Verbands-Presseticker
(Berlin) - Heute, am 16.07.2003, ist Steuerzahler-Gedenktag. Von 19.03 Uhr an arbeiten die Steuerzahler rein rechnerisch für das eigene Portemonnaie. Bis dahin ging das Einkommen in Form von Steuern und Abgaben zunächst in die öffentlichen Kassen. Die Tatsache, dass der Steuerzahler-Gedenktag erneut weit in der zweiten Jahreshälfte liegt, ist ein Beleg für die überzogene Steuer- und Abgabenlast in Deutschland, sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke. Der Bund der Steuerzahler errechnet den Steuerzahler-Gedenktag, indem er die so genannte Einkommensbelastungsquote auf das Jahr umrechnet. Die Einkommensbelastungsquote ist der Anteil von Steuern und Abgaben am Volkseinkommen. Sie beträgt in diesem Jahr 54,2 Prozent.
(Bonn) - Eine umfassende Gesundheitsreform hat am 15. Juli der Verwaltungsrat des AOK-Bundesverbandes in einer Resolution von der Verhandlungskommission für die Gesundheitsreform gefordert. Angesichts der gravierenden strukturellen und konjunkturellen Probleme im Gesundheitswesen sei eine umfassende Reform unausweichlich. Daher dürften die gemeinsamen Reformanstrengungen von Regierung und Opposition nicht nur bei Kostendämpfungsmaßnahmen stehen bleiben, sondern müssten auch umfängliche Strukturmaßnahmen bringen, damit eine nachhaltige Stabilität der finanziellen Basis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und eine qualitativ verbesserte Versorgung zukünftig gewährleistet seien.
(Berlin) - "Brot für die Welt" hat im Jahr 2002 rund 49,5 Millionen Euro Spenden für Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika erhalten. Das Ergebnis liegt damit etwa 5,9 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. "Die Jahrhundertflut an der Elbe hat dazu geführt, dass sehr viele Spenden in die Nothilfe gingen", erklärte die Direktorin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, bei einer Pressekonferenz der evangelischen Hilfsorganisation in Berlin. Organisationen wie "Brot für die Welt", die langfristige Entwicklungsprojekte finanzierten, hätten es deshalb im vergangenen Jahr sehr schwer gehabt, ihre Einnahmen konstant zu halten, so Füllkrug-Weitzel weiter.
(Frankfurt am Main) - Streikende Arbeiter und ihre Gewerkschaften sind in Deutschland nicht gut gelitten. So urteilen Chefredakteure und Intendanten, neuerdings auch Regierung und Oppositionsparteien in großer Eintracht. Ein gutes Jahr nach dem ersten bundesweiten Bauarbeiter-Streik der Nachkriegsgeschichte dokumentiert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Geschichte und Geschichten dieses am Ende erfolgreichen Ausstandes im Internet. Seit heute ist die Online-Dokumentation unter http://www.baustreik.de freigeschaltet.
(Bonn) - Der BvDP hält es für konsequent, dass die EU-Kommission gegen Frankreich, Österreich und Griechenland wegen der Nichtumsetzung der zweiten Postrichtlinie ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet hat.
(Osnabrück/Frankfurt am Main) - Die im Auftrag des BWE und VDMA vom Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) erhobenen Halbjahreszahlen bestätigen die bereits im Juni 2002 veröffentlichte Prognose über die Entwicklung der Windenergiebranche in 2003. Zwischen Januar und Juni 2003 wurden im Inland 536 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 835 MW neu installiert. Ende Juni 2003 waren damit bundesweit 14.278 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 12.823 MW installiert, was einer Steigerung gegenüber dem Stand Ende 2002 von rund 7 Prozent entspricht. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre ist mit Blick auf das Gesamtjahr 2003 mit einer neu installierten Leistung zwischen 2500 bis 2700 MW zu rechnen.
(Frankfurt am Main) - Ältere werden möglichst früh in Rente geschickt, Jüngere sollen nachrücken: Diese Strategie vieler Unternehmen in Deutschland wird bald nicht mehr aufgehen. Die Gesellschaft sorgt nicht für genügend Nachwuchs, dass die entstehenden Lücken gefüllt werden können. Deshalb hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) das Projekt "Demografie-Initiative" durchgeführt. 47 Unternehmen haben bei dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt Konzepte und Strategien zur Bewältigung der auf die Unternehmen zurollenden Probleme entwickelt. Das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft Saarbrücken (ISO) begleitete das Projekt wissenschaftlich und lieferte fachlichen Input.
(Berlin) - "Deutsche sind auf den Balearen herzlich willkommen", versicherte Joan Flaquer, Tourismusminister der neuen Regionalregierung der spanischen Inseln, am 15. Juli bei einem ersten Besuch in der Berliner Geschäftsstelle des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbands (DRV). Gemeinsam mit Juan Carlos Alía, dem Direktor des Tourismus-Instituts Ibatur, zeigte sich der Tourismusminister gegenüber DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. H. Jochen Martin fest entschlossen, die umstrittene "Ökosteuer" für Urlauber wieder abzuschaffen. Dr. H. Jochen Martin begrüßte dies und würdigte Mallorca und dessen Nachbarinseln als "Flaggschiff" im Spanien-Tourismus der Deutschen.
(Berlin) - Steuerberater/Wirtschaftsprüfer Dr. Klaus Heilgeist, Präsident der Bundessteuerberaterkammer und zugleich Präsident der Steuerberaterkammer Nordbaden, ist in Anerkennung seiner besonderen berufsständischen wie kommunalpolitischen Verdienste vom baden-württembergischen Finanzminister mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Dr. Klaus Heilgeist hat dem Berufsstand in vielfältiger Weise ehrenamtlich gedient. Seit 1995 Präsident der Steuerberaterkammer Nordbaden, gehört er seit 1999 dem Präsidium der Bundessteuerberaterkammer an.
(Köln) - Die Tendenz, die künstlerische Profilierung von Theatern ökonomischen Zwängen unterzuordnen, nimmt zu. Für lebendiges Theater und sein Publikum sind aber künstlerische Wagnisse des modernen Regietheaters unverzichtbar. Das ist die Quintessenz der Präsidiumssitzung des Deutschen Bühnenvereins zur aktuellen Theatersituation am vergangenen Wochenende in Köln. Intendanten bei Ausbleiben eines schnellen Erfolgs kurzfristig zu entlassen oder trotz abgeschlossener Vertragsverhandlungen nicht einzustellen, zeigt unbegründete Ängste vor künstlerisch anspruchsvollen Profilen.




