Verbands-Presseticker
(München) - Nach den vergeblichen Bemühungen ihrer Vorgänger hat nun die Staatsministerin für Kultur im Bundeskanzleramt, Christina Weiß, einen Entwurf zur Novellierung des Film-Förderungs-Gesetzes vorgelegt. Das Gesetz soll die Basis der Filmförderung auf ein neues effektiveres Fundament stellen. Der Bundesverband Deutscher Fernsehproduzenten hat dazu eine Stellungnahme vorgelegt, in der auf Stärken und Schwächen des Entwurfs hingewiesen wird. Der im April vorgelegte Referentenentwurf für ein neues Filmförderungsgesetz greift nach Meinung des Bundesverbands der Deutschen Fernsehproduzenten wichtige Anregungen und Initiativen der deutschen Produzentenverbände auf. Jedoch dürfen strukturelle Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen für die deutsche Film- und Fernsehwirtschaft nicht außer Acht gelassen werden.
(Berlin) - "Arbeitsmarkt und Reformprozess kommen nicht in Gang", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Martin Wansleben die neuesten Zahlen der Bundesanstalt für Arbeit. Dass sich die Politik derweil in zähen Diskussionen verstricke, anstatt die notwendigen Veränderungen endlich einzuläuten, sei unverantwortlich. "Mit jedem weiteren Tag im Reformstau verliert Deutschland Arbeitsplätze und einen Teil seines Wohlstandes", mahnt Wansleben.
(Berlin) - Der Innenumsatz des in Kooperationen organisierten Mittelstandes ist um 6,1 Prozent zurückgegangen - von 98,865 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 92,796 Milliarden Euro im Jahr 2002. Das berichtet der Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen e.V. (ZGV) in seinem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht. Der Verband vertritt 305 Einkaufs- und Marketingkooperationen des Handels und des Handwerks aus über 30 Branchen und mittelständisch orientierten Franchise-Systemen. Mittelbar werden so rund 180000 mittelständische Fachhändler und Handwerker durch den ZGV vertreten. Der Geschäftsbericht des Verbandes, der alle zwei Jahre vorgelegt wird, offenbart teilweise dramatische Einbrüche beim Innenumsatz seiner Mitglieder.
(Berlin) - Vor der heutigen Sitzung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat zum so genannten Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaftsgesetz (VIFGG) erklärte der Vorsitzende des Straßen- und Tiefbaugewerbes im ZDB und verkehrspolitische Sprecher, Wolfgang Paul: "Wir appellieren an den Vermittlungsausschuss, sich auf eine Zweckbindung der Einnahmen aus der Lkw-Maut zu einigen. Dieses haben wir schon immer gefordert. Das Fehlen einer Zweckbindung ist das größte Manko in dem Gesetzesbeschluss des Bundestages vom 13. März 2003."
(Berlin/Bonn) - Trotz der schwierigen Wirtschaftslage müssen Staat und Unternehmen für Zukunftsinvestitionen Sorge tragen. Die finanziellen Anstrengungen für Bildung und Ausbildung in Technik und Naturwissenschaften sowie für Forschung und Entwicklung dürfen nicht nachlassen, sollten sogar deutlich verstärkt werden. Zu diesem Schluss kommt der Vorsitzende des Hartmannbund-Arbeitskreises Ausbildung, Weiterbildung und Niederlassung, Dr. Klaus-Peter Schaps. Auch die bereits Ende vergangenen Jahres angekündigte Nullrunde für die Etats 2003 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) müsse vor dem Hintergrund der künftigen technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands rückgängig gemacht werden.
(Bonn) Unter der Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM) findet am 30. Juni und 1. Juli 2003 der 7. Deutsche Verbändekongress in Bonn statt. An dem Jahrestreffen der Führungskräfte hauptamtlich geführter Verbände nehmen Verbandsmanagerinnen und Verbandsmanager aus Wirtschafts-, Berufs-, Wissenschafts- und Sozialverbänden sowie anderen Organisationen teil.
(Bad Homburg) - Auf Antrag der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. (Wettbewerbszentrale) hat das Landgericht Baden-Baden mit Beschluss vom 30. April 2002 (4050/03 KfH) einem mittelständischen Bauunternehmen untersagt, sich in unzulässiger Weise in die Krankenkassenwahl seiner Beschäftigten einzumischen. Das Unternehmen hatte seinen Mitarbeitern in einem Rundschreiben drei günstige Krankenkassen vorgestellt und die jährliche Ersparnis bei Eintritt in eine dieser Krankenkassen hervorgehoben. Dabei blieb es aber nicht: Um der Empfehlung Nachdruck zu verleihen, kündigte der Arbeitgeber an, er werde ab 1. Juli 2003 den 50 prozentigen Arbeitgeberanteil an den Beitragskosten der Krankenversicherung auf einen Beitragssatz von höchstens 12,3 Prozent beschränken.
(Berlin) - Die Zukunft des deutschen Mittelstandes ist in Gefahr. Sie wird zu einem großen Teil davon abhängen, ob Kooperationen also die freiwillige Zusammenarbeit von rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen überleben werden. Eine der entscheidenden Fragen: Gelingt es den Kooperationen (auch Verbundgruppen genannt), durch strategische Allianzen und Netzwerke künftig die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion bis zur Vermarktung eines Produktes abzudecken? Das sind Ergebnisse einer vom Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen e.V. (ZGV) in Auftrag gegebenen Studie mit dem Titel Die Zukunft der Kooperationen.
(Frechen) - Die Lenkungsgruppe Pfandsystem (bestehend aus Handel und Industrie) hat in ihrer Sitzung am 05. Mai 2003 folgenden Beschluss zu der für das einheitliche Pfandsystem für Einweg-Getränkeverpackungen auszuwählenden Clearingstelle gefasst: Die zur Bertelsmann-Gruppe gehörenden BFS Finance GmbH soll die nationale Clearingstelle für das einheitliche Pfandsystem für Einweg-Getränkeverpackungen betreiben.
(Bonn/Mailand) - Die europäische PVC-Industrie legte am 6. Mai den dritten (jährlichen) Fortschrittsbericht über das Nachhaltigkeits-Programm vor, zu dem sich PVC-Hersteller, -Verarbeiter und -Zulieferer im Jahr 2000 verpflichtet hatten. Die Initiative "Vinyl 2010", die erstmals die Bemühungen einer gesamten, vertikal vernetzten Branche auf dem Weg zu Nachhaltigem Wirtschaften dokumentiert, zeigte auch im vergangenen Jahr Erfolge: so etwa die stark gestiegenen Investitionen in die Bereiche Abfallwirtschaft, Forschung und Entwicklung sowie Einzelprojekte im Bereich Ökoeffizienz. Die ambitionierten Vorhaben wurden trotz der schwierigen Wirtschaftslage umgesetzt, im Jahr 2002 wurden insgesamt 4,5 Millionen Euro aufgebracht - eine Steigerung von 74 Prozent gegenüber 2001.




