kindergelderhöhung für alle Familien. Gerade mit Blick auf gering verdienende Familien muss außerdem die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Berücksichtigung von Kindern bei den Sozialabgaben zügig umgesetzt werden, so Verbandspräsident Dr. Albin Nees.


